Der KHS-Anlagenplanung geht die Aufnahme sämtlicher Anforderungen voraus, auf die die neue Linie ausgerichtet sein soll. Welche Produkte werden verarbeitet? Welche Anlagenleistung ist zu realisieren? Welche Flaschen-, Dosen- oder PET-Formate gelangen zum Einsatz? Welche Anforderungen gibt es hinsichtlich des Energie- und Ressourcenmanagements? Antworten auf all diese und eine Vielzahl weiterer Fragen verhelfen schließlich dazu, das optimale Konzept zu erstellen. Liegt ein exakter Plan des Gebäudes vor, in das die neue Anlage zu integrieren ist, prüft KHS auf das Genaueste, wie die neue Anlage unter Berücksichtigung ihrer perfekten Zugänglichkeit und Materialversorgung bzw. Ausbringung der Produkte am besten einzuplanen ist. Wenn Gebäudepläne nicht exakt vorliegen oder besondere Herausforderungen wie beispielsweise Säulen oder Mauervorsprünge zu beachten sind, greift KHS im Vorfeld der Anlagenplanung zum 3-D-Laserscanning. Ein Instrument, das die Planungssicherheit nochmals erhöht und schließlich mit dazu verhilft, das spätere Einbringen einzelner Anlagenkomponenten in den Betrieb reibungslos abzuwickeln. Mittels 3-D-Laserscanning entsteht ein äußerst exaktes 3-D-Hallenbild, in das die 3-D-Darstellung der projektierten Gesamtlinie direkt integriert werden kann.
Generell bietet KHS für jede neu geplante Linie die Möglichkeit, diese in 3 D zu betrachten. Die 3-D-Betrachtung kann am PC oder an der sogenannten Powerwall erfolgen. Vorteil der Powerwall-3-D-Betrachtung: Die technische Lösung ist in Stereometrie auf einer Projektionswand dargestellt und daher besonders übersichtlich. Um den 3-D-Effekt zu erhalten, setzen sich Interessenten eine spezielle 3-D-Brille auf. Mithilfe eines Flight Stick können sich Betrachter in die Linie hinein navigieren und jedes einzelne Element der Linie aus der Nähe anschauen. Dabei ist ein Spaziergang durch die Linie ebenso möglich wie ein Überfliegen der Linie. Das innovative Tracking-System zur Steuerung der Powerwall ermöglicht das Ändern des Blickwinkels allein durch eine Drehung des Kopfes beim Gang durch die virtuelle Abfüllanlage. Findet die 3-D-Betrachtung der Linie statt, sind bislang geäußerte Kundenanforderungen in ihrer Gesamtheit in die virtuelle Anlage integriert. Für den Fall abweichender Kundenvorstellungen können diese in der 3-D-Darstellung schnell umgesetzt werden. Die Änderung von Pufferstrecken, eine veränderte Zugänglichkeit, ein zusätzliches Etikettieraggregat oder die zusätzliche Verarbeitung von Trays – alles ist planbar. Die angepasste Projektierung wird virtuell dargestellt und auf Auswirkungen hinsichtlich Zugänglichkeit und Ver- und Entsorgung der Linie umgehend geprüft. Eine Schnelligkeit, die unter anderem deshalb gegeben ist, weil in der Anlagenplanung auf einen bewährten Baukasten von Maschinen und Komponenten zugegriffen werden kann.
Im Rahmen der Anlagenplanung werden mögliche Erweiterungen schon in der Ausgangsplanung mit berücksichtigt. Ist beispielsweise für die Zukunft geplant, neben der Verpackung von Flaschen in Kästen auch ein Verpacken in die Tray-Shrinkverpackung zu praktizieren, lässt sich der entsprechende Platz hierfür bereits vorsehen – selbstverständlich ebenso für das Anbinden weiterer Anlagen zu einem späteren Zeitpunkt oder die Verbindung mit logistischen Konzepten. Auf besonderen Kundenwunsch hin können auch Maschinen von Dritt-anbietern in die Linie integriert werden.




