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    Konvektionstrockner nach Maß
    Bildquelle nicht angegeben
    Technik

    Konvektionstrockner nach Maß

    Ein süddeutsches Unternehmen bietet vier Bauarten von Konvektionstrocknern an. Sie finden in verschiedensten Bereichen der Lebensmittelindustrie Einsatz.
    Veröffentlicht
    01. Februar 2001
    Lesezeit
    4 Minuten
    Rubrik
    Technik

    Das Funktionsprinzip von Konvektionstrocknern ist einfach: Das zu trocknende Produkt wird mit heißer und trockener Luft umströmt. Die Lufttemperatur muss hoch genug sein, um dem Produkt möglichst viel Wasser zu entziehen. Andererseits darf es zu keinen thermischen Beeinträchtigungen des Produktes kommen. Generell gilt: Je niedriger die Lufttemperatur ist, desto mehr Luft wird zum Trocknen benötigt. Die Luftgeschwindigkeit darf allerdings nur so groß sein, dass das Produkt nicht von der Luft mitgerissen wird. Dieser Umstand verlängert die Trocknungszeit und beeinflusst die Trocknergröße und damit die Investitionskosten. Ein Unternehmen aus Massing bietet vier Bauarten von Konvektionstrocknern an:

    • klassische Flachtrockner

    • Bandtrockner

    • Schachttrockner mit Querbelüftung bzw. Kaskadentrockner

    • Trommeltrockner

    Die Flachtrockner bzw. Schub-Wende-Trockner bestehen im Wesentlichen aus einem feststehenden Siebboden, auf dem sich das zu trocknende Produkt in einer gewissen Schütthöhe befindet. Die Luft wird von unten durch den Siebboden und das Produkt geführt. Sie durchströmt das Produkt in seiner gesamten Schütthöhe. Die feuchtigkeitsbeladene Abluft gelangt in die Umgebung oder wird via Absauggebläse abgeführt.

    In den Flachtrocknern dieses Herstellers ist zusätzlich ein Schub-Wendewerk installiert, das kontinuierlich das Produkt vorwärts bewegt und dabei umwälzt. Zum einen können die Schub-Wende-Trockner diskontinuierlich eingesetzt werden: Eine Trocknerfüllung wird vollständig auf die gewünschte Endfeuchte gebracht und verlässt an-schließend die Anlage. Das Wendewerk wälzt das Produkt um und erleichtert die Entleerung der Anlage. Zum anderen lassen sich die Schub-Wende-Trockner als Durchlauftrockner, d.h. kontinuierlich nutzen. Auf der einen Seite wird zu trocknendes Produkt auf das Sieb gebracht, auf der anderen Seite des Trockners erfolgt die Produktabgabe. Die Produktförderung und Umwälzung übernimmt das Schub-Wende-Werk.

    Bewährt haben sich die Flachtrockner bei der Verarbeitung von nicht rieselfähigen Produkten, beispielsweise von Kräutern oder Kürbiskernen.

    Es gibt wohl kaum ein Produkt, das nicht auf einem Bandtrockner aufgearbeitet werden könnte. Auf diesen Anlagen lassen sich nicht rieselfähige, klebrige oder mechanisch empfindliche Produkte problemlos trocknen.

    Ähnlich wie beim Flachtrockner erfolgt die Belüftung des zu trocknenden Produktes durch Öffnungen im Band. Im Unterschied zum Flachtrockner liegt das Gut auf dem Band. Es transportiert das Gut durch den gesamten Bandtrockner. In Abhängigkeit von der gewünschten Kapazität und den vorhandenen Platzverhältnissen kann die Anlage als Ein-, Zwei- oder Mehrbandtrockner ausgeführt sein. Die Bandgeschwindigkeit und Schütthöhen richten sich nach den individuellen Produkteigenschaften. Begrenzender Faktor für die Einsetzbarkeit dieser Trockner ist die Korngröße der zu behandelnden Produkte. Sie muss größer sein als die Maschenweite oder der Lochdurchmesser des Bandes. Selbst Produkte, die sehr leicht agglomerieren, lassen sich mit Bandtrocknern aufarbeiten.

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    Hervorzuheben ist ferner die Kombinationsbreite in punkto Luftführung und Lufteigenschaften: Die Luft kann mit unterschiedlichen Temperaturen und Strömungsgeschwindigkeiten durch den Trockner geführt werden. Außerdem ist eine alternierende Ober- und Unterbelüftung an verschiedenen Bandzonen möglich.

    Bei der Trocknung von rieselfähigen Schüttgütern haben sich die Schacht- oder Vertikaltrockner dieses süddeutschen Unternehmens einen festen Platz erobert. Sie dienen beispielsweise zur Trocknung von Getreide, Körnermais, Ölsaaten etc. Das zu trocknende Produkt durchläuft die Anlage von oben nach unten, wobei die Trockenluft durch die Schüttung strömt. Einfache Schachttrockner, sogenannte Querbelüfter, bestehen aus vertikal parallel angeordneten Lochblechen, zwischen denen sich das Produkt befindet. Die trockene Luft strömt durch das warmluftseitige Lochblech und anschließend durch das Produkt. Die feuchtigkeitsbeladene Abluft verlässt die Anlage über das gegenüberliegende Lochblech.

    Produktschonender ist der Kaskadentrockner. Die Trockenluft wird über dächerförmige Kanäle im Produkt verteilt. Die Kaskaden sind so angeordnet, dass zwischen Zu- und Abluftdach eine virtuelle Schütthöhe des Produktes entsteht, die über den ganzen Trockner konstant ist. Durch den Durchlauf des Produktes und den ständigen Wechsel der Belüftungsrichtung erfährt jedes einzelne Produktteilchen eine gleichmäßige und schonende Trocknung. In der Regel stehen Kaskadentrockner aufgrund ihrer Baugröße im Freien. Diesem Umstand trägt der Hersteller Rechnung, indem er seine Anlagen in entsprechend widerstandsfähigen Werkstoffen, beispielsweise in Aluminiumlegierungen, ausführt.

    Sind sehr hohe Wasserverdampfungsleistungen notwendig, bietet sich der Einsatz von Trommeltrocknern an. Der Produkttransport innerhalb der rotierenden Trommel erfolgt über Schaufeleinbauten, den freien Produkt-überlauf sowie über die eingebrachte Luft. Je höher der Trocknungsgrad des Produktes ist, desto weiter trägt es der Luftstrom in Richtung Trockneraustrag. Diese Trockner zeichnen sich durch kurze Prozesszeiten und einen hohen Durchsatz aus. Ähnlich wie Bandtrockner eignen sich Trommeltrockner für eine Vielzahl von Produkten. Ihre Anschaffungskosten sind, bezogen auf die Leis-tung, etwa gleich hoch wie die von Bandtrocknern. Dem steht allerdings ein verhältnismäßig großer Energieaufwand gegenüber, so dass einer Entscheidung zu Gunsten eines Trommeltrockners eine genaue Betrachtung der zu verarbeitenden Produkte und der notwendigen Prozessparameter vorausgehen muss.

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