In der Lebensmittelindustrie sind fehlerhafte Kennzeichnungen nicht nur ärgerlich, sondern können auch teure Rückrufaktionen und Vertragsstrafen nach sich ziehen. Moderne Bildverarbeitung, KI und IT-Integration helfen dabei, Fehler bei der Kennzeichnung schnell zu erkennen und Fehlerquellen effektiv zu beseitigen.
Verbraucher erwarten transparente Informationen über Inhaltsstoffe, Allergene, Haltbarkeiten und Herkunft von Lebensmitteln. Diese Informationen werden auf Etiketten oder Verpackungen in Form von Texten, maschinenlesbaren Codes, Grafiken und Symbolen angebracht. Doch die Vielzahl an Produktvarianten und Verpackungsmaterialien birgt Fehlerpotenzial: Druckfehler, fehlende Informationen, falsche Sprachen oder vertauschte Materialien können erhebliche Folgen haben. Neben hohen Kosten durch Vertragsstrafen und Rückrufaktionen steht auch die Reputation der Hersteller auf dem Spiel.
Moderne industrielle Bildverarbeitung wie Safe-Ident von Strelen schafft hier Abhilfe und Sicherheit. Die Software umfasst u. a. Module für folgende Kontrollmaßnahmen:
- Optische Zeichenerkennung (OCR): Mithilfe von Digitalkameras können Texte auf Verpackungen automatisch erkannt und interpretiert werden. Deep-Learning-Algorithmen sorgen hier für besonders präzise Ergebnisse
- Codelesen: Barcodes und 2D-Codes auf Verpackungen werden erfasst und auf ihre Richtigkeit überprüft
- Pattern-Matching: Grafiken und Symbole werden erkannt und mit vorgegebenen Mustern verglichen
- Inline- und Stichprobenkontrollen: Während die Inlinekontrolle 100% der Produkte überprüft, bietet die Stichprobenkontrolle eine kostengünstigere Alternative mit hoher Flexibilität.
Die integrierte Software Safe-Ident Label beispielsweise kennt die zu einem Produkt gehörenden relevanten Texte, Grafiken und Codes. Außerdem ist sie mit einem Interface zur ERP- oder Leitsoftware ausgestattet und kann so die tagesaktuellen variablen Daten (Haltbarkeitsdaten, Chargennummern) automatisch abrufen und prüfen. Die Prüfergebnisse dienen nicht nur zur Freigabe, sondern werden auch automatisch dokumentiert und archiviert
Rolle der IT-Integration
Ein häufig unterschätzter Faktor für die erfolgreiche Vermeidung von Etikettier- und Kennzeichnungsfehlern ist die Integration der Lösung in die bestehende IT-Umgebung. Damit Fehlerursachen nicht vom Lieferanten, Drucker oder Qualitätsbeauftragten auf den Maschinenbediener verlagert werden, darf eine erfolgreiche Vermeidungsstrategie nicht auf manuellen Sollwert- oder Prüfvorgaben basieren, sondern erfordert nahtlose IT-Integration. Produktionssteuerungs- und ERP-Systeme liefern die notwendigen Prüfdaten und minimieren manuelle Eingriffe. Diese automatisierten Prozesse verhindern Bedienfehler und sorgen für höhere Genauigkeit.




