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    Komplexe Anforderungen intelligent bewältigen
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    Technik

    Komplexe Anforderungen intelligent bewältigen

    Die gesetzeskonforme Kennzeichnung in industriellen Verpackungsprozessen soll präzise, sicher und effizient sein. Was sich so einfach liest, erfordert
    Veröffentlicht
    14. Februar 2017
    Lesezeit
    4 Minuten
    Rubrik
    Technik

    Die Anforderungen an eine moderne Verpackungskennzeichnung sind komplex. Die Informationsdichte der Codes steigt ebenso wie die Zahl der Produktinformationen. Gleichzeitig reduziert sich infolge kleinerer Packungsgrößen die Fläche, auf der die Daten platziert werden können. Auch bei häufigen Formatwechseln und hohem Ausstoß muss jedes einzelne Etikett mit korrekten und lesbaren Angaben an der richtigen Stelle auf das entsprechende Produkt aufgebracht werden. Dies gelingt nur durch einen automatisierten Kennzeichnungsprozess und intelligente Technik.

    In der Vergangenheit musste der Etikettensensor eines Etikettenspenders per Abgleichfunktion bei jedem Etikettenwechsel auf das jeweilige Etikett eingestellt werden – auch wenn dieses bereits bekannt war. Heute kommunizieren intelligente Etikettensensoren direkt mit der Maschinensteuerung. Die entsprechenden Daten werden dort zentral abgelegt und stehen beim Laden des Rezeptes direkt zur Verfügung. Der Bediener selbst muss nicht mehr eingreifen.

    Auch Sensoren für die Etikettenanwesenheit wie Lumineszenz-, Farb- und Kontrastsensoren sowie Barcodesensoren werden inzwischen als intelligente Sensoren ausgeführt. Sie lassen sich per Software einlernen und die ermittelten Parameter produktspezifisch im jeweiligen Rezept speichern.

    Neben intelligenten Sensoren tragen auch Softwarelösungen wie die Etikettenvorschau oder das Clipboard für die Einstellwerte der Positioniereinrichtungen zu mehr Sicherheit und einer einfacheren Bedienung bei.

    Im Fall der Etikettenvorschau kann das Bild des Etiketts über einen USB-Stick auf das Bedienterminal geladen werden. Dieses Bild wird dann dem richtigen Etikettenspender zugeordnet und im Rezept abgespeichert. Etikettiert ein Anwender beispielsweise eine Packung von oben und von unten und bringt zusätzlich ein Aktionsetikett mit einem zweiten Etikettenspender von oben auf die Packung, werden die Bilder aller drei Etiketten auf das HMI geladen und dem Spender 1, 2 und 3 präzise zugeordnet. Auf diese Weise werden sie im Rezept abgespeichert. Sobald der Bediener das Rezept aufruft, erscheint auf dem Display die entsprechende Etikettenvorschau und erleichtert die Auswahl des richtigen Etiketts – vor allem, wenn mehrere Etikettenspender auf einer Maschine mit häufigem Chargenwechsel eingesetzt sind.

    Mit verschiedenen Verstelleinrichtungen können Etikettenspender von Multivac Transportbandetikettierern auf unterschiedliche Produkthöhen, -größen und -formen eingestellt werden. Die Einstellung erfolgt über Handräder mit Positionsanzeigen. Ist der Etikettenspender einmal auf ein bestimmtes Produkt eingestellt, so müssen die Einstellwerte dieser Positionsanzeigen festgehalten werden. Bei Etikettierern mit HMI 2.0 können die Eingabe sowie die Zuordnung der Werte zu einem bestimmten Rezept direkt am Bedienterminal erfolgen. Sobald das Rezept aufgerufen wird, muss der Bediener lediglich die Werte vom Clipboard ablesen und am Etikettierer einstellen. So lassen sich Etikettierergebnisse exakt reproduzieren und falsch positionierte Etiketten vermeiden.

