R.Weiss Verpackungstechnik stellt Maschinen für den Endverpackungsbereich von Stückgütern her. Dazu gehören Schachtelaufrichter und -verschließer, Verpackungsmaschinen im Toploading-Verfahren sowie Förder- und Palettieranlagen. Die Maschinen können einzeln oder als schlüsselfertige Anlagen bezogen werden. Ausgelegt sind sie für den Einsatz in den Bereichen Pharma, Kosmetik, Food und Non Food.
Eine wesentliche Stellung im Produktprogramm des Crailsheimer Unternehmens nehmen die Toploading-Maschinen der Unirob-Baureihe ein. Das Basismodul dieser Maschinen besteht aus einer stabilen, vierfüßigen Stahlrahmenzelle. An der Zellendecke werden je nach Aufgabenstellung ein oder mehrere Standardroboter überkopf aufgehängt. Zum Einsatz kommen nur Standardroboter von international bekannten Herstellern; somit sind Zuverlässigkeit und schneller Service gewährleistet.
Die Art des Roboters wird je nach Anwendungsfall und in Absprache mit den Kunden festgelegt. Die Robotersteuerung selbst findet (je nach Modell) ebenso wie die Maschinensteuerung im oberen Bereich des Gestells in separaten Schaltschränken Platz. Durch diese Anordnung der Komponenten erreicht man, dass der gesamte untere Bereich genügend Raum für den eigentlichen Produktionsprozess bietet und über große Schutztüren die Zugänglichkeit von allen Seiten sehr gut gewährleistet ist.
In dieser Zelle können die unterschiedlichsten Anwendungen ausgeführt werden: Schachteln aufrichten, Schachteln oder Blister befüllen bzw. verpacken, Schachteln verschließen etc. Jedoch stellt das Befüllen von Schachteln im Toploading-Verfahren das Haupteinsatzgebiet der Unirob-Maschinen dar.
Die aufgerichteten Schachteln und die zu verpackenden Produkte werden der Toploading-Maschine zugeführt. Bevor die Produkte vom Roboter aufgenommen und in die Schachtel bzw. den Blister gesetzt werden, werden sie innerhalb der Unirob-Zelle entsprechend gruppiert. Die Roboter sind mit speziell an das Produkt angepassten Aufnahmewerkzeugen ausgerüstet. Je nach Anwendungsfall werden die Produkte mit Vakuum oder mit Greifzangen gefasst. Auch können die Produkte im Aufnahmewerkzeug selbst gedreht und separiert werden. Des Weiteren können die mit bis zu sechs Freiheitsgraden ausgestatteten Roboter dieses Aufnahmewerkzeug in beliebige Richtungen ausrichten, sodass auch schwierige Anwendungsfälle lösbar sind.
Die Aufnahmewerkzeuge sind in der Regel groß und schwer. Im Falle eines Formatwechsels ließen sie sich nur sehr schwer manuell austauschen. Außerdem muss für die nicht im Einsatz befindlichen Werkzeuge Abstellraum – möglichst in Maschinennähe – bereit gestellt werden. Genau das waren die Gründe, die die Ingenieure von R.Weiss veranlasst haben, den vollautomatischen Werkzeugwechsel zu entwickeln.




