Die Geschäftsleitung des Speiseeisproduzenten Eisbär Eis muss auch in den turbulenten Sommermonaten einen kühlen Kopf bewahren. In der Hauptsaison produziert das Unternehmen täglich mehr als 3 Mio. Portionen Eis im Dreischichtbetrieb – vom Eis am Stiel über Törtchen, Sandwiches bis hin zu Minitüten.
Aufgrund gestiegener Nachfrage hat der Hersteller seine vorhandenen Produktionskapazitäten kürzlich erweitert und eine zusätzliche Produktionslinie gebaut. „Mit ihr können wir nun 15 % mehr Eis produzieren“, erläutert Andreas Starck, Werksleiter bei Eisbär Eis. „Folglich mussten wir unsere Lager- und Umschlagkapazitäten entsprechend anpassen und die Intralogistik erweitern“, fügt er hinzu.
Bei der neuen Produktion handelt es sich um eine vollautomatische Extrudierlinie mit integrierter Palettier- und Etikettierstation. Sie konnte nach nur neunmonatiger Bauzeit Anfang 2016 in Betrieb genommen werden. Die neuen Zuführstrecken der Produktion hat der Eiscremehersteller an die bereits bestehende Fördertechnik angebunden, die die Eiskreationen ins Tiefkühlhochregallager transportiert.
„Die Verknüpfung der Materialtransportstrecken fand ohne Probleme innerhalb weniger Tage statt“, erinnert sich Starck. Dies war möglich, da man bei der Planung des Tiefkühlhochregallagers bereits eine Kapazitätserweiterung einkalkuliert hatte. Aus diesem Grund musste das Unternehmen die Förderlinie lediglich mit wenigen Drehtischen ergänzen, um die Fördertechnik durchgängig zu gestalten.
Bereits im Jahr 2008 hatte das Unternehmen zur Erweiterung seiner Lagerkapazität ein vollautomatisches Tiefkühlhochregallager errichtet. Eisbär Eis erweiterte es im Jahr 2012. „Konnten wir vorher 7000 artikelreine Vollpaletten auf 12 Ebenen einlagern, stehen uns in dem erweiterten Lager nun 14 000 Plätze auf ebenfalls 12 Ebenen zur Verfügung“, erklärt Starck. Dazu wurde das vorhandene Lager spiegelbildlich verdoppelt und verfügt nun über eine Fläche von 88 x 33 x 32 m. Bei voller Auslastung in den heißen Sommermonaten lassen sich in der gigantischen Tiefkühltruhe nun bis zu 100 Mio. Eisportionen bei -28 °C vorhalten. Bedient wird das Tiefkühlhochregallager über vier vollautomatische Regalbediengeräte für die doppeltiefe Lagerung. Pro Tag werden bis zu 1100 Paletten im 1,5-Schichtsystem ein- bzw. ausgelagert.
Das Warehousemanagementsystem Prostore in der Version 10.0 steuert sowohl für das Tiefkühlhochregallager als auch für das Versandpufferlager sowie das staplerunterstützte Verschieberegallager die gesamte Lagerverwaltung einschließlich der Versandabwicklung der Fertigware. Dazu gehört die Kommunikation mit dem ERP-System und den unterlagerten Steuerungen der automatischen Fördertechnik sowie der Regalbediengeräte. Das in die Fördertechnik zwischen dem Tiefkühlhochregallager und dem Versand integrierte, ebenfalls tiefgekühlte Versandpufferlager dient der Tourenbereitstellung. Prostore stellt die Touren nach Übernahme der Versandaufträge aus dem ERP-System selbstständig zusammen.




