Wolfgang Gerster, Dieter Stotz
Die kontinuierlich arbeitenden nsk-Füllstandsonden sind in unterschiedlichen Ausführungen und mit verschiedenen Anschlüssen lieferbar (Bild 1). Ihre Funkti- onsweise ähnelt der eines Potenziometers (Bild 2): An einem metallisch leitenden Stab (Potenziometerbahn) wird eine Spannung angelegt. Das Medium (Potentiometerschleifer) im Behälter greift dabei eine Spannung vom Messstab ab, die an der Behälterwand gemessen wird. Diese Spannung ist ein direktes Maß für den Füllstand. Nimmt der Füllstand zu, steigt auch die Spannung an der Behälterwand. Aufgrund dieses Messprinzips spielt die Leitfähigkeit des Mediums keine Rolle. Sie muss allerdings größer als 1 µS/cm sein.
Die nsk-Füllstandsonden eignen sich insbesondere für kleine Füllstände. In Einstab-
ausführung können sie von oben und auch von unten (optional) in metallischen Behältern mit Füllhöhen bis zu 2 m eingesetzt werden. In Abhängigkeit von der Tankhöhe stehen die nsk-Sonden in verschiedenen Stablängen zur Verfügung. Für Behälter aus Kunststoff, nichtlineare Tankformen oder für den schrägen Einbau ist außerdem eine Zweistabsonde mit separatem Massestab erhältlich, der die Tankwand aus Metall ersetzt.
Direkt an der Sonde steht dem Anwender ein einstellbares 4…20-mA-Signal zur Verfügung. Besonders hervorzuheben ist die schnelle Aktualisierung der Messwerte. So geben die nsk-Sonden zehnmal pro Sekunde einen aktualisierten Füllstandmesswert aus. Aufgrund dieser Eigenschaft eignen sie sich sehr gut für die Füllstandregelung.
Der Prozessanschluss der Sonde erfolgt über das elastomerfreie, EHEDG-geprüfte und 3A-zertifizierte Hygiene-Einbausystem von Negele. Darüber hinaus sind zahlreiche Adapter wie TriClamp, Milchrohr, Varivent, DRD usw. verfügbar. Der Messstab besteht aus Edelstahl 1.4404; das Isolierstück, das gleichzeitig die Funktion eines Dichtkonus übernimmt, ist aus FDA-zugelassenem PEEK-Kunststoff gefertigt. Das bedeutet: Die nsk-Füllstandsonden können problemlos für sterile Anwendungen eingesetzt werden. Sie sind ohne Einschränkungen CIP- und in der Hochtemperaturausführung auch SIP-fähig. Untergebracht sind die Sonden in einem robusten Edelstahlgehäuse.
Neben Hygiene und robuster Bauform spielt auch die Funktionssicherheit eine wesentliche Rolle. Die Vorteile der potenziometrischen Sonden liegen dabei auf der Hand: So haben wechselnde Medien keinen Einfluss auf die Arbeitsweise der nsk-Niveausonde. Im Unterschied dazu müssen kapazitiv messende Sonden aufgrund der sich änderenden Dielektrizitätszahl nach einem Mediumwechsel nachjustiert werden. Eine Änderung des Leitwerts fällt bei den nsk-Geräten aufgrund des Messprinzips ebenfalls nicht ins Gewicht. Anhaftungen im Bereich des Messstabes, die bei kapazitiven Sensoren immer wieder zu Problemen führen, verfälschen den Messwert bei den potenziometrisch arbeitenden nsk-Sonden nicht. Denn: Lediglich der im Behälter vorhandene Füllstand ist für die Messung relevant.




