Fremdkörper – ob Metall, kalkhaltige Knochen, Glas oder Kunststoff hoher Dichte – sind nach wie vor eine der häufigsten Ursachen für Lebensmittelrückrufe weltweit. Gleichzeitig wird von den Herstellern gefordert, mit weniger Mitteln mehr zu erreichen. Rohstoffpreise, Energiekosten, Arbeitskräftemangel und Zölle drücken auf die Margen, während sich die Verpackungsformate weiterentwickeln und der Einzelhandel eine gleichbleibend hohe Produktqualität bei hoher Produktionsgeschwindigkeit fordert. Viele Hersteller überdenken daher ihre Strategie hinsichtlich der Fremdkörpererkennung.
Eine vielseitige Investition
Moderne Technologien zur Fremdkörpererkennung bieten Vorteile, die weit über die Erkennung und Ausschleusung von Fremdkörpern hinausgehen. Sie tragen überdies zur Reduzierung von Produktverschwendung und zum Schutz der Gewinnmargen bei. Wenn sie mit anderen Managementsystemen vernetzt werden, optimieren sie zusätzlich die Linienleistung und verbessern die Rückverfolgbarkeit bei Audits. Kurz gesagt, sie sind Teil eines umfassenderen Toolkits zur Effizienzsteigerung – und nicht nur ein Sicherheitsnetz.
Bei Hornby Organic, einem kanadischen Hersteller von zertifizierten Bio-Energieriegeln, waren Geschwindigkeit und Einfachheit entscheidend für die Skalierung der Produktion. Die neuen automatisierten Anlagen des Unternehmens verpacken bis zu 150 Produkte pro Minute in Schlauchbeutel − bei dieser Geschwindigkeit konnten visuelle Inspektionsmethoden nicht mehr mithalten. Deshalb investierte das Team in ein Röntgeninspektionssystem von Mettler-Toledo in Kombination mit einer Kontrollwaage. Diese Maßnahme verbesserte die Produktsicherheit und ermöglichte Anpassungen des Füllgewichts in Echtzeit, wodurch die Erträge gesteigert und Fehlausschleusungen reduziert wurden.
Erkennung in der Produktionslinie
Systeme zur Fremdkörpererkennung sind in der Regel an kritischen Kontrollpunkten (Critical Control Points, CCP) installiert, um ein frühzeitiges Eingreifen zu ermöglichen: Zu Beginn der Produktion werden die Rohmaterialien inspiziert, und im weiteren Verlauf kommen dem Verpackungsbereich vorgeschaltete Systeme zum Einsatz, wie z. B. Freifall-Metallsuchgeräte an Absackstationen oder Pipeline-Suchgeräte für Flüssigkeiten und pastöse Massen. Röntgeninspektionssysteme überprüfen die Produkte häufig vor oder nach der Endverpackung am Ende der Produktionslinie oder kurz vor dem Versand. Indem sie ein Problem näher an der Quelle erkennen, können Hersteller den Verlust einer kompletten Charge oder Linienstopps in nachgeschalteten Prozessen vermeiden.
Die Integration eines Freifall-Metallsuchgeräts zur Inspektion von Inhaltsstoffen in Pulver oder Granulaten vor der Verarbeitung ermöglicht es beispielsweise, verunreinigte Produkte auszuschleusen, bevor diese einen Wertzuwachs erfahren. Dies reduziert sowohl Produktverschwendung als auch Verpackungsabfälle. In ähnlicher Weise trägt die Platzierung von Röntgeninspektionssystemen in der Mitte der Produktionslinie − insbesondere bei Hochgeschwindigkeitsprozessen − dazu bei, Probleme zu isolieren, bevor ein Wertzuwachs durch Umverpackung oder Etikettierung erfolgt.




