Sowohl für digitale als auch analoge Analysesensoren war an den diversen Messstellen der Prozesskette bislang vor Ort ein externer Transmitter erforderlich, der die Sensorsignale auswertet und für das Prozessleitsystem umwandelt. Die digitale Analysenmessstelle bestand aus dem Sensor, einem Transmitter und einem herstellereigenem Verbindungskabel. Alle drei Teile müssen dabei vom selben Hersteller bezogen werden, d. h. es handelt sich um eine proprietäre Lösung. Die mehrteilige Konstruktion ist gleich mit mehreren Nachteilen behaftet. Eine falsche Installation, Verdrahtung oder Konfiguration des Transmitters sind häufige Fehlerquellen. Zusätzlich können speziell bei den analogen Sensoren an den hochohmigen Kabelverbindungsstellen Probleme durch Feuchtigkeit oder Korrosion auftreten. Generell sind jedoch in der Messkette vom Sensor zum Prozessleitsystem prozentual die meisten möglichen Fehler auf den Transmitter zurückzuführen.
Die digitalen Analysesensoren Smartsens von Krohne lösen diese Probleme. Es handelt sich hierbei um digitale 2-Leiter-Analysesensoren mit integrierter Transmittertechnologie. Indem die Krohne-Ingenieure den Transmitter miniaturisiert und in den Sensorkopf integriert haben, reduzieren sich künftig die Fehlerquellen in den Steckverbindungen und in der Signalverarbeitung signifikant.
Smartsens eliminiert noch eine weitere Schwachstelle der Transmitter: Neben Hardwareausfall oder Fehlern in der proprietären Software kommt es häufig zu falschen Konfigurationen der Messstelle. Letztere stellen für den Anwender eine große Herausforderung dar, da sich selbst beim selben Hersteller die Anschlussbelegung wie auch die Menüführung bei der Konfiguration des Transmitters unterscheiden können. Im Unterschied dazu wird Smartsens per standardisierter Variopin-Steckverbindung direkt an das Leitsystem angeschlossen; die Konfiguration erfolgt per Hart DD, beispielsweise mit einem Hart-Handheld oder über Pactware (FDT/DTM). Optional kann ein 2-Leiter-Display oder mit dem bedienerfreundlichen Smartmac alternativ auch ein 2-Leiter-Konfigurations- und Anzeigegerät (Hart-Master) vor Ort installiert werden, der das 4 … 20mA-/Hart-Signal abgreift.
Jeder Smartsens-Sensor wird wie ein normales Prozessmessgerät behandelt und angeschlossen, ohne dafür spezielle Kenntnisse zu benötigen. Da die Sensoren mechanisch in fast jede Prozessarmatur passen, müssen die bestehenden Messstellen nicht umgerüstet werden.
Für hygienische Einsatzbedingungen konzipiert und zugelassen, erledigen die Sensoren wichtige Mess- und Analyseaufgaben in der Lebensmittel- und Getränkeindustrie. Beispielsweise nutzt man den Smartsens PH 8570 HYG in Kombination mit einem konduktiven Smartsens-Leitfähigkeitssensor zur pH-Wert-Analyse und Leitfähigkeitsmessung bei der Bierherstellung oder in der Verarbeitung von Milch zu Joghurt und Käse. Derselbe Sensor allerdings im Zusammenspiel mit dem induktiven Smartsens-Leitfähigkeitssensor (in Vorbereitung) kommt auch bei der Limonadenherstellung zum Einsatz. Hier übernimmt er die pH-Wert-Analyse und Leitfähigkeitsmessung bei der Sirup- bzw. Zuckerzugabe.




