Zum Inhalt springen
Deutsche Ernährungsindustrie
  • Fleischverarbeitung
  • Obst- & Gemüse
  • Milchverarbeitung
  • Back- & Teigwaren
  • Getränkeindustrie
  • Technik
Deutsche Ernährungsindustrie
  • Fleischverarbeitung
  • Obst- & Gemüse
  • Milchverarbeitung
  • Back- & Teigwaren
  • Getränkeindustrie
  • Technik
    Ernährungsindustrie-Newsletter
    Die wichtigsten News aus der Lebensmittelproduktion direkt in Ihr Postfach.
    Newsletter abonnieren

    Info

    • Impressum
    • Datenschutz
    • Barrierefreiheit
    • Datenschutzeinstellungen

    Kontakt zur Redaktion

    Deutsche ErnährungsindustrieKonradin Mediengruppe
    Ernst-Mey-Str. 8, 70771 Leinfelden-Echterdingen

    E-Mail: redaktion@konradin.de
    Folgen Sie uns
    Deutsche Ernährungsindustrie
    © 2026 Deutsche Ernährungsindustrie
    Startseite/Technik/Artikel
    Kennzeichnungsfehler schnell erkennen
    Bildquelle nicht angegeben
    Technik

    Kennzeichnungsfehler schnell erkennen

    Moderne Bildverarbeitung von Strelen mit KI und IT-Integration helfen dabei, Fehler bei der Kennzeichnung schnell zu erkennen und effektiv zu beseitigen.
    Veröffentlicht
    17. Juni 2025
    Lesezeit
    3 Minuten
    Rubrik
    Technik

    In der Lebensmittelindustrie sind fehlerhafte Kennzeichnungen nicht nur ärgerlich, sondern können auch teure Rückrufaktionen und Vertragsstrafen nach sich ziehen. Moderne Bildverarbeitung, KI und IT-Integration helfen dabei, Fehler bei der Kennzeichnung schnell zu erkennen und Fehlerquellen effektiv zu beseitigen.

    Verbraucher erwarten transparente Informationen über Inhaltsstoffe, Allergene, Haltbarkeiten und Herkunft von Lebensmitteln. Diese Informationen werden auf Etiketten oder Verpackungen in Form von Texten, maschinenlesbaren Codes, Grafiken und Symbolen angebracht. Doch die Vielzahl an Produktvarianten und Verpackungsmaterialien birgt Fehlerpotenzial: Druckfehler, fehlende Informationen, falsche Sprachen oder vertauschte Materialien können erhebliche Folgen haben. Neben hohen Kosten durch Vertragsstrafen und Rückrufaktionen steht auch die Reputation der Hersteller auf dem Spiel.

    Moderne industrielle Bildverarbeitung wie Safe-Ident von Strelen schafft hier Abhilfe und Sicherheit. Die Software umfasst u. a. Module für folgende Kontrollmaßnahmen:

    • Optische Zeichenerkennung (OCR): Mithilfe von Digitalkameras können Texte auf Verpackungen automatisch erkannt und interpretiert werden. Deep-Learning-Algorithmen sorgen hier für besonders präzise Ergebnisse
    • Codelesen: Barcodes und 2D-Codes auf Verpackungen werden erfasst und auf ihre Richtigkeit überprüft
    • Pattern-Matching: Grafiken und Symbole werden erkannt und mit vorgegebenen Mustern verglichen
    • Inline- und Stichprobenkontrollen: Während die Inlinekontrolle 100% der Produkte überprüft, bietet die Stichprobenkontrolle eine kostengünstigere Alternative mit hoher Flexibilität.

    Die integrierte Software Safe-Ident Label beispielsweise kennt die zu einem Produkt gehörenden relevanten Texte, Grafiken und Codes. Außerdem ist sie mit einem Interface zur ERP- oder Leitsoftware ausgestattet und kann so die tagesaktuellen variablen Daten (Haltbarkeitsdaten, Chargennummern) automatisch abrufen und prüfen. Die Prüfergebnisse dienen nicht nur zur Freigabe, sondern werden auch automatisch dokumentiert und archiviert

    Rolle der IT-Integration

    Ein häufig unterschätzter Faktor für die erfolgreiche Vermeidung von Etikettier- und Kennzeichnungsfehlern ist die Integration der Lösung in die bestehende IT-Umgebung. Damit Fehlerursachen nicht vom Lieferanten, Drucker oder Qualitätsbeauftragten auf den Maschinenbediener verlagert werden, darf eine erfolgreiche Vermeidungsstrategie nicht auf manuellen Sollwert- oder Prüfvorgaben basieren, sondern erfordert nahtlose IT-Integration. Produktionssteuerungs- und ERP-Systeme liefern die notwendigen Prüfdaten und minimieren manuelle Eingriffe. Diese automatisierten Prozesse verhindern Bedienfehler und sorgen für höhere Genauigkeit.

    Mehr aus Technik

    Weitere aktuelle Artikel aus der Rubrik Technik.

    Alle Technik-Artikel
    GS1 und Google starten Pilotphase für Native Scanning mit GS1 DataMatrix
    Technik

    GS1 und Google starten Pilotphase für Native Scanning mit GS1 DataMatrix

    2. Oktober 2026

    GS1 Germany und Google erproben ab Januar 2026 das Native Scanning von GS1 DataMatrix Codes – mit direktem Potenzial für Track-and-Trace und Kennzeichnung in der Lebensmittelindustrie.

