Wärmeübertragungsanlagen arbeiten in unmittelbarer Nähe zum Lebensmittel. Dadurch steigt das Risiko eines versehentlichen Kontakts der in ihnen eingesetzten Flüssigkeiten mit dem Lebensmittel und somit auch das Gefährdungspotenzial für die Gesundheit der Verbraucher. Dazu Eduard Stempfel, Schmierstoffspezialist von Shell: „Traditionsgemäß setzen viele Unternehmen konventionelle, nicht lebensmittelverträgliche Wärmeträgerflüssigkeiten in ihren Anlagen ein. Diese Flüssigkeiten enthalten vielfach keine weiteren Zusätze, was allerdings auch teilweise deren Leistungsfähigkeit durch mangelnde Additivierung einschränken kann. Mit FM Heat Transfer Fluid 32 und dem synthetischen Produkt Cassida Fluid DC 32 stehen jetzt von Shell zwei qualitativ hochwertige lebensmittelverträgliche Wärmeträgerflüssigkeiten zur Verfügung.“
Beide Flüssigkeiten sind speziell auf die extremen Temperaturen in den Anlagen abgestimmt und weisen exzellente Oxidations- und Flammpunkteigenschaften auf.
FM Heat Transfer Fluid 32 ist für einen breiten Einsatztemperaturbereich von bis zu 340 °C abgestimmt, Cassida Fluid DC 32 ist besonders für den Einsatz bei etwas niedrigeren Temperaturen ausgelegt. Beide Flüssigkeiten bestehen aus speziell ausgewählten Additiven und Grundölen. Sie sind farblos und geruchs- bzw. geschmacksneutral.
Auch wenn eine sorgfältige Anlagenwartung und HSE-(Health, Security, Environment)-Programme dazu beitragen, die Risiken einer Nahrungsmittelkontamination zu reduzieren, so können diese Maßnahmen nicht in jedem Fall vor einem versehentlichen Kontakt der Flüssigkeit mit den Lebensmitteln schützen. Extreme Betriebstemperaturen und eine rund um die Uhr arbeitende Produktion bedeuten eine hohe Belastung für Wärmeübertragungsanlagen. Dies kann zu Haarrissen im Wärmetauscher, zu Wärmestauungen und Ermüdungen im System führen, aber auch zur Alterung der Dichtungen und zu Korrosion bei den Verschlüssen. Die Folge: Das Risiko eines versehentlichen Kontakts der Flüssigkeit durch Leckagen steigt.
FM Heat Transfer Fluid 32 ist durch die NSF International als HT-1 (Klassifikation für Wärmeträgerflüssigkeiten mit indirektem Lebensmittelkontakt) registriert, entspricht den Anforderungen der FDA-Regularien nach 21 CFR 178.3570 und ist außerdem Halal und Kosher freigegeben.
Cassida Fluid DC 32 ist von der NSF sowohl als H1, als auch als HT-1 registriert worden. Zusätzlich hat dieses Öl die volle 3H-Registrierung der NSF erhalten. Die verwendete synthetische Basis ist mit Elastomeren, Dichtungen, Verschlüssen und Lacken verträglich, die in Wärmeübertragungsanlagen eingesetzt werden.
Beide Flüssigkeiten bieten einen hohen Widerstand gegen thermisches Cracken. Dadurch bleiben die Eigenschaften im Wärmeübertragungsprozess länger erhalten. Mögliche Ablagerungen im System, die zu Wärmestauungen führen können, werden stark vermindert. Die Wärmeträgerflüssigkeiten sind außerdem so entwickelt worden, dass in Wärmeübertragungsanlagen auftretender Sauerstoff nicht zum Problem für die eingesetzte Flüssigkeit wird. Die gute Oxidationsstabilität und die hervorragenden Flammpunkteigenschaften der Flüssigkeiten tragen erheblich dazu bei, die Zersetzung der Öle, die ein Hauptgrund für eine ungleichmäßige Wärmeübertragung ist, zu verhindern.