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    Bei einem Chargenwechsel können die Druck- und Auftragsinformationen über einen einzigen Scan erfasst und an mehrere Drucker auf der Linie weitergegeben werden. Praktisch sieht das so aus, dass ein Barcode-Scanner über eine USB-Schnittstelle an das HMI angeschlossen wird. Der Bediener erhält einen Chargenzettel mit einem Code, in dem das richtige Layout und die Druckdaten verschlüsselt sind. Der Code wird eingescannt, vom HMI entschlüsselt und Layout sowie Daten werden an die Drucker geschickt.

    Easy Connect von Multivac umfasst die automatisierte Verknüpfung und Steuerung einzelner Komponenten einer Verpackungslinie durch eine übergeordnete Rezeptverwaltung. Damit kann bei der Einrichtung einer Verpackungslinie für ein Produkt am Bedienterminal HMI 2.0 ein Rezept erstellt und gespeichert werden. Es enthält alle Parameter, die für das Produkt an der Linie einzustellen sind. Bei wiederkehrenden Produktionsaufträgen kann das System automatisch die entsprechenden Konfigurationen an den einzelnen Linienkomponenten aufrufen. So lassen sich die Interaktionen zwischen Mensch und Maschine – und damit mögliche Fehlerquellen – auf ein Minimum reduzieren. Der Anwender muss nicht mehr alle spezifischen Parametereinstellungen und Konfigurationen an allen Linienkomponenten vornehmen und bei Produktwechsel jeweils auf das neue Produkt umstellen.

    Besonders deutlich zeigen sich die Vorteile dieser übergeordneten Rezeptverwaltung, wenn die Etiketten auf einem Transportbandetikettierer mit vollständig in das HMI 2.0 integrierten Thermotransferdruckern bedruckt werden. Die Drucklayouts lassen sich komfortabel für jedes Produkt über einen USB-Stick in das HMI 2.0 laden und zentral speichern. Alternativ können sie über eine optionale OPC-Schnittstelle am HMI aus dem Anwendernetzwerk übernommen werden. Beim Aufruf eines bestimmten Rezepts wird automatisch das richtige Drucklayout in der richtigen Sprache, mit dem richtigen Barcode, den richtigen Produktionsdaten und der richtigen Zutatenliste an jeden Drucker übermittelt und aktiviert. Zudem kann die Mindesthaltbarkeit automatisch berechnet werden. Der Kennzeichnungsprozess beschleunigt sicht damit nicht nur, sondern er wird auch deutlich sicherer.

    www.prozesstechnik-online.deSuchwort: dei0217multivac

    Marketing, Multivac

    Interpack 2017 

    Auf der Interpack 2017 präsentiert Multivac Marking & Inspection sein breites Spektrum leistungsfähiger Transportbandetikettierer in Halle 5, Stand E23. Den kostengünstigen Einstieg für einfache Etikettieraufgaben bietet der Baseline-L-300. Komplexe Anforderungen an die Etikettierung von Trays, Kartons, Becher und Tiefziehverpackungen bewältigt der für höhere Leistungsbereiche ausgelegte L 310. Dank des modularen Aufbaus ermöglicht das System eine flexible Anpassung an unterschiedlichste Produkte und Packungen. Exemplarisch zeigt das Unternehmen den L 310 innerhalb einer automatischen Traysealerlinie für die C-förmige Überecketikettierung der Trays. Das Etikett wird hierbei auf der Oberseite der Packung platziert, um die Stirnseite gelegt und auf der Unterseite angedrückt. Am Traysealer T 300 H ist der Transportbandetikettierer L 310 mit einem Druckluftapplikator ausgestattet, der über einen Luftstoß ein Aktionsetikett auf den Boden der Skinverpackung appliziert.

    Speziell zur Etikettierung von Aufschnittpackungen stellt Multivac den in eine Tiefziehverpackungslinie eingebundenen L 330 in Hygieneausführung vor. Bei dieser Lösung werden die Packungen in seitlichen Zahnriemenführungen transportiert, sodass sie für eine optische Inspektion und die Kennzeichnung besonders gut zugänglich sind.

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