Leistungsfähigere Lager
Manuelle und automatisierte Flurförderzeuge arbeiten mithilfe von KI-Technologie perfekt orchestriert zusammen. Davon profitieren vor allem Betreiber großer Flotten. Denn intelligente Hard- und Software kombiniert mit immenser Rechenleistung sorgen dafür, dass jeder Prozess im Lager transparent wird und Aufträge durch permanente Simulation schneller, sicherer und flexibler erledigt werden können. „Maschinelles Lernen und neuronale Netze werden das Lager leistungsfähiger machen. Der Warendurchsatz steigt, manuelle und automatisierte Flotten lassen sich optimieren, das Personal effizienter einsetzen. Unter dem Strich führt das zu deutlichen Kostenersparnissen für die Unternehmen“, stellt Ulrike Just, Mitglied der Geschäftsführung von Linde MH, in Aussicht. „Mit der Entwicklung von Lösungen auf Basis von KI beschreiten wir neue Wege, um die Wettbewerbsfähigkeit unserer Anwender zu verbessern und ihren Materialfluss zukunftsfähig zu machen. Mit ersten großen Anwendern planen wir Pilotprojekte, denn für diese werden sich die damit verbundenen Investitionen besonders rechnen.“
Echtzeitlokalisierung schafft Transparenz
Bei der Strategie von Linde MH geht es in einem ersten Schritt darum, die manuellen Flurförderzeuge zu vernetzen. Dafür entwickelt der Intralogistiker aktuell ein System zur Echtzeitlokalisierung, das sowohl innerhalb von Lagerhallen als auch außerhalb von Gebäuden funktioniert. Es ermöglicht die lückenlose Standortverfolgung eines jeden Fahrzeugs und nutzt dafür die innovative „low infrastructure“-Ultra-Breitband-Technologie. Über ein intelligentes Display erhalten die Fahrer Anweisungen zur Navigation durch das Lager oder bekommen neue bzw. geänderte Fahraufträge mitgeteilt. Dabei kombiniert das System Standort- mit Fahrzeugdaten, wie beispielsweise den Lenkwinkel. Auf diese Weise kann die Route in Echtzeit angepasst werden, wenn beispielsweise an Fahrwegen zu viel Verkehr und damit Zeitverlust entstehen sollte.
Irgendwann geht es nur noch mit KI
Die abgestimmte Zusammenarbeit und Routenoptimierung zwischen manuellen und automatisierten Flurförderzeugen stellen – im zweiten Schritt – jedoch aufgrund der wachsenden Komplexität wesentlich höhere Anforderungen an die Rechenleistung von Computern. „Wenn 100 oder mehr Fahrzeuge koordiniert werden sollen, gelingt das nur mit einer übergeordneten Intelligenz und einer Hardware, die derart große Datenmengen verarbeiten kann“, erklärt Ron Winkler, Managing Director der Digital Business Unit von Linde MH. „Hier kommt die KI der Omniverse-Plattform ins Spiel. Es wird ein digitaler Zwilling des Lagers aufgebaut, ein virtuelles 1:1-Abbild der physischen Realität.“ In diesem digitalen Zwilling lassen sich in Sekundenbruchteilen Simulationen rechnen. Entweder zur Optimierung von Fahrwegen und zur optimalen Koordination von AMRs sowie manuellen Flurförderzeugen oder um Optimierungen in bestehenden Lagerlayouts zu erzielen.




