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    Machen den Zahnarzt glücklich
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    Obst- & Gemüseverarbeitung

    Machen den Zahnarzt glücklich

    Cranberries zeichnen sich durch vielfältige gesundheitsfördernde Eigenschaften aus. Die kleinen roten Beeren fördern das HDL-Cholesterin, beugen der
    Veröffentlicht
    11. Juni 2009
    Lesezeit
    3 Minuten
    Rubrik
    Obst- & Gemüseverarbeitung

    Kristen Girard

    Zahnfleischentzündungen und Parodontitis werden durch Plaque, einem Film aus Nahrungsresten, Speichelbestandteilen sowie Bakterien und deren Stoffwechselprodukte zwischen den Zähnen, verursacht. Es kommt zu einer Reizung und später zu einer Entzündung des Zahnfleisches. Außerdem bilden sich Taschen am Zahnhals. Geschwollenes Zahnfleisch, Zahnfleischbluten beim Zähneputzen und eine hohe Empfindlichkeit beim Verzehr heißer und kalter Speisen sind Symptome der fortgeschrittenen Parodontitis, die bei Nichtbehandlung zu Zahnverlust führen kann. Interessant ist in diesem Zusammenhang auch eine Studie von schwedischen Wissenschaftlern. Sie fanden heraus, dass junge Menschen mit Parodontose und fehlenden Backenzähnen ein höheres Risiko haben, früher an bösartigen Geschwüren, Herz-Kreislauferkrankungen oder Erkrankungen des Verdauungssystems zu sterben.

    Aktuelle Statistiken offenbaren ein dramatisches Bild: In Großbritannien sind drei von vier Erwachsenen im Alter über 35 Jahre von Zahnfleischentzündungen und Parodontitis betroffen. Laut Children’s Dental Health Survey stieg der Anteil von Kindern, die an Zahnfleischentzündungen leiden von 57 % im Jahr 1993 auf 63 % im Jahr 2003.

    Untersuchungen legen den Schluss nahe, dass auch Cranberries im Kampf gegen Zahnfleischentzündung und Paradontitis helfen könnten. Die Beeren enthalten Proanthocyanidine (PACs) vom Typ A, die Bakterien daran hindern können, sich an Zellen anzulagern und Infektionen zu verursachen. Dieses Wirkung der PACs konnte bereits bei Infektionen des Harntraktes nachgewiesen werden. Wissenschaftler vermuten nun, dass Cranberries auch im Kampf gegen Zahnfleischentzündungen und Parodontitis hilfreich sein könnten.

    Im „Journal of Periodontal Research“ (Bodet, C, Chandad, F, Grenier, D. Inhibition of host extracellular matrix destructive enzyme production and activity by a high-molecular-weight cranberry fraction, 2007, 42, 159–168) wurde das Ergebnis einer Studie veröffentlicht, wonach Cranberry-Extrakt die Aktivität bestimmter Enzyme hemmt, die mit Zahnfleischentzündungen in Verbindung gebracht werden. Die Wissenschaftler vermuten, dass die heilende Wirkung der Cranberries auf der Hemmung von Matrix-Metalloproteinasen (MMPs) beruht. Diese Enzyme spielen bei der Zerstörung der Mundschleimhaut eine entscheidende Rolle. Die Ergebnisse lassen den Schluss zu, dass Bestandteile der Cranberries eine vielversprechende Unterstützung bei der zusätzlichen Behandlung der Erkrankung sein könnten. Untersuchungen von Wissenschaftlern der Laval University, Quebec City, Kanada, führten zu dem Ergebnis, dass Cranberry-Extrakt die Entzündungsreaktion von Mundzellen verhindert. Die Wissenschaftler wiesen nach, dass Cranberries die Reaktion der im Zahnfleisch vorkommenden Fibroblaste hemmen. Diese Erkenntnis bestätigt eine frühere Arbeit, die den gleichen Effekt bei Makrophagen feststellte. Beide Zellarten tragen zu Entzündungen bei.

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    Nur wenige andere Früchte bieten so viele gesundheitsfördernde Eigenschaften wie die Cranberry. Im Jahr 2003 wurde deren Nutzen auch formal durch eine Health Claim der französischen Behörde für Lebensmittelsicherheit AFSSA anerkannt. Darin heißt es, dass das Pulver und der Saft der nordamerikanischen Cranberry (Vaccinium macrocarpon) „hilft, das Anhaften bestimmter E.-coli-Bakterien an den Wänden des Harntraktes zu verringern.“ Diese Auslobung wurde im vergangenen Jahr um frische und gefrorene Cranberries sowie um Cranberry-Püree erweitert. Die gleiche Anti-Haftwirkung haben auch die PACs aus gesüßten, getrockneten Cranberries (SDCs), wie Studien zeigten. Diese Produkte finden vor allem in Backwaren Einsatz. Das heißt: Bagels, Kuchen, Muffins, Müsliriegel und Co. können auch von dem gut eingeführten Health Claim der Cranberry profitieren.

    Die gesundheitsfördernden Eigenschaften der kleinen roten Beeren sind vielfältig. Sie fördern das „gute“ Cholesterin, beugen der Anhaftung von Bakterien vor, haben anti-oxidative Eigenschaften und sind reich an Vitamin C. Das heißt, Cranberries bieten Herstellern von Lebensmitteln und Getränken viele Möglichkeiten für die Entwicklung attraktiver, funktioneller Produkte. Darunter auch solche, die die Zahngesundheit fördern, indem sie Zahnfleischentzündung und Paradontitis wirksam bekämpfen.

    Online-Info www.dei.de/0609400

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