Trotz zunehmender Automatisierung innerhalb der Prozesse, haben mechanische Druckmeßgeräte in der chemichen Industrie nach wie vor einen sehr hohen Stellenwert. Die technologische Meßlatte ist dabei sehr hoch gelegt, da neben den sicherheitstechnischen Aspekten die Umgebungs- als auch die Einsatzbedingungen eine entscheidende Rolle spielen. Die anwendungstechnischen Vorteile mechanischer Druckmeßgeräte sind unter anderem:
• keine Hilfsenergie erforderlich,
• einfache und schnelle Ablesbarkeit, insbesondere beim Rundgang durch die Anlage,
• Sicherheitskomponente, da das Manometer auch unabhängig von der Stromversorgung den aktuellen Zustand der Anlage beschreibt,
• kostengünstige Anzeige vor Ort,
• schnelle Verfügbarkeit, um einen Anlagenstillstand zu vermeiden.
Aus diesen Gründen setzt der Anwender derartige Geräte an allen kritischen Punkten der Anlage ein. Insbesondere bei der Inbetriebnahme, bei Störungen oder beim Herunterfahren des Prozesses erwartet der Betreiber wertvolle und zuverlässige Informationen.
Die Firma Bayer setzt heute nahezu alle gängigen Technologien der mechanischen Druckmeßtechnik ein. Hierzu zählen neben Rohrfedermanometern auch insbesondere Plattenfedermeßgeräte. Die Ausführungen sind je nach Einsatzfall unterschiedlich und reichen von einfachen Kompaktmanometern in Kunststoffausführung bis hin zu hochwertigen Edelstahlgeräten.
In den verfahrenstechnischen Anlagen werden aufgrund erhöhter Sicherheitsanforderungen sehr häufig Geräte nach DIN EN 837-1, S3, eingesetzt. Derartige Manometer sollen den Anwender im Falle von schädlichem Überdruck oder plötzlich leckgewordenem Meßorgan vor dem explosionsartigen Austreten von Druckenergie und, damit eventuell verbunden, gelösten Teilen durch die Frontscheibe schützen. Deshalb müssen sie einige konstruktive Kriterien erfüllen. Dazu gehört eine Sichtscheibe aus nichtsplitterndem Werkstoff wie Mehrschichten-Sicherheitsglas oder nichtsplitternder Kunststoff. Die Rückwand muß ausblasbar sein und bei vorgegebenem Druck im Gehäuse ansprechen. In den Gehäusen ist eine dauerhaft mit dem Gehäuse verbundene bruchsichere Trennwand zwischen der Rohrfeder und dem Ziffernblatt vorzusehen. Die Instrumente müssen einer Druckentlastungsprüfung standhalten und entsprechend gekennzeichnet sein.
Eine weitere Gerätevariante, die vorwiegend in der chemischen Industrie eingesetzt wird, sind Plattenfedermanometer. Bei derartigen Meßgeräten erfolgt die Druckübertragung mittels einer Membran, die zwischen zwei Flanschen fest eingespannt ist. Die Vorteile für den Anwender sind dabei:




