Die Anforderungen an eine moderne Verpackungskennzeichnung sind komplex. Die Informationsdichte der Codes steigt ebenso wie die Zahl der Produktinformationen. Gleichzeitig reduziert sich infolge kleinerer Packungsgrößen die Fläche, auf der die Daten platziert werden können. Auch bei häufigen Formatwechseln und hohem Ausstoß muss jedes einzelne Etikett mit korrekten und lesbaren Angaben an der richtigen Stelle auf das entsprechende Produkt aufgebracht werden. Dies gelingt nur durch einen automatisierten Kennzeichnungsprozess und intelligente Technik.
In der Vergangenheit musste der Etikettensensor eines Etikettenspenders per Abgleichfunktion bei jedem Etikettenwechsel auf das jeweilige Etikett eingestellt werden – auch wenn dieses bereits bekannt war. Heute kommunizieren intelligente Etikettensensoren direkt mit der Maschinensteuerung. Die entsprechenden Daten werden dort zentral abgelegt und stehen beim Laden des Rezeptes direkt zur Verfügung. Der Bediener selbst muss nicht mehr eingreifen.
Auch Sensoren für die Etikettenanwesenheit wie Lumineszenz-, Farb- und Kontrastsensoren sowie Barcodesensoren werden inzwischen als intelligente Sensoren ausgeführt. Sie lassen sich per Software einlernen und die ermittelten Parameter produktspezifisch im jeweiligen Rezept speichern.
Neben intelligenten Sensoren tragen auch Softwarelösungen wie die Etikettenvorschau oder das Clipboard für die Einstellwerte der Positioniereinrichtungen zu mehr Sicherheit und einer einfacheren Bedienung bei.
Im Fall der Etikettenvorschau kann das Bild des Etiketts über einen USB-Stick auf das Bedienterminal geladen werden. Dieses Bild wird dann dem richtigen Etikettenspender zugeordnet und im Rezept abgespeichert. Etikettiert ein Anwender beispielsweise eine Packung von oben und von unten und bringt zusätzlich ein Aktionsetikett mit einem zweiten Etikettenspender von oben auf die Packung, werden die Bilder aller drei Etiketten auf das HMI geladen und dem Spender 1, 2 und 3 präzise zugeordnet. Auf diese Weise werden sie im Rezept abgespeichert. Sobald der Bediener das Rezept aufruft, erscheint auf dem Display die entsprechende Etikettenvorschau und erleichtert die Auswahl des richtigen Etiketts – vor allem, wenn mehrere Etikettenspender auf einer Maschine mit häufigem Chargenwechsel eingesetzt sind.
Mit verschiedenen Verstelleinrichtungen können Etikettenspender von Multivac Transportbandetikettierern auf unterschiedliche Produkthöhen, -größen und -formen eingestellt werden. Die Einstellung erfolgt über Handräder mit Positionsanzeigen. Ist der Etikettenspender einmal auf ein bestimmtes Produkt eingestellt, so müssen die Einstellwerte dieser Positionsanzeigen festgehalten werden. Bei Etikettierern mit HMI 2.0 können die Eingabe sowie die Zuordnung der Werte zu einem bestimmten Rezept direkt am Bedienterminal erfolgen. Sobald das Rezept aufgerufen wird, muss der Bediener lediglich die Werte vom Clipboard ablesen und am Etikettierer einstellen. So lassen sich Etikettierergebnisse exakt reproduzieren und falsch positionierte Etiketten vermeiden.




