Ein Lohnproduzent für hochwertige Nahrungsergänzungsmittel benötigte eine Trocknung für die Extraktion von Quinoa. Mit der Kondensationstrocknung auf Wärmepumpenbasis fand er eine Lösung, die einen höheren Durchsatz ermöglichte, reproduzierbar ist und zusätzlich sehr energieeffizient arbeitet.
Der Lohnproduzent stand vor der Aufgabe, angekeimtes Quinoa zu trocknen, um anschließend eine Extraktion vornehmen zu können. Dieser extrahierte Bestandteil wird weiter zu einem Nahrungsergänzungsmittel verarbeitet und muss hierfür getrocknet werden. Für die Trocknung war bisher ein Heißluftofen im Einsatz, der die erforderliche Kapazität nicht mehr erzielte, zu viel Energie benötigte und auch nicht die gewünschte Prozesssicherheit bot. So sah sich der verantwortliche Projektleiter nach einem geeigneten Alternativverfahren um. Eine entsprechende Empfehlung bekam er von einem befreundeten Unternehmen, das für die Entfeuchtung von Apfelringen und -trester seit Jahren die Kondensationstrocknung auf Wärmepumpenbasis nutzt. Dieses Niedertemperaturverfahren des Allgäuer Unternehmens Harter arbeitet sehr energie- und CO2-sparend, weshalb Kunden aus der D-A-CH-Region dafür Fördergelder in Höhe von 40 % des Auftragsvolumens beantragen können. Da die Technologie für den spezialisierten Dienstleister sehr vielversprechend klang, nahm er Kontakt mit Harter auf. Die große Frage war natürlich, ob der Trocknerhersteller die sehr konkreten Anforderungen des Interessenten würde erfüllen können.
Versuche bringen Klarheit
Im unternehmenseigenen Technikum von Harter haben Anwender die Möglichkeit, ihrer Produkt auf Machbarkeit in Sachen Entfeuchtung testen zu lassen. Dort werden die Parameter für eine erfolgreiche Trocknung ermittelt. Sie bilden die Grundlage für die Konzeption der richtigen Lösung für die jeweilige Anwendung.
Auch für die Trocknung des Quinoa nahm sich der Labortechniker bei Harter viel Zeit, testete die Trocknungseigenschaften des Produkts und brachte sein langjähriges Wissen ein. Die Ergebnisse der Versuchsreihen waren durchweg positiv. Zusätzlich nahm der Interessent noch eine weitere Möglichkeit in Anspruch und bestellte eine Leihanlage zu sich vor Ort. Hier führte er, nach Einweisung eines Technikers, für zwei Wochen selbst Versuche durch und testete das Quinoa nochmals unter verschiedenen Bedingungen. Vor allem die Temperatur spielte hier eine große Rolle. Diverse Temperaturschritte zwischen 50 und 75 °C testeten sowohl Harter als auch der Kunde intensiv. Unter Einhaltung des gewünschten Durchsatzes ergab sich hieraus eine finale Trocknungstemperatur von 60 °C.
Qualität und Sicherheit
Die Trocknungssysteme von Harter bestehen zum einen immer aus einer Trockenkammer, die, je nach Anwendung, unterschiedlichste Ausführungen hat. Zum anderen ist ein Entfeuchtungsmodul Teil des Systems. Es bereitet die erforderliche Prozessluft auf und ist auch für den Kondensationsprozess verantwortlich. Dieses Airgenexfood-Modul ist immer über eine isolierte Verrohrung mit der Trockenkammer verbunden. Es kann in direkter Verbindung zur Kammer oder, aus Platzgründen, auch beispielsweise in einem anderen Stockwerk installiert werden.




