Einen außerordentlich großen Zuspruch haben die von der Deutschen Landwirtschaftsgesellschaft (DLG) und der Kölnmesse initiierten ersten Kölner FoodTec Tage erfahren. Der gemeinsam mit der Bundesvereinigung der Deutschen Ernährungsindustrie (BVE), der Gesellschaft Deutscher Lebensmitteltechnologen (GDL) und dem International Food Information Service (IFIS) durchgeführte Kongreß hat mit 650 Teilnehmern die Erwartungen der Veranstalter deutlich übertroffen.
Die Lebensmitteltechnologie erweist sich immer mehr als ein wichtiger Bestandteil von Produktinnovationen für die Unternehmen der Ernährungswirtschaft. Ihre Bedeutung haben zwei wegweisende Innovationen aus dem Bereich Fleischwirtschaft bestätigt, die im Rahmen der Veranstaltung mit einem European FoodTec Award ausgezeichnet wurden. Der Osnabrücker Fleischwarenhersteller Bedford erhielt diese Auszeichnung zusammen mit der Linde AG, Werksgruppe Technische Gase (Höllriegelskreuth bei München), für die Schinkenreifung in einer Aromaschutzkammer. Das Lidl-Fleischwerk in Neckarsulm wurde für den Robotereinsatz bei der Verpackung von Würsten in Naturdärmen ausgezeichnet.
Im Innovationsprozeß der Lebensmittelindustrie spielt die Sensorik eine immer größere Rolle, sie ist für die Akzeptanz der Produkte mit ausschlaggebend. Die außerordentliche Resonanz zu dem von der DLG organisierten Sensorik-Forum hat dies eindrucksvoll bestätigt. Den Standort und den unterschiedlichen Stellenwert in den verschiedenen Ländern haben Diskussionsbeiträge von deutschen, italienischen und amerikanischen Referenten aus Unternehmen und Wissenschaft aufgezeigt.
Die sensorische Beurteilung findet vor allem in der Forschung und Entwicklung sowie in der Qualitätssicherung Anwendung. Starke Interaktionen bestehen zu den Bereichen Produktentwicklung und Marketing. Die Frage, wie moderne Sensorik in Unternehmen erfolgreich aufgebaut und richtig eingeordnet werden kann, gewinnt gerade für den Mittelstand an Bedeutung. In Zukunft werden zunehmend auch „elektronische Nasen“, bei denen menschliche Sinnesorgane durch Geräte ergänzt werden, eingesetzt. Der derzeitige Stand und die Trends bei der Entwicklung dieser Geräte wurden aufgezeigt. Die intensive Diskussion verdeutlichte den Wunsch der Anwender, die bestehende Lücke zwischen wissenschaftlichen Erkenntnissen und deren Umsetzung in Prüfmethoden und Anwendungen in die Praxis zu schließen.
Die Erwartungen der Verbraucher an die Qualität der Lebensmittel standen im Mittelpunkt der Vorträge des GDL-Kongresses. Ausgehend von einem geänderten Ernährungsverhalten der Bevölkerung erläuterten Referenten aus Wissenschaft und Praxis die Anstrengungen und Erfolge der Lebensmittelindustrie den gestiegenen Verbraucheranforderungen gerecht zu werden. Neue schonende Verfahren in der Lebensmittelproduktion wurden dabei ebenso vorgestellt wie Möglichkeiten der Qualitätserhaltung und -verbesserung.




