Das zu verlesende Produkt wird mit Hilfe einer Vibrationsrinne auf einem schnell laufenden Transportband verteilt und auf eine Geschwindigkeit von ca. 3 m/s beschleunigt. Das laser- und kamerabasierte Mira-Sortiersystem kann mit bis zu vier Prüfzonen ausgestattet werden. Zwei davon kann man oberhalb des Transportbandes positionieren, wo Kameras das Produkt kontrollieren. Die dritte Zone ist über einer Referenztrommel angeordnet. Hier wird das Produkt im freien Fall unter Einsatz von Lasertechnik überprüft.
Die vierte Kontrollzone stellt das Full-Surround-View-Modul (FSV) dar. Es besteht aus zwei CCD-Kameras (monochromatisch oder Farbkameras), die mit Hilfe von Spiegeln gegen eine Referenzplatte oder gegen Hintergrundlicht scannen. Das Modul verfügt über eine vollautomatische CIP-Vorrichtung. Sie gewährleistet, dass die Systemkomponenten während der Produktion nicht verschmutzen. Die Kameras sind seitlich an der Maschine angeordnet. Durch diese Anordnung lässt sich die Verschmutzung der Kameras auf ein Mindestmaß reduzieren. Außerdem ist die Einheit so leicht zugänglich.
Das Funktionsprinzip der Mira-Sortiergeräte mit Full-Surround-View-Modul ist denkbar einfach: Die CCD-Kameras bzw. Laser übermitteln ihre Daten an einen leistungsfähigen Rechner. Er verarbeitet die eingehenden Daten. Erkennt das System fehlerhafte Produkte oder Fremdkörper, werden zeitlich koordiniert Luftdüsen aktiviert. Sie blasen die Schlechtprodukte auf ein Transportband (optional). Letzteres schleust die Schlechtprodukte aus der Anlage, während die Gutprodukte ohne Auslenkung weiter transportiert werden. Die Luftdüsen arbeiten schnell und exakt. Sie sind so angeordnet, dass das Risiko einer fehlerhaften Ausschleusung von Gutprodukten auf ein Minimum reduziert ist.
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