Mikro- und Nanoplastik sowie PFAS rücken zunehmend in den Fokus von Regulatorik und Qualitätsmanagement. Gemeinsam haben Inex – solutions und die Klar2O eine modulare Filtrationsanlage entwickelt, die Spurenstoffe gezielt aus Trink- und Prozesswasser entfernen soll. Das System kombiniert adsorptive Filtration mit hygienischem Edelstahl-Anlagenbau und ist sowohl für Pilotversuche als auch den stationären Dauerbetrieb ausgelegt.
Spurenstoffe im Fokus der Industrie
Steigende Qualitätsanforderungen und verschärfte gesetzliche Vorgaben erhöhen branchenübergreifend den Druck auf Betreiber wasserführender Prozesse. Insbesondere Mikro- und Nanoplastik sowie per- und polyfluorierte Alkylsubstanzen (PFAS) gelten zunehmend als kritische Verunreinigungen in Trink- und Prozesswasser. Davon betroffen sind unter anderem die Getränke- und Mineralwasserindustrie, Brauereien, Pharma- und Biotechnologie sowie Halbleiterfertigung und Energieanwendungen.
Vor diesem Hintergrund haben Inex – solutions und Klar2O eine modular aufgebaute Filtrationsanlage entwickelt, die auf die gezielte Entfernung dieser Spurenstoffe ausgelegt ist.
Pilotanlage für Praxistests vor Ort
Zum Einstieg steht eine mobile Pilot- und Versuchsanlage zur Verfügung, die auf einem rollbaren Edelstahlrahmen installiert ist. Unternehmen können die Technologie damit zunächst unter realen Betriebsbedingungen testen, bevor sie in eine stationäre Anlage investieren.
Auf Basis der Pilotierung werden die späteren Filtrationssysteme individuell an Standort, Durchsatz und Prozessanforderungen angepasst. Das modulare Anlagenkonzept ermöglicht laut Anbieter eine wirtschaftliche Skalierung, ohne jedes System vollständig neu auslegen zu müssen.
„Viele Betreiber möchten neue Filtrationstechnologien zunächst im laufenden Betrieb validieren“, erklärt Michael Hilpp, Repräsentant von Inex – solutions. „Die mobile Pilotanlage schafft dafür eine belastbare Entscheidungsgrundlage.“
Adsorptive Filtration statt Membrantechnik
Herzstück der Anlage ist ein von Klar2O entwickeltes Filtermedium auf Silicabead-Basis mit funktionalisierter Oberfläche. Dieses soll selbst kleinste Partikel und Moleküle im Nanobereich adsorptiv binden.
Nach Unternehmensangaben lassen sich damit mehr als 99 % von Nanoplastik-Partikeln und PFAS-Verbindungen aus dem Wasser entfernen. Im Unterschied zu konventionellen Verfahren arbeitet das System ohne Hochdruck, Membranen oder zusätzliche Chemikalien. Gleichzeitig ist das Adsorptionsmedium regenerierbar und auf einen wirtschaftlichen Dauerbetrieb ausgelegt.




