Die Kobold Messring GmbH mit Firmensitz in Hofheim produziert Meß- und Regelinstrumente für die Bereiche Durchfluß, Füllstand, Druck und Temperatur. Dabei kommen unterschiedlichste physikalische Meßprinzipien zum Einsatz. Der Großteil dieser Geräte eignet sich auch für den Ex-Bereich. Eine Reihe von Anzeigegeräten und notwendigem Zubehör ergänzt das Sortiment. Zur Interkama 1999 plant Kobold Messring eine Erweiterung der Produktpalette um den Bereich Analysenmeßtechnik. Ziel ist es, mit Geräten zur pH-, Redoxpotential- und Leitfähigkeitsmessung für Labor und Prozeß das umfangreiche Programm des Unternehmens abzurunden.
„Bedingt durch unser vielfältiges Angebot gibt es praktisch keinen Industriebereich, den wir nicht beliefern“, erklärt Klaus J. Kobold, der Geschäftsführer des Unternehmens. Mit einem Umsatzanteil von rund 25% zählen die chemische Industrie und die Lebensmittelindustrie zu den wichtigsten Branchen für das Unternehmen. Dabei ist der Bereich der Durchflußmeßtechnik weiterhin vor den Bereichen Druck und Temperatur der umsatzstärkste Bereich. Kobold hat sich allerdings zum Ziel gesetzt, in Zukunft ein ausgeglichenes Verhältnis aller Produktionsbereiche zu erreichen.
Als „ideales Gerät zur Überwachung von Durchflüssen“, stellt Kobold den elektronischen Strömungswächter KAL vor. „Er besitzt keine beweglichen Teile, arbeitet viskositätsunabhängig und erzeugt lediglich einen geringen Druckverlust.“ Der IP65-geschützte Durchflußmesser, der nach dem kalorimetrischen Prinzip arbeitet, kann je nach Ausführung für die Überwachung flüssiger oder gasförmiger Ströme eingesetzt werden. Der Sensor wird an der Stirnfläche um einige Grad gegenüber dem Strömungsmedium aufgeheizt. Fließt das Medium, so führt es die im Fühler erzeugte Wärme ab, wobei der Grad der Abkühlung als genaues Maß für die Strömungsgeschwindigkeit dient. Das Sensorsignal wird mit den in einem Mikrocontroller abgelegten Referenzdaten verglichen und bei Abweichungen der Strömungsgeschwindigkeit ein Alarmsignal geschaltet oder ein der Strömungsgeschwindigkeit proportionales Analogsignal ausgegeben. „Bei diesem Meßprinzip besteht jedoch die Problematik des Schaltpunktdriftens“ erklärt Kobold. „Sie tritt dann ein, wenn sich die Mediumstemperatur stark ändert. Unsere Geräte sind jedoch in der Lage, zwischen Eiswasser und kochendem Wasser nahezu voll zu kompensieren.“ Die Temperaturkompensation erfolgt mit Hilfe des Mikrocontrollers, in dem alle benötigten Informationen werkseitig fest einprogrammiert sind. Der gemessene Strömungswert wird mit den beim Nullabgleich gespeicherten Werten und den Kennlinien verglichen. Durch die Anpassung der Sensoren an die Betriebsdaten sind diese auch bei größeren Temperaturgradienten schaltpunktstabil.
Das Unternehmen Kobold verfügt über langjährige Erfahrung auf dem Gebiet der Druckmeßtechnik. Durch die Übernahme der Sindelfinger Dr. Henschen GmbH im Oktober 1995 wurde zudem eine erhebliche Erweiterung der Produktionskapazitäten auf diesem Gebiet erreicht. Hier werden neben Druckmeßgeräten verschiedener Bauart, Druckschalter, Druck- und Differenzdrucktransmitter, Druckmittler sowie Sensoren und Anzeigen gefertigt. „Unsere Stärke zeigt sich, wenn das Medium eklig wird“, erklärt Peters. „Für verschmutzte oder hoch viskose Ströme werden die Druckmittler eingesetzt. Eine beständige, beispielsweise mit Hastelloy, Titan oder Teflon beschichtete Membran trennt hier das Medium vom Meßwerk.“




