Karl Eibl
Die Herstellung und Weiterverarbeitung von Lebensmitteln ist heute ein weitestgehend automatisierter Prozess. Nahezu alle Schritte werden von Maschinen durchgeführt, die zum Beispiel durch Defekte, Verschleiß oder Abrieb zu potenziellen Quellen für metallische Verunreinigungen werden können. Vor allem ist bereits im Rohstoff eine Metallkontamination relativ häufig. Dem Erkennen dieser unliebsamen Zutaten in den Produkten schenken die Lebensmittelhersteller daher besondere Aufmerksamkeit. Zwar werden zur Vermeidung von Imageverlust sowie von Reklamationen oder gar Produkhaftungsansprüchen Fertig-erzeugnisse aller Art vor Verlassen des Herstellerwerkes auf metallische Verunreinigungen untersucht, eine Metallseparation zu einem möglichst frühen Zeitpunkt bietet jedoch eine Reihe von Vorteilen.
Betriebswirtschaftlich nachgewiesen ist die Tatsache, dass Produktmängel um so teurer sind, je später sie entdeckt werden. Bei der Herstellung und Weiterverarbeitung von Lebensmitteln kommen zudem technische Aspekte der Metalldetektion zum Tragen. Ob Tiefkühlprodukte, Gewürze, Milchpulver Suppennudeln oder Müsli, die Produkte werden in der Regel erst in verpackter Form auf einem Transportband durch Tunneldetektoren auf metallische Fremdpartikel untersucht. Aber durch die Portionierung und Leerräume in der Verpackung erhält das Produkt ein größeres Volumen. Entsprechend größer muss die Tunnelöffnung des Metallsuchgerätes ausgelegt werden, was zwangsweise die Detektionsgenauigkeit der Metallsuchspule vermindert.
Werden Lebensmittel in Folien mit Aluminiumbeschichtung oder in Aluminiumbehälter abgefüllt, ist eine Metalldetektion generell nur vorher sinnvoll. Ansonsten erzeugt die Verpackung Signale, deren Kompensation die Suchempfindlichkeit des Metalldetektors erheblich reduziert. Es lassen sich dann nur noch für Eisenmetalle akzeptable Detektionswerte erzielen. Da aber bei sämtlichen Ausrüstungsgütern in der Lebensmittelherstellung Edelstähle dominieren, bietet diese Art der Metalldetektion keine ausreichende Sicherheit.
Maschinenschutz ist ein weiteres Argument für eine möglichst frühzeitige Produktuntersuchung. Metallteile im Schüttgut können Häcksler, Mahlwerke, Kneter, Mischer, Rührwerke, Austragssysteme, Extruder oder Walzen beschädigen und hohe Reparatur- und Stillstandskosten nach sich ziehen. Insbesondere wenn ein Rohstoff oder ein Zwischenprodukt vor der weiteren Verarbeitung zerkleinert werden muss, ist eine vorherige Metalldetektion unerlässlich, da die entstehenden Splitter meist zu klein sind, um bei einer späteren Endkontrolle noch zuverlässig erkannt zu werden.
Die Metallseparatoren der Rapid-Baureihe (Abb. 1, Abb. 2) ermöglichen eine zuverlässige Untersuchung von Schüttgütern auf Fremdmetallpartikel – sowohl bei der Anlieferung beispielsweise von Getreide in Big Bags oder Silofahrzeugen als auch unmittelbar vor der Endverpackung. Die Freifall-Separatoren bestehen im Wesentlichen aus drei Systemkomponenten:




