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    Technik

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    Eisbär Eis hat im Sommer erwartungsgemäß Hochkonjunktur. Doch auch in den übrigen Jahreszeiten gibt es für den Speiseeishersteller viel zu tun. Um die
    Veröffentlicht
    16. Dezember 2016
    Lesezeit
    4 Minuten
    Rubrik
    Technik

    Die Geschäftsleitung des Speiseeisproduzenten Eisbär Eis muss auch in den turbulenten Sommermonaten einen kühlen Kopf bewahren. In der Hauptsaison produziert das Unternehmen täglich mehr als 3 Mio. Portionen Eis im Dreischichtbetrieb – vom Eis am Stiel über Törtchen, Sandwiches bis hin zu Minitüten.

    Aufgrund gestiegener Nachfrage hat der Hersteller seine vorhandenen Produktionskapazitäten kürzlich erweitert und eine zusätzliche Produktionslinie gebaut. „Mit ihr können wir nun 15 % mehr Eis produzieren“, erläutert Andreas Starck, Werksleiter bei Eisbär Eis. „Folglich mussten wir unsere Lager- und Umschlagkapazitäten entsprechend anpassen und die Intralogistik erweitern“, fügt er hinzu.

    Bei der neuen Produktion handelt es sich um eine vollautomatische Extrudierlinie mit integrierter Palettier- und Etikettierstation. Sie konnte nach nur neunmonatiger Bauzeit Anfang 2016 in Betrieb genommen werden. Die neuen Zuführstrecken der Produktion hat der Eiscremehersteller an die bereits bestehende Fördertechnik angebunden, die die Eiskreationen ins Tiefkühlhochregallager transportiert.

    „Die Verknüpfung der Materialtransportstrecken fand ohne Probleme innerhalb weniger Tage statt“, erinnert sich Starck. Dies war möglich, da man bei der Planung des Tiefkühlhochregallagers bereits eine Kapazitätserweiterung einkalkuliert hatte. Aus diesem Grund musste das Unternehmen die Förderlinie lediglich mit wenigen Drehtischen ergänzen, um die Fördertechnik durchgängig zu gestalten.

    Bereits im Jahr 2008 hatte das Unternehmen zur Erweiterung seiner Lagerkapazität ein vollautomatisches Tiefkühlhochregallager errichtet. Eisbär Eis erweiterte es im Jahr 2012. „Konnten wir vorher 7000 artikelreine Vollpaletten auf 12 Ebenen einlagern, stehen uns in dem erweiterten Lager nun 14 000 Plätze auf ebenfalls 12 Ebenen zur Verfügung“, erklärt Starck. Dazu wurde das vorhandene Lager spiegelbildlich verdoppelt und verfügt nun über eine Fläche von 88 x 33 x 32 m. Bei voller Auslastung in den heißen Sommermonaten lassen sich in der gigantischen Tiefkühltruhe nun bis zu 100 Mio. Eisportionen bei -28 °C vorhalten. Bedient wird das Tiefkühlhochregallager über vier vollautomatische Regalbediengeräte für die doppeltiefe Lagerung. Pro Tag werden bis zu 1100 Paletten im 1,5-Schichtsystem ein- bzw. ausgelagert.

    Das Warehousemanagementsystem Prostore in der Version 10.0 steuert sowohl für das Tiefkühlhochregallager als auch für das Versandpufferlager sowie das staplerunterstützte Verschieberegallager die gesamte Lagerverwaltung einschließlich der Versandabwicklung der Fertigware. Dazu gehört die Kommunikation mit dem ERP-System und den unterlagerten Steuerungen der automatischen Fördertechnik sowie der Regalbediengeräte. Das in die Fördertechnik zwischen dem Tiefkühlhochregallager und dem Versand integrierte, ebenfalls tiefgekühlte Versandpufferlager dient der Tourenbereitstellung. Prostore stellt die Touren nach Übernahme der Versandaufträge aus dem ERP-System selbstständig zusammen.

