Die Hochdorf-Gruppe unterhält zwei Produktionsstätten in der Schweiz und setzt seit vielen Jahren Produkte von K-Tron ein. Das Werk in Sulgen wurde seit seiner Eröffnung 2003 mit entsprechenden Präzisionsdosiergeräten ausgestattet. Im Werk Hochdorf werden sowohl gravimetrische Dosierwaagen mit Einfach- oder Doppelschnecken als auch Dosierbandwaagen eingesetzt. K-Tron-Schneckendosierer sind sowohl in volumetrischer als auch in gravimetrischer Ausführung erhältlich. Volumetrische Schneckendosierer laufen mit einer konstanten, zuvor festgelegten Geschwindigkeit. Die Dosiermenge wird durch die Entnahme von Proben und die Berechnung der aktuellen Dosiermenge ermittelt und dann manuell am Dosiergerät, durch Nachregelung der Drehzahl, auf den gewünschten Wert eingestellt.
Gravimetrische Differenzialdosierwaagen werden automatisch über die Messung des aktuellen Gewichtsverlusts im Dosiersystem, verglichen mit einer gewünschten Dosiermenge, gesteuert. Änderungen der Schneckengeschwindigkeit werden automatisch von der Dosiergerätesteuerung vorgenommen. Differenzialdosierwaagen sind vor allem dort zu empfehlen, wo eine hochpräzise Dosierung erforderlich ist, zum Beispiel bei der Herstellung von Milchpulver für Säuglingsnahrung.
Beispielsweise bei der Dosierung von Schüttgütern mit verschiedenen Dichten oder der Dosierung von anhaftenden, nicht gleichmäßig fließenden Materialien oder Materialien mit variablem Feuchtigkeitsgehalt ist ein volumetrisches Schneckendosiergerät mit konstanter Fördergeschwindigkeit nicht in der Lage, eine gewünschte Dosiermenge präzise beizubehalten. Ein gravimetrisches Differenzialdosiergerät jedoch erfasst und kompensiert den Einfluss durch die unterschiedliche Dichte des Schüttguts oder nicht gleichmäßig fließen- den Materials oder den unterschiedlichen Feuchtigkeitsgehalt, indem es die Schneckengeschwindigkeit automatisch anpasst, um eine gewünschte Dosiermenge mit einer Genauigkeit von ±0,5 % beizubehalten. Sämtliche K-Tron-Differenzialdosiergeräte verwenden die digitale Smart-Force-Transducer-Wägetechnologie (SFT). Diese Technologie bietet eine Auflösung von 1 : 4 000 000 in 80 ms, Vibrationsfilter und Temperaturausgleich. So können Dosiergeräte in hoher Taktrate mit Präzision gesteuert werden. Dadurch bieten gravimetrische Dosiergeräte grundsätzlich konstante Dosiermengen ohne Abweichungen.
Dosierbandwaagen werden für die dauerhaft gesteuerte, gravimetrische Dosierung von Schüttgütern verwendet und können sowohl zur gravimetrischen Chargendosierung als auch zur kontinuierlichen Durchflussmessung von Schüttgütern eingesetzt werden. Die Smart-Dosierbandwaagen sind mit einer primären Wägebrücke mit patentierter SFT-Wägetechnologie unter einem kontinuierlich rotierenden Förderband ausgestattet. Eine zweite Wägebrücke kann für die Online-Autotarafunktion installiert werden. Das Gewicht des Materials wird auf dem Band von der ersten Wägebrücke gemessen, während die zweite Wägebrücke das Gewicht des leeren Bands (Tara) ermittelt. Dies ist vor allem nützlich bei anhaftenden Materialien, die sich auf dem Band festsetzen können.




