Sharon Nowak
Bei der Kartoffelchip-Herstellung lässt sich die Zugabe der pulverisierten Gewürze in die Gewürztrommel volumetrisch oder gravimetrisch kontrollieren. Das Gewürz oder die Würzmischung wird direkt in den einen Beschickungstrichter gegeben, der das Produkt dann an die ausgefahrene Einzelschnecke weiterleitet. Schneckendosierer werden deshalb benutzt, weil sie sogar Materialien mit schwierigen Fließeigenschaften, wie Gewürzpulver mit hohem Ölanteil, direkt und gleichmäßig dosieren können und es zu keinen Schwankungen im Materialfluss kommt. Das Gewürzpulver wird von der Schnecke direkt in die Gewürztrommel weitergeleitet, in der die Kartoffelchips sich mit einer bestimmten Geschwindigkeit drehen. Die dosierte Gewürzzugabe aus dem Schneckendosierer in die Gewürztrommel ermöglicht den gleichmäßigen Würzauftrag auf die Oberfläche der Chips und garantiert damit gleichbleibenden Geschmack und die Qualität des Produktes.
K-Trons Einzelschneckendosierer, die mit einer Schnecke von 60 mm Durchmesser ausgerüstet sind, dosieren Materialien wie Salz, Paprikapulver und andere Gewürze mit Geschwindigkeiten von 5 bis 200 kg/h. Die Verbindung der Dosierersteuerung mit dem auf der Intellution-Technologie basierenden Bedienungsprogramm Smart Commander ermöglicht es, eine Plattform zur Verwaltung der Rezepturen zu erstellen. Abhängig vom hinzuzufügenden Gewürz kann der Bediener einfach auswählen, welche Rezeptur benötigt wird; die Steuerung reguliert die Dosierervariablen entsprechend. Der K-Tron-Dosierer ist einfach zu reinigen und instand zu halten und ermöglicht dadurch eine schnelle Umstellung, wenn zugeführte Gewürze bzw. Zutaten geändert werden.
Um die Dosierergenauigkeit vollständig zu beurteilen, sind drei voneinander getrennte und unterschiedliche Gebiete der Dosiererleistung zu untersuchen: Reproduzierbarkeit, Linearität und Störfestigkeit. Die Reproduzierbarkeit beschäftigt sich mit der Gleichmäßigkeit der Austragsgeschwindigkeit zu einem bestimmten Zeitpunkt. Die Linearität beschreibt die Genauigkeit des Dosierers bei der erwünschten Durchschnittsgeschwindigkeit im Bereich des gesamten Leistungsspektrums. Zur Feststellung der Störfestigkeit werden Leistungsschwankungen über einen längeren Zeitraum gemessen.
Besonders die Zahlen zur Reproduzierbarkeit sind den Benutzern von Dosierern bekannt. Sie messen kurzfristig den Gleichmäßigkeitsgrad der Austragsgeschwindigkeit. Reproduzierbarkeit ist für die Qualitätssicherung wichtig, da sie die erwartete Schwankung des Ausflussstroms und somit die des Produktes an sich misst. Die Daten für Reproduzierbarkeit erhält man wie folgt: Man nimmt vom Ausflussstrom eine Reihe von aufeinander folgenden Proben in genauen Zeitabständen, wiegt sie und berechnet dann die Standardabweichung des Probegewichts, ausgedrückt als prozentuale Abweichung vom Mittelwert der entnommenen Proben.




