Die Kronen GmbH entwickelt und produziert Einzelmaschinen, Sondermaschinen und komplette Linien zur Verarbeitung von Nahrungsmitteln. Beim Gemüsespiralschneider SP150 setzt das Unternehmen auf eine maßgeschneiderte Drehverbindung mit Drahtwälzlagertechnik von Franke.
Die Maschinen und Linien von Kronen umfassen unter anderem Funktionen für das Schneiden, Waschen, Schälen und Verpacken von Lebensmitteln. Eine dieser Maschinen ist der Spiralschneider SP150, der Obst und Gemüse in lange spaghettiförmige Streifen schneidet. „In Hochgeschwindigkeit macht er beispielsweise aus einem Butternut-Kürbis mit 15 cm Durchmesser eine 16 m lange Spirale“, erklärt Sebastian Serrer, Konstrukteur bei Kronen. Eine andere mögliche Anwendung sind kohlenhydratarme Gemüsenudeln, die aktuell im Trend liegen.
Eine Maschine zu bauen, die diese artistische Schneidekunst vollbringt, ist keine leichte Sache. Das betrifft auch die Integration von zugelieferten Komponenten. Beispielsweise wurden an das Wälzlager, die das Schneidwerkzeug führt, spezifische Anforderungen gestellt. Kritisch war hier insbesondere die Temperaturentwicklung. Eine starke Erhitzung des Wälzlagers hätte die Qualität der verarbeiteten Lebensmittel beeinträchtigt und war deshalb unbedingt zu vermeiden.
Darüber hinaus mussten weitere Herausforderungen gemeistert werden: „Bei ersten Versuchen mit herkömmlichen Lagern trat immer wieder Schmutz in die Lager ein“, erinnert sich Konstrukteur Serrer. „Außerdem gab es das Problem, dass zu starke Reinigung, zum Beispiel mit Dampfstrahler und Strahlwasser, die Lager schädigte.“ Gerade die Hygienestandards sind in der Lebensmittelindustrie aber von immenser Bedeutung. Größere Reinigungsintervalle waren daher keine praktikable Lösung.
Flexibel anpassbare Drahtwälzlager
Wo Standardlager aufgrund kundenspezifischer Anforderungen an ihre Grenzen kommen, bietet Franke mit seinen flexibel anpassbaren Drahtwälzlagern weitergehende Lösungen. Beim Kronen- Projekt waren gleich mehrere Problematiken zu lösen: Wärmeentwicklung, Geschwindigkeit, Hygiene, Dichtheit, Laufruhe und lange Lebensdauer. Alls diese Anforderungen erfüllt eine maßgeschneiderte Drehverbindung mit Drahtwälzlagertechnik von Franke. Die Drehverbindung führt das rotierende Schneidwerkzeug. Der Abtransport des geschnittenen Produkts erfolgt durch die Drehverbindung hindurch. Die Lösung sei „die erste, die alle Kriterien erfüllt und auch lange Zeit durchhält“, erläutert Serrer. Zudem ist die Maschine sehr schnell, die Drehzahl geht hoch bis zu 690 min-1. Es brauchte einiges an Tüftelarbeit und konstruktiven Ideen, bis die Konstrukteure von Franke eine Lösung fanden. Zumal auch das Problem der Verschmutzung und Reinigung zu bewältigen war. Die Lagerung musste dicht sein, sonst wäre die Lebensdauer der Maschine rapide gesenkt worden.




