Dipl.-Betriebswirtin (FH) Sandra Hubach
Die Wurstfabrik Nölke wurde 1924 von den Brüdern Heinrich, Gustav, Oskar und Otto Nölke gegründet. Heute gehört das Unternehmen zu einem der führenden Wurst- und Fleischproduzenten Deutschlands. Unter anderem werden hier Marken wie Gutfried, Menzefricke, Müritzer oder Meat & More hergestellt. Was einmal mit drei Schweinen und viel Ehrgeiz begonnen hat, ist heute zu einem Hightech-Unternehmen herangewachsen. Der Anspruch, hochqualitative Lebensmittel zu produzieren, stellt auch hohe Ansprüche an die eingesetzte Technik. Das gilt vom Einkauf über die Produktion bis hin zur Verpackung der fertigen Ware. Damit der abschließende Verpackungsprozess die gesamte Produktion nicht verzögert, setzen die Wursthersteller auf moderne Kontrollwaagen auf Basis elektrodynamischer Kraftkompensations-technik (kurz EDK, siehe Kastentext) der Wipotec Tochter OCS Checkweighers.
In der Versmolder Wurstfabrik werden auf 17 Produktionslinien im Dreischichtbetrieb verschiedenste Wurstsorten unterschiedlicher Marken hergestellt, geprüft und verpackt. Zur Verpackung von Aufschnitt schneidet der Slicer die Wurst in Scheiben vordefinierter Dicke. Diese Scheiben werden von der Verpackungsmaschine in Kunststoffbehältnisse gepackt und verschlossen. Anschließend zieht ein Vereinzeler die Wurstpackungen auf dem Transportband auseinander und bringt sie somit auf den richtigen Abstand zueinander. Im nächsten Schritt laufen die Packungen einzeln über die Kontrollwaage mit vorgeschaltetem Metalldetektor (Bild 1). Der Metalldetektor untersucht jede Packung auf metallische Verunreinigungen und sortiert entsprechende Packungen gegebenenfalls aus. Gleichzeitig prüft die Kontrollwaage das Nettogewicht einer jeden Packung und entfernt diese bei Unter- oder Übergewicht aus dem Produktionsstrom. Dabei speichert die Waage die Messergebnisse aller Packungen und wie stark diese vom vorgegebenen Wert abweichen. Haben die Wurstpackungen alle Tests erfolgreich bestanden, werden sie von Mitarbeitern manuell in Transportkartons verpackt.
In der gesamten Anlage sind zahlreiche Kontrollwaagen von OCS Checkweighers im Einsatz. In der Linie drei zum Beispiel überwacht eine Kontrollwaage der HC-Serie mit einem Durchsatz von 160 Packungen pro Minute, also fast drei Wägungen in jeder Sekunde, das Verpacken von Light-Salami. Das komplette System – sowohl die Wägezelle als auch das Wägeband – ist hier aus Edelstahl und lässt sich somit sehr sicher und einfach reinigen (Bild 2).
Die Versmolder arbeiten schon seit Jahren mit den Kontrollwaagen-Experten zusammen. „Wir haben uns damals für OCS entschieden, weil sie von anderen Maschinenherstellern empfohlen wurden“ sagt Willi Siekmann, Geschäftsbereichsleiter Verpackung bei Nölke. „Dabei haben wir weniger Wert auf günstige Einkaufspreise gelegt, als auf die Zuverlässigkeit der Waagen und guten Service. Und mittlerweile wissen wir aus Erfahrung: Die Zuverlässigkeit und die Serviceleistungen sind bei OCS in der Tat hervorragend. Viele Großhandelsunternehmen warten auf unsere Produkte, da muss die Verfügbarkeit der Anlage gewährleistet sein. Ausfälle können wir uns einfach nicht erlauben.“




