Dr. Michelle Jones
Die Verbraucher kennen die Wechselwirkung zwischen Ernährung und Gesundheit. Dabei prägen individuelle Einstellungen zur Art und Weise der Ernährung die Herangehensweise. Einige Menschen bevorzugen funktionelle Zutaten in Form von Nahrungsergänzungsmitteln, andere verzehren lieber angereicherte Lebensmittel. Im Rahmen einer Studie (Quelle: Roche Vitamins Europe Survey, 1999) gaben 62% der Befragten an, dass sie im Hinblick auf ihre Gesundheit lieber mit Vitaminen angereicherte Nahrung zu sich nehmen würden als Nahrungsergänzungsmittel. Anders das Bild in den USA: Hier ist der Unterschied zwischen diesen beiden Gruppen geringer, nur 52% bevorzugen Lebensmittel mit funktionellen Zutaten gegenüber Nahrungsergänzungsmitteln.
Die Assoziation zwischen einem funktionellen Lebensmittel und seinem nachgewiesenen gesundheitlichen Nutzen ist zu fördern – dies belegt ein NMI-Bericht aus den USA. Demnach halten 69% der Befragten aktiv nach funktionellen Lebensmitteln Ausschau, die auch eine spezielle gesundheitsfördernde Auslobung tragen. Etwa 76% der Befragten hatten in den zurückliegenden 12 Monaten funktionelle Lebensmittel verzehrt.
Unabhängig von dem versprochenen gesundheitlichen Nutzen, bleiben jedoch traditionelle Werte wie Geschmack, Convenience und Preis Hauptfaktoren für Wiederholungskäufe. Die meisten funktionellen Lebensmittel erfüllen diese traditionellen Anforderungen. Sie schmecken gut, sind ernährungsphysiologisch wertvoll und passen zum modernen, häufig durch Hektik gekennzeichneten Lebensstil. Hinsichtlich der erzielbaren Preise konnten die Erwartungen der Hersteller von Functional Food nicht erfüllt werden. Ursprünglich hatte man angenommen, dass die Verbraucher bereit sind, für ein qualitativ hochwertiges Produkt mit anerkannten gesundheitlichen Vorzügen auch mehr zu bezahlen. Dies ist nicht der Fall.
Wesentliche Voraussetzung für die erfolgreiche Markteinführung eines funktionellen Lebensmittels ist eine umfassende Information der Verbraucher. Im Mittelpunkt solcher Informationsoffensiven stehen folgende Fragen:
• Welche Vorteile bietet das neue Produkt dem Verbraucher?
• Wie unterscheidet sich das Produkt von herkömmlichen Lebensmitteln?
• Welche tägliche Menge sollte man zu sich nehmen, um in den Genuss der angegebenen Vorteile zu gelangen?




