Das Funktionsprinzip von Konvektionstrocknern ist einfach: Das zu trocknende Produkt wird mit heißer und trockener Luft umströmt. Die Lufttemperatur muss hoch genug sein, um dem Produkt möglichst viel Wasser zu entziehen. Andererseits darf es zu keinen thermischen Beeinträchtigungen des Produktes kommen. Generell gilt: Je niedriger die Lufttemperatur ist, desto mehr Luft wird zum Trocknen benötigt. Die Luftgeschwindigkeit darf allerdings nur so groß sein, dass das Produkt nicht von der Luft mitgerissen wird. Dieser Umstand verlängert die Trocknungszeit und beeinflusst die Trocknergröße und damit die Investitionskosten. Ein Unternehmen aus Massing bietet vier Bauarten von Konvektionstrocknern an:
• klassische Flachtrockner
• Bandtrockner
• Schachttrockner mit Querbelüftung bzw. Kaskadentrockner
• Trommeltrockner
Die Flachtrockner bzw. Schub-Wende-Trockner bestehen im Wesentlichen aus einem feststehenden Siebboden, auf dem sich das zu trocknende Produkt in einer gewissen Schütthöhe befindet. Die Luft wird von unten durch den Siebboden und das Produkt geführt. Sie durchströmt das Produkt in seiner gesamten Schütthöhe. Die feuchtigkeitsbeladene Abluft gelangt in die Umgebung oder wird via Absauggebläse abgeführt.
In den Flachtrocknern dieses Herstellers ist zusätzlich ein Schub-Wendewerk installiert, das kontinuierlich das Produkt vorwärts bewegt und dabei umwälzt. Zum einen können die Schub-Wende-Trockner diskontinuierlich eingesetzt werden: Eine Trocknerfüllung wird vollständig auf die gewünschte Endfeuchte gebracht und verlässt an-schließend die Anlage. Das Wendewerk wälzt das Produkt um und erleichtert die Entleerung der Anlage. Zum anderen lassen sich die Schub-Wende-Trockner als Durchlauftrockner, d.h. kontinuierlich nutzen. Auf der einen Seite wird zu trocknendes Produkt auf das Sieb gebracht, auf der anderen Seite des Trockners erfolgt die Produktabgabe. Die Produktförderung und Umwälzung übernimmt das Schub-Wende-Werk.
Bewährt haben sich die Flachtrockner bei der Verarbeitung von nicht rieselfähigen Produkten, beispielsweise von Kräutern oder Kürbiskernen.
Es gibt wohl kaum ein Produkt, das nicht auf einem Bandtrockner aufgearbeitet werden könnte. Auf diesen Anlagen lassen sich nicht rieselfähige, klebrige oder mechanisch empfindliche Produkte problemlos trocknen.
Ähnlich wie beim Flachtrockner erfolgt die Belüftung des zu trocknenden Produktes durch Öffnungen im Band. Im Unterschied zum Flachtrockner liegt das Gut auf dem Band. Es transportiert das Gut durch den gesamten Bandtrockner. In Abhängigkeit von der gewünschten Kapazität und den vorhandenen Platzverhältnissen kann die Anlage als Ein-, Zwei- oder Mehrbandtrockner ausgeführt sein. Die Bandgeschwindigkeit und Schütthöhen richten sich nach den individuellen Produkteigenschaften. Begrenzender Faktor für die Einsetzbarkeit dieser Trockner ist die Korngröße der zu behandelnden Produkte. Sie muss größer sein als die Maschenweite oder der Lochdurchmesser des Bandes. Selbst Produkte, die sehr leicht agglomerieren, lassen sich mit Bandtrocknern aufarbeiten.