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    „An der Versandbereitstellung haben wir physisch nichts verändert, allerdings wurde in diesem Bereich die Software angepasst und auf den neuesten Stand gebracht“, berichtet Starck. Schon seit vielen Jahren setzt Eisbär Eis bei der Materialflusssteuerung auf die Logistiksoftware Prostore. Mit den Umbaumaßnahmen entschloss sich der Eisproduzent zum Upgrade auf die Prostore-Version 10.0. „Die in der Software integrierte Tourenplanung gestaltet den Versand noch gezielter und effizienter“, erläutert der Werksleiter die Entscheidung des Unternehmens.

    Das Versandpufferlager besteht aus zwei getrennten Tourenbereitstellbereichen sowie einer Expressauslagerstrecke. Insgesamt handelt es sich um 15 Auslagerbahnen, wobei die mittlere Expressbahn als Durchschleusstrecke dient. Die Verwaltung der übrigen 14 Pufferbahnen mit jeweils fünf Stellplätzen erfolgt tourenrein. In Abhängigkeit von der Palettenanzahl pro Tour lassen sich bis zu 14 Touren zwischenlagern. Im Versandpuffer kann sich so Ware für zwei komplette Lkw-Züge befinden. Sollte ein Auftrag kurzfristig abzuwickeln sein oder ein Lkw früher als geplant eintreffen, erfolgt die Bereitstellung über die separate Expressstrecke. „Auf diese Weise sind wir bei der Versandabwicklung sehr schnell, bleiben aber immer flexibel“, betont Starck.

    Auch beim Palettieren legt Eisbär Eis Wert auf eine leistungsfähige Automatisierung. Um den Palettierer mit einem Durchsatz von 10 bis 12 Paletten pro Stunde in der neuen Produktionshalle bei Bedarf mit Leerpaletten zu versorgen, werden Palettenstapel im Kreisel der Fördertechnik vorgehalten. Prostore regelt die Nachschubsteuerung über den integrierten Materialflussrechner und stellt bei Bedarf in der Produktion entweder Leerpaletten aus dem Kreisel des Tiefkühlhochregallagers oder der Produktion selbst zur Verfügung.

    Genauso besteht die Möglichkeit, Restpaletten, die automatisch im Tiefkühlhochregallager eingelagert werden, über die Fördertechnik für ein Aufpacken von weiterer Ware wieder der Produktion bzw. dem Palettierer zuzuführen. Das Gleiche gilt für Fertigware aus dem Tiefkühlhochregallager, die vor dem Versand konfektioniert werden muss.

    3000 zusätzliche Stellplätze befinden sich im Verschieberegallager, dessen Materialfluss ebenfalls von Prostore gesteuert wird. Die Einlagerungen in dieses Lager erfolgen staplerunterstützt, die Datenübertragung findet über ein WLAN-Funksystem mit Hand- und Staplerterminals statt. Neben vollständigen Transporteinheiten werden auch Restpaletten eingelagert.

    Starck ist mit der Projektumsetzung von Team und der nun im Einsatz befindlichen Prostore-Version 10.0. sehr zufrieden. „Bereits vor der Erweiterung unserer Produktions- und Lagerkapazitäten haben wir mit dem Warehousemanagementsystem gute Erfahrungen gemacht. Mit dem Umstieg auf die aktuelle Version können wir nun auch von den neu hinzugekommenen Funktionen der Software profitieren. Diese umfassen beispielsweise eine verbesserte Dialoggestaltung in Bezug auf Personalisierbarkeit, kontextorientierte Funktionen und benutzerspezifische Konfigurationen von Aufgaben.“ Die Eisbär-Eis-Mitarbeiter schätzen außerdem die gute Übersichtlichkeit und die hohe Benutzerfreundlichkeit der Software.

    www.prozesstechnik-online.deSuchwort: dei1216team

    Freie Journalistin

    Marketingreferentin,

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