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    Mehr Rückrufe auf Lebensmittelwarnung.de
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    Mehr Rückrufe auf Lebensmittelwarnung.de

    Im Jahr 2022 gab es auf dem Portal „www.lebensmittelwarnung.de“ der Bundesländer und des BVL 311 Rückrufe und damit mehr als in den Vorjahren.
    Veröffentlicht
    24. Januar 2023
    Lesezeit
    1 Minute
    Rubrik
    Technik

    2022 gab es auf dem Portal „www.lebensmittelwarnung.de“ der Bundesländer und des Bundesamts für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) 311 Rückrufe – und damit so viel wie nie zuvor. Bei mehr als einem Drittel erfolgte die Warnung aufgrund von mikrobiologischen Kontaminationen. Hauptursache waren dabei Salmonellen.

    Im vergangenen Jahr wurden 108-mal Lebensmittel aufgrund von mikrobiologischen Verunreinigungen zurückgerufen. Die Ursachen können vielfältig sein: Bakterien wie Salmonellen, Campylobacter oder E.coli, Schimmelpilze oder auch Viren. Diese Mikroorganismen können bereits im lebenden Nutztier vorkommen und dann über den Schlachtprozess, die Rohmilch etc. in die Lebensmittelkette gelangen. Es ist auch möglich, dass Kontaminationen bei der Ernte, Herstellung und Verarbeitung, Lagerung oder Handel von Lebensmitteln auftreten. Die Keime führen immer wieder zu schweren Magen-Darm-Infektionen.

    „Die neuerliche Zunahme der Meldungen im Portal Lebensmittelwarnung.de zeigt, dass Unternehmen und Handel ihrer gesetzlichen Meldepflicht nachkommen und somit zum hohen Niveau der Sicherheit von Lebensmitteln in Deutschland beitragen“, zieht Dr. Georg Schreiber, Leiter der Abteilung Lebensmittelsicherheit des Bundesamts, nach mehr als zehn Portal-Jahren Bilanz.

    In den vergangenen Jahren ist ein stetiger Anstieg der Meldungen zu verzeichnen – 2022 (311), 2021 (282), 2020 (273). „Dies bedeutet aber nicht, dass Lebensmittel in Deutschland unsicherer geworden sind“, so Schreiber. Die Gründe, die zu einer Zunahme der Meldungen und letztendlich zu einer Erhöhung der Lebensmittelsicherheit führen, sind vielmehr:

    • Unternehmen stehen heutzutage Rückrufen weniger ablehnend gegenüber. Öffentliche Rückrufe werden inzwischen als Bestandteil eines verantwortungsvollen Managements gesehen, mit dem auch Vertrauenswürdigkeit demonstriert wird.
    • Bedingt durch den technischen Fortschritt haben sich die Analyse- und Testmethoden so weit entwickelt, dass heutzutage auch geringste Verunreinigungen detektiert werden.
    • Des Weiteren führen auch die Absenkungen von zulässigen Höchstmengen zu mehr Meldungen und insgesamt zu einem höheren Gesundheitsschutz.

    Mehr Informationen über das Portal Lebensmittelwarnung.de finden Sie hier.

    Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL), Berlin

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