Metallsuchtechnik und Röntgeninspektion sind in der Lebensmittelindustrie als zuverlässige Inspektionstechnologien etabliert. Je nach Einsatzgebiet haben beide Technologien ihre Stärken und Schwächen. Zahlreiche Parameter wie Produktgröße, Temperaturschwankungen sowie weitere Produkteigenschaften wie Dicke, Dichte oder Feuchtigkeit des Produkts beeinflussen die erzielbare Detektionsleistung. Es gilt also, eine Vielzahl von Einflussfaktoren abzuwägen, um eine fundierte Investitionsentscheidung zu treffen, welche Technologie für das jeweilige Einsatzszenario bei der Fremdkörpererkennung und Qualitätskontrolle von Lebensmitteln zu bevorzugen ist.
Die Grundvoraussetzung ist ein HACCP-Audit, das Aufschluss darüber gibt, an welchen kritischen Kontrollpunkten (CCPs) Verunreinigungsrisiken im Produktionsprozess zu erwarten sind und mit welcher Art von Fremdkörpern zu rechnen ist. Hersteller definieren in ihrem HACCP-Audit außerdem, wie sie diese CCPs mit Inspektionslösungen zur Fremdkörpererkennung am effektivsten überwachen.
Prinzip der Metallsuchtechnik
Bei der Metallsuchtechnik erfolgt die Fremdkörperdetektion über die Kontrolle der Leitfähigkeit des Produkts. Als Fremdkörper erkannt werden eisen- und nicht eisenhaltige Metalle einschließlich Aluminium, magnetische und nicht magnetische Edelstähle sowie magnetisierbare und elektrisch leitende Fremdkörper. Bei Lebensmitteln mit geringem Feuchtegehalt erzielen Metalldetektoren eine sehr hohe Erkennungsleistung und sind in der Lage, selbst äußerst kleine Fremdkörper zu entdecken.
Bei feuchten, säure- oder salzhaltigen Produkten gilt es, die elektrische Leitfähigkeit des Produkts zu berücksichtigen. So kann das Produkt selbst ein starkes elektrisches Signal erzeugen, bekannt als sogenannter Produkteffekt. Gleiches gilt auch für Produkte, die in metallisierter Folie verpackt sind. Lebensmittelhersteller sollten in diesem Fall auf spezielle Metallsuchtechnik zurückgreifen – etwa die der Profile-Advantage-Geräte von Mettler-Toledo. Letztere gleichen die Störsignale des Produkteffekts mit Software-Algorithmen und einer flexiblen Anpassung der Betriebsfrequenz aus. Im Gegensatz zu herkömmlichen Metallsuchgeräten, die nur das aktive Produktsignal erfassen und speichern, modifizieren Profile-Advantage-Systeme das Signal während der Einrichtung. Durch den Produkteffekt verursachte Fehlausschleusungen lassen sich so um bis zu 95 % reduzieren.
In horizontalen Anwendungen installierte Profile-Advantage-Geräte ermöglichen Bandgeschwindigkeiten von bis zu 400 m/min. Bei der Platzierung ist auf einen ausreichend großen metallfreien Bereich um das System zu achten, um mögliche Störungen der Detektionsleistung zu vermeiden.




