Auf der Powtech hat Coperion eine neue Variante des Rotor-Auszugsystems FX vorgestellt und damit auf Anwenderwünsche reagiert. Jochen Sprung, Head of Sales and Business Development Components, Food Industry, und Entwicklungsingenieur Matthias Schorer, erklären im dei-Interview die Hintergründe und wo die Vorteile der linearen Variante FXL liegen.
Herr Sprung, Zellenradschleusen haben sich in der Verfahrenstechnik in vielerlei Hinsicht bewährt. Wo liegen denn die Herausforderungen?
Sprung: Bei schwerfließenden und anbackenden Förderprodukten können sich am Zellenrad oder in der Gehäusebohrung Produktablagerungen bilden, die dann die Dosier- und Durchsatzleistung beeinflussen sowie Betriebsgeräusche wie Quietschen und Rattern verursachen können. Und in der Lebensmittelindustrie sind Produktablagerungen ohnehin unerwünscht. Von Zeit zu Zeit ist daher die Reinigung der Zellenradschleuse zur Sicherstellung der Funktion sowie aus hygienischen Gründen notwendig.
Herr Schorer, die Lösung dieses Problems liefert Coperion seit vielen Jahren mit dem Full-Access-System FX gleich mit. Was bedeutet Full Access?
Schorer: Wie Herr Sprung schon gesagt hat, spielt in der Lebensmittelindustrie beim Betrieb von Zellenradschleusen die Reinigung insbesondere bei anhaftenden Produkten wie Milchpulver oder Ähnlichem eine große Rolle. Der freie Zugang zum Inneren der Zellenradschleuse erleichtert die Reinigung dabei extrem. Full Access bedeutet für uns also freier Zugang sowohl zum Gehäuseinneren als auch zum Zellenrad.
Wie muss man sich das genau vorstellen?
Schorer: Bei am Markt üblichen Ausziehsystemen wird das Zellenrad meist über diagonal angebrachte Stangen aus der Gehäusebohrung herausgezogen. Es verbleibt dann direkt vor der Gehäusebohrung. Die Stangen und das herausgezogene Zellenrad sind
eigentlich immer im Weg und erschweren so die Reinigung des Gehäuseinneren. Mit unserem Ausziehsystem FXS, wobei das S für Scharnier steht, können wir über dieses Scharnier das Zellenrad aus der Gehäusebohrung herausziehen und anschließend zur Seite schwenken. Dadurch schaffen wir eine gute Zugänglichkeit zur Gehäusebohrung und natürlich zum Zellenrad. Nach erfolgter
Reinigung kann das Zellenrad dann über die Gelenkstelle wieder zurückgeschwenkt und anschließend in die Gehäusebohrung zurückgeführt werden. Danach ist die Zellenradschleuse wieder bereit für die Produktion.
Warum hat Coperion jetzt eine weitere Variante entwickelt?




