Im Jahr 2022 steht ein personeller Wechsel bevor: Der designierte Geschäftsführer Christian Boxleitner ist als Director Sales & Marketing an Bord und soll zum Jahreswechsel das Ruder übernehmen. Er löst Karl-Heinz Dürrmeier ab, der seit 1992 an der Spitze von Mesutronic steht.
Der Spürsinn ließ Mesutronic – ähnlich wie in der Finanzkrise 2008/2009 – auch in der Corona-Pandemie nicht im Stich. Die Umsätze haben sich laut Karl-Heinz Dürrmeier quer über alle Fachbereiche und Regionen positiv entwickelt. Vertriebs- und Verkaufsabteilung hätten in der Krisenzeit größtenteils mit elektronischen Kommunikationsmitteln gearbeitet. Die Servicetechniker der Suchspezialisten seien nur vor Ort gewesen, so Dürrmeier, „wenn ein Maschinenteil nicht mehr funktioniert hat“.
Deshalb hat Mesutronic 2020 – trotz der Krise – ein sehr gutes Ergebnis abgeliefert, für das Jahr 2021 sei ebenfalls mit einem kräftigen Umsatzwachstum zu rechnen.
Der Eigentümerwechsel der Gesellschaft – der Übergang des Unternehmens in das Portfolio von Indus – ist laut Dürrmeier reibungslos vor sich gegangen: „Der mittelständische Charakter von Mesutronic blieb erhalten, im Hintergrund steht aber ein finanzstarker Partner.“ Aus dem Bayerischen Wald kommen die Überwachungsgeräte zum Verbraucher- und Maschinenschutz für die Lebensmittelbranche, für die Kunststoffindustrie, aber auch für die holzverarbeitende Industrie. Die Kirchberger Detektionsspezialisten profitieren besonders im Lebensmittelbereich von der weltweiten Dynamik, dass sich immer mehr Menschen selbst Convenience-Food zubereiten. Neben den konventionellen Metalldetektoren setzen die industriellen Lebensmittelproduzenten immer mehr auf die Röntgentechnik, um Produktsicherheit und Produktqualität zu gewährleisten. Das 2015 am Markt eingeführte Mesutronic-Röntgeninspektionssystem Easyscope läuft laut Dürrmeier sehr erfolgreich. Das Gerät erkennt metallische und nicht-metallische Verunreinigungen (Steine, Glas und Kunststoffe) in verpackten Produkten.
Ausbau des Basisprüfungsportfolios
Für die Untersuchung von Milch, Backwaren oder Fleisch seien immer wieder spezielle Algorithmen notwendig, die je nach Aufgabenstellung umgesetzt werden können. „Maßanfertigung ist unsere Stärke“, betont Karl-Heinz Dürrmeier. Dennoch baut Mesutronic das Basisprüfungsportfolio aus: Auf dem Röntgensektor werde demnächst ein Einstiegsmodell vorgestellt. Zudem habe Mesutronic für die Süßwarenindustrie eine neue Serie mit Transportbändern entwickelt. Diese Bänder mit Messerkanten-Umlenkungen eignen sich speziell für empfindliche und kleine Produkte.
Im Holzbereich merkt Mesutronic die positive Lage der Branche. Sägewerke seien wieder bereit, in neue Detektionssysteme zum Maschinenschutz zu investieren, so Dürrmeier. Ähnliche positive Marktbewegungen seien im Kunststoffbereich zu beobachten.




