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    Keine Ecken und Kanten
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    Technik

    Keine Ecken und Kanten

    Das Befehls- und Meldegeräteprogramm, das die Schmersal-Gruppe in Köln ausstellen wird, trägt die Bezeichnung N, wobei N für Nahrungsmittelindustrie
    Veröffentlicht
    16. März 2015
    Lesezeit
    3 Minuten
    Rubrik
    Technik

    Die Produktfamilie N besteht aus einem großen Portfolio an Befehls- und Meldegeräten und einer Vielzahl von Zubehörteilen (Not-Halt-Schlagtaster, Pilzschlagtaster, Drucktaster, Leuchttaster und Leuchtmelder, Wahlschalter, Hauptschalter etc.), die alle den Grundsätzen des Hygienic Design entsprechen. Das heißt: Sie sind so konstruiert, dass sich keine Verunreinigungen absetzen können, weil ihre Geometrie keine Ecken und Kanten, keine Toträume aufweist und sich somit besonders gut reinigen lässt.

    Zudem zeichnen sich die Bediengeräte des N-Programms auch dann durch lange Lebensdauer aus, wenn sie regelmäßig mit dem Dampfstrahler oder dem Hochdruckreiniger beaufschlagt werden. Sie erfüllen die Anforderungen der Schutzart IP 69K und sind von der Prüf- und Zertifizierungsstelle Nahrungsmittel und Verpackung des DGUV auf ihre Eignung für hygienesensible Anwendungen geprüft worden. Die Prüfungen zeigen, dass die Bediengeräte zum Beispiel in Fleischbe- und -verarbeitungsmaschinen eingesetzt werden können, ohne dass ein Hygienerisiko von ihnen ausgeht. Die entsprechende Prüfbescheinigung wurde kürzlich aktualisiert.

    Außerdem hat das Fraunhofer Institut IPA Geräte aus dem N-Programm im Hinblick auf ihre Reinraumtauglichkeit getestet. Das Ergebnis: Die Befehls- und Meldegeräte eignen sich für den Einsatz in Produktionsbereichen der höchsten Reinraumklasse (Luftreinheitsklasse 1 gemäß ISO 14644-1). Mit der Qualifizierungsurkunde wird auch eine Empfehlung für den Einsatz in Produktionsumgebungen von Sterilpräparaten bis GMP-Klasse C gemäß EG-GMP-Leitfaden, Annex 1, ausgesprochen. Das mag für den Lebensmittelmaschinenbau nicht unmittelbar relevant sein, aber es zeigt den hohen Hygienestandard, der mit dem N-Programm erreichbar ist.

    Neu im N-Programm ist der Pilzschlagtaster NDTP30/NDLP30. Er ist aufgrund seiner großen, runden, ergonomisch verbesserten Tastenfläche im Vergleich zu Drucktastern einfacher bedienbar. Die veränderte Dichtungskonstruktion bietet verbesserten Schutz gegen mechanische Beschädigung.

    Hinzugekommen ist ebenfalls das Dreifarben-LED-Modul Elde.N. Es ermöglicht das Anzeigen von drei unterschiedlichen Signalfarben mit einem einzigen Standardmeldegerät. Das schafft nicht nur die Voraussetzung für eine Kostensenkung, sondern auch für eine kompaktere Bauweise von Bedieneinheiten – mit positivem Nebeneffekt für die Hygiene, denn es verringert sich die Zahl der Oberflächen, die durch Verschmutzung gefährdet sind.

    Auf der Basis des N-Programms bietet Schmersal komplette, anschlussfertige Bediensysteme für Lebensmittelmaschinen an, die ebenfalls auf der Anuga Foodtec gezeigt werden. Die Edelstahl-Aufbaugehäuse der NBG-Systeme sind hygienegerecht geformt und bieten Platz für ein bis fünf Bedienelemente. Alle eingesetzten Werkstoffe sind lebensmittelkonform. Die Dichtung zwischen Gehäuseoberteil und -boden wurde ebenso mit Blick auf das Anforderungsprofil der Lebensmittelindustrie ausgewählt wie die Kabeleinführung: Es gibt keine Toträume und die Schutzwirkung gegen Eindringen von Feuchtigkeit auch bei direkter Beaufschlagung ist sehr hoch. Die Bestückung der Gehäuse mit Befehls- und Meldegeräten erfolgt nach den Wünschen des Kunden, der die Bedieneinheiten dann „plug and play“ installieren kann.

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    Die Bediengeräte des N-Programms sowie die NBG-Aufbaugehäuse kommen u. a. an Maschinen für die Fisch- und die Geflügelverarbeitung zum Einsatz (Fischzerlegeanlagen, Slicer für Geflügelfleisch). Beide Bereiche stellen besonders hohe Anforderungen an das Hygienic Design und die Beständigkeit der Mensch-Maschine-Schnittstelle gegenüber häufiger intensiver Reinigung auch mit aggressiven Reinigungsmedien.

    Neben dem N-Programm und dem NBG-Aufbaugehäuse zeigt Schmersal auf der Anuga Foodtec auch Schaltgeräte und -systeme für die Maschinensicherheit, die ebenfalls mit Blick auf die Anforderungen der Lebensmittelindustrie entwickelt wurden. Dazu zählen zum Beispiel kompakte Sicherheitssensoren im Edelstahlgehäuse und neue, hygienegerechte Sicherheitszuhaltungen.

    Halle 4.2, Stand E18

    prozesstechnik-online.de/dei0315459

    > Sicherheitssteuerungen <

    Die Schmersal-Gruppe hat mit der Protect-PSC1-Baureihe auch eine neue Generation von programmierbaren Sicherheitssteuerungen entwickelt, die sich u. a. durch ein hohes Maß an Flexibilität und Anpassbarkeit an den individuellen Anwendungsfall auszeichnen. Die Sicherheitssteuerungen bestehen aus verschiedenen Basismodulen, die sich mit zentralen und dezentralen IO-Erweiterungsmodulen ergänzen und anwendungsbezogen skalieren lassen. Zusätzlich gibt es die Möglichkeit, über umfangreiche Funktionen bis zu 12 Achsen sicher zu überwachen. Ein universelles Kommunikationsinterface ermöglicht die einfache Integration in verschiedene Feldbusprotokolle sowie eine sichere Remote-IO-Kommunikation und eine sichere Querkommunikation.

    Die Programmiersoftware Safe PLC2 ist eine moderne entwicklungsorientierte Umgebung. Sie verfügt über umfangreiche Bibliotheken mit vorgefertigten Funktionen zur sicheren Überwachung von Sensoren und Achsen, die einfach per Drag & Drop zu komplexen Applikationen verknüpft werden können.

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