Seit September 2011 wird in der 6500 m2 großen Produktionsstätte der Ostseefisch, Tochter der Rügen Fisch AG (Sassnitz), geräuchert, was das Meer hergibt: Rund 3500 t Lachs, Makrele, Heilbutt, Hering und Forelle werden pro Jahr von rund 100 Mitarbeitern verarbeitet.
Am Tag laufen 6 bis 7 t folienverpackter Fisch auf dem Mesutronic-Förderband Transtron 8.2 CM durch den Metalldetektor Metron 07 CI. Der Tunneldetektor mit integrierter Auswerteelektronik erkennt kleinste Edelstahl-, Buntmetall- und Eisenteilchen. „Die möglichen Ursachen für Metallverunreinigungen im Fisch sind vielfältig“, sagt Dirk Tezlaff, technischer Leiter bei der Ostseefisch GmbH & Co. KG. „Da der Schutz der Verbraucher vor kontaminierten Produkten an oberster Stelle steht, schreibt die IFS-Zertifizierung den Einsatz solcher Metalldetektoren vor.“
Bevor die Fischfilets den Metalldetektor durchlaufen, werden sie im MAP-Verfahren in metallisierter Verpackungsfolie eingeschlossen. Bei diesem Verpackungsverfahren wird der Sauerstoff in der Verpackung durch ein anderes Gas oder ein Gasgemisch ersetzt. Auf diese Weise lässt sich die Haltbarkeit der verpackten Fischfilets verlängern.
„Jedes Metallteilchen in den Räucherlachspackungen verändert das hochfrequente elektromagnetische Feld innerhalb der Detektorspule“, erläutert Karl-Heinz Dürrmeier, geschäftsführender Gesellschafter der Mesutronic Gerätebau GmbH, die prinzipielle Funktionsweise von Metalldetektoren.“ Auf die spezifischen Besonderheiten des Inspektionssystems bei Ostseefisch angesprochen, antwortet er: „Das Inspektionssystem besteht aus einem Metron-07-CI-Metalldetektor, der Transtron-Förderanlage mit Klappbandausscheideweiche und dem Schlechtmaterialauffangbehälter. Da es genau nach den Vorgaben von Ostseefisch ausgeführt wurde, passt es haargenau in die dafür vorgesehene Lücke in der Verpackungslinie.“
Die Metalldetektorserie Metron 07 bietet neben der Vernetzungsmöglichkeit via Ethernet weitere hilfreiche Features. Dazu zählen beispielsweise ein User-Managementsystem, die lückenlose Protokollierung aller Ereignis- und Einstelldaten und optional die Kombination mit dem neuen Autotest-System des bayerischen Unternehmens. Letzteres generiert unabhängig vom Metalldetektor über eine Induktionsspule zyklisch nacheinander unterschiedliche Prüfsignale, die der Prozesssicherheit dienen. Umfangreiche Produktnachuntersuchungen bei Fehlfunktionen der Anlagen werden vermieden. Dadurch können die regelmäßig durchzuführenden manuellen Prüfungen mit Testkörpern aus Eisen, Buntmetall und Edelstahl entfallen. „Das ist eine durchaus interessante Option, mit der die Qualitätssicherungsabteilung entlastet wird“, fasst Dürrmeier den betriebswirtschaftlichen Vorteil des Autotest-Systems zusammen.