    Festo übernimmt Gummiwarenfabrik Neddermann
    Technik

    Festo übernimmt Gummiwarenfabrik Neddermann

    2. Oktober 2026

    Festo SE & Co. KG integriert zum 1. Januar 2026 die Gummiwarenfabrik R. Neddermann GmbH und baut damit seine Fertigung und Kompetenz im Bereich Dichtungstechnologie aus.

    ← Zurück zu TechnikZur Startseite

    Ernährungsindustrie-Newsletter

    Die wichtigsten News aus der Lebensmittelproduktion direkt in Ihr Postfach.

    Zum Newsletter anmelden →

    KI spielt tragende Rolle

    Bei Strelen spielt künstliche Intelligenz bei der Auswertung der Daten eine tragende Rolle. Auf der Ebene der Bildverarbeitung eröffnet die KI neue Möglichkeiten für die optische Zeichenerkennung (OCR) und die automatische Prüfung von Verpackungsgrafiken. Moderne Algorithmen auf Basis tiefer neuronaler Netze ermöglichen eine hohe Geschwindigkeit und Genauigkeit bei der Erkennung und Interpretation von Daten. Wo traditionelle Ansätze an ihre Grenzen stoßen, können die KI-gestützten Verfahren selbst fehlerhafte oder schwer lesbare Inhalte sicher identifizieren.

    Darüber hinaus geht der Nutzen von KI weit über die eigentlichen Prüfaufgaben hinaus. Ein zentraler Faktor für 0 % Fehler in der Produktion ist die Integration von IT-Schnittstellen. Hier hilft die KI dabei, menschliche Fehler bei der Bedienung oder Datenverwaltung zu minimieren. Beispielsweise stellen KI-gestützte Plausibilitätsprüfungen sicher, dass ein Mindesthaltbarkeitsdatum nicht nur korrekt formatiert ist, sondern auch sinnvoll zu den Produkteigenschaften passt. Weitere Überprüfungen betreffen die Richtigkeit von Chargennummern, die Sprachübereinstimmung der Inhaltsangaben oder die Konsistenz von Recyclinghinweisen. Durch die Auswertung von Produktionsdaten und Fehlermustern lernt die KI kontinuierlich dazu, wodurch das System über die Zeit immer besser wird.

    Einsatz in der Fleischindustrie

    Die Komplexität der Verpackungs- und Kennzeichnungsprüfung zeigt sich besonders eindrucksvoll in der Fleischindustrie. Hier stehen Unternehmen vor der Herausforderung, eine Vielzahl unterschiedlicher Produkte mit spezifischen Verpackungsanforderungen zu versehen. Unterschiedliche Kunden verlangen unterschiedliche Etiketten, und auf diesen müssen zahlreiche Informationen abgebildet werden: von Haltbarkeits- und Chargenangaben über Inhaltsstoffe und Allergene bis hin zu Recyclinghinweisen und Herkunftsangaben.

    Ein Betrieb mit beispielsweise 15 Verpackungsmaschinen, von denen die meisten älter und nicht optimal für 100-%-Inline-Kontrollen ausgelegt sind, steht hier vor erheblichen Herausforderungen. Der Versuch, innerhalb kürzester Zeit auf allen Linien eine lückenlose Kontrolle aller relevanten Daten zu implementieren, ist nahezu unmöglich. In der Praxis hat sich gezeigt, dass ein schrittweiser Ansatz effektiver ist.

    So können zunächst nur einzelne Bausteine der Safe-Ident-Software eingeführt werden. Diese prüfen zwar nicht jede Verpackung, bieten jedoch zuverlässige Ergebnisse und können schnell und kostengünstig implementiert werden. Ein solcher Ansatz erkennt bis zu 95 % aller möglichen Fehler und 100 % aller kritischen Fehler. In einem zweiten Schritt können gezielte Inline-Kontrollen eingeführt werden, um verbleibende Risiken zu minimieren.

    Auch kombinierte Kontrollmethoden können helfen, möglichst viele Fehler in der Kennzeichnung zu entdecken. So werden im Wareneingang stichprobenartig vorgedruckte Etiketten auf Inhalts- und Nährwertangaben geprüft. Inline werden dann während der Produktion lediglich kritische Daten, die in der Linie über Drucker aufgebracht werden, wie Haltbarkeit und Charge überwacht sowie die richtige Verwendung der Verpackungsmaterialien sichergestellt. Dieser hybride Ansatz verbindet Effizienz mit hoher Sicherheit und vermeidet gleichzeitig die hohen Kosten und technischen Hürden einer flächendeckenden 100-%-Kontrolle.

    Strelen Control Systems GbmH, Büttelborn

    Autor: Stephan Strelen

    Geschäftsführer,

    Strelen Control Systems

    Hygienic Design in der Lebensmittelproduktion: Grundlagen, Normen und Praxis
    Technik

    Hygienic Design in der Lebensmittelproduktion: Grundlagen, Normen und Praxis

    1. Oktober 2026

    Hygienic Design bezeichnet die konstruktive Gestaltung von Maschinen, Anlagen und Bauteilen so, dass mikrobiologische, chemische und physikalische Kontaminationen systematisch verhindert werden. Dieser Fachartikel…

    MULTIVAC gewinnt Deutschen Verpackungspreis mit Cooling@Packing
    Technik

    MULTIVAC gewinnt Deutschen Verpackungspreis mit Cooling@Packing

    29. September 2026

    MULTIVACs Cooling@Packing-System integriert den Kühlprozess von Backwaren in eine Tiefzieh-Verpackungsmaschine und wurde mit dem Deutschen Verpackungspreis ausgezeichnet.