Hildegard Schnittker-Lips, Jörg Spanhoff
Das WECIP-Konzept bietet verschiedene CIP-Anlagen an: PharmaCIP für die pharmazeutische und chemische Industrie, BioCIP für biotechnologische Anwendungen, DairyCIP für Milch verarbeitende Betriebe und BevCIP für die Brauerei- und Getränketechnik. Die Ausführung der unterschiedlichen CIP-Konzepte erfolgt nach den Anforderungen und Standards des jeweiligen Anwendungsgebietes. So kann z. B. bei der PharmaCIP eine GMP-gerechte Dokumentation auf Wunsch mitgeliefert werden.
Die Reinigungsapparate aus dem WECIP-Konzept sind als eigenständiges Reinigungsmodul zu betreiben. Das Modul enthält alle notwendigen Komponenten und ist anschlussfertig auf einem Rahmengestell aufgebaut.
Jedes Modul besitzt eine eigene Steuerung. Alternativ kann diese in eine übergeordnete Prozesssteuerung eingebunden werden. Der eigentliche Programmablauf der Reinigung ist von den zu reinigenden Anlagen und den dafür notwendigen Reinigungszyklen abhängig. Die erforderlichen Parameter sind in den voreingestellten Programmen leicht den jeweiligen Gegebenheiten anzupassen.
Die Reinigungsanlagen des WECIP-Konzeptes eignen sich sowohl für die Reinigung von geschlossenen Rohrleitungssystemen wie auch für die Reinigung von Behältern und Apparaten. Bei der Reinigung von geschlossenen Rohrleitungssystemen spielen die Oberflächengüte und die Art des Produktes eine wesentliche Rolle. Für die Ablösung der Verschmutzung sind physikalische und chemische Kräfte verantwortlich. Diese lassen sich durch die Strömungsgeschwindigkeit und die Temperatur beeinflussen. Damit eine turbulente Strömung erreicht wird, ist bei der Reinigung einer Rohrleitung eine mittlere Strömungsgeschwindigkeit von rund 2 m/s empfehlenswert.
Für die Reinigung von Behältern und Apparaten sind die Reinigungsaufgaben vielfältig. Die Reinigung erfolgt größtenteils über Reinigungsarmaturen wie Sprühkugeln und Sprühdüsen. Je nach Reinigungsaufgabe werden Teilbereiche, komplexere Geometrien oder gesamte Oberflächen gezielt gereinigt. Apparate oder Behälter werden auch teilweise oder komplett geflutet, um größere Restmengen oder Absetzungen auszuspülen.
Die Reinigungsaufgabe muss daher immer im Einzelfall betrachtet und die Reinigungskomponenten den jeweiligen Erfordernissen entsprechend ausgelegt werden. Aus den Erfordernissen der Reinigungsleistung, z. B. einer rotierenden Sprühdüse, ergeben sich die notwendigen Parameter für Druck und Durchflussleistung, die von der CIP-Anlage bereitgestellt werden müssen.




