Durch die logisch aufgebaute Organisationsstruktur bietet ProfiSignal-Prozessautomatisierung eine Komplettlösung für die unterschiedlichsten Aufgabenstellungen (Bild 1). Sowohl Einzelplatzlösungen als auch abteilungs- und werksübergreifende Lösungen und große Applikationen lassen sich auf einfache Art und Weise realisieren. Umfangreiche Aufgaben werden in Projekte und Anwendungen gegliedert. Anwendungen können Produktprüfungen, Versuchsaufbauten, Reihenversuche in Chemielabors, Turbinensätze, Rührwerke usw. sein. Wesentlich ist, dass jedes Projekt und jede Anwendung eine unabhängige Einheit darstellt (Bild 2).
Um eine Aufgabenstellung in ein Projekt bzw. eine entsprechende Anwendung umzusetzen, wird ProfiSignal-Prozessautomatisierung im Entwicklungsmodus gestartet. Hier erfolgt die Umsetzung der Aufgabenstellung in ein Programm. Es stehen verschiedene Schaubilder zur Verfügung:
- Visuschaubilder zum Bedienen und Beobachten des Prozesses im Laufzeitmodus
- Parameterschaubilder zur Eingabe und Auswahl von Prüf- und Chargendaten
- Strukturschaubilder zur Gliederung, Übersicht und Navigation bei der Erstellung der Aufgabe
Nach dem Erstellen der Schaubilder wird der erforderliche Programmcode für die einzelnen Prozeduren interaktiv erstellt. Schritt für Schritt erfolgt somit logisch und prozess-äquivalent die Umsetzung einer Aufgabe in ein Programm.
Auch die Ausgabe von Reports in kontinuierlichen und Batch-Prozessen ist eine wichtige Forderung an ein Datenerfassungs-Automatisierungssystem. Diese lassen sich in der Entwicklungsumgebung auf einfache Art und Weise zusammenstellen. Sind alle benötigten Funktionen für die Automatisierungsaufgabe konfiguriert, ist es möglich, durch Wechseln in den Laufzeitmodus das Projekt bzw. die Anwendung zu starten. Die Laufzeitumgebung ist mittels Passwortschutz verriegelbar.
Visuschaubilder bilden die Prozess-Bediener-Schnittstelle im Laufzeitmodus (Bild 3). Diese lassen sich in der Entwicklungsumgebung auf einfache Art und Weise erstellen. Im ersten Schritt wird der Prozess oder z. B. die Anlage als Grafik oder als Foto auf den Hintergrund gelegt. Per Drag and drop erfolgt danach die Platzierung der gewünschten Bedien- und Darstellungsobjekte auf dem Bildschirm. Jedes Objekt ist hierbei durch die objektspezifischen Eigenschaften beschrieben und abänderbar. Gerade bei diskontinuierlichen Prozessen (Batch-Prozessen) ist eine Eingabemöglichkeit sehr wichtig. Hierzu dient das Parameterschaubild. Rezepte, Prüfdaten, Chargendaten und betriebliche Vorgaben lassen sich so auf einfache Weise editieren.
Während ein Visualisierungsschaubild den Prozess bzw. die Anlage oder Maschine grafisch darstellt und auch manuelle Eingriffe in den Prozess erlaubt, wird der zu automatisierende Prozessablauf im Strukturschaubild dargestellt. Inhalt des Strukturschaubildes sind spezielle Bausteine, die nach festgelegten Regeln miteinander verknüpft werden. Somit lässt sich auch eine komplexe Automatisierungsaufgabe in Form übersichtlicher Bausteine strukturieren. Grundsätzlich hat jede Anwendung ein Start- und mindestens ein End-Symbol. Dazwischen spielt sich der Prozess ab. In vertikaler Richtung werden die Ablaufprozeduren eingefügt. Diese beschreiben den Prozess in chronologischer Abfolge. Demnach kann auch immer nur eine Ablaufprozedur aktiv sein. Funktionsprozeduren arbeiten parallel zu Abläufen und werden daher auch horizontal verknüpft. Hierbei können auch mehrere Funktionsprozeduren gleichzeitig aktiv sein, z. B. das Befüllen eines Behälters mit zwei verschiedenen Komponenten.




