Plastservice ist ein führendes norwegisches Unternehmen im Bereich der Reparatur von Transport- und Lagercontainern in der Aquakultur. Es legt größten Wert auf optimale Produktqualität und höchste Hygienestandards. Ein wichtiges Thema ist dabei der Schutz vor vegetativen Bakterien wie Listerien oder E. coli. Hier setzt Plastservice auf Mikrowellen-Desinfektionskammern von Weiss Technik. Diese reduzieren Bakterien auf Kunststoffteilen der Produktion nachweislich um bis zu 99,99 %.
Seit 1989 produziert beispielsweise Nordlaks im norwegischen Stokmarknes bis zu 70 000 t Lachs und Regenbogenforellen pro Jahr. Dabei werden die Fische in Aquakulturen großgezogen und in eigenen Produktionsstätten geschlachtet und filetiert. Die Endprodukte, vor allem Lachsfilet – Portionierungen und ganze Fische – werden weltweit vertrieben. Die modernen Aquakulturanlagen haben auch im Bereich Lebensmittelsicherheit neue Maßstäbe gesetzt. Denn gerade bei so sensiblen Produkten wie Fisch ist es wichtig, strengste Hygienestandards einzuhalten. Deshalb hat Plastservice zusammen mit Nordlaks bereits 2012 ein Pilotprojekt zur Bekämpfung pathogener Bakterien mit Mikrowellen begonnen. Dieses wurde gemeinsam mit dem Hersteller von voetschoven Mikrowellen-Desinfektionskammern, Weiss Technik, durchgeführt. Wissenschaftlich wurde das Projekt vom norwegischen Sintef-Institut und dem KIT Karlsruhe begleitet.
Gefahr durch Listerien vermeiden
Listerien sind extrem schwer zu bekämpfen und können bei Menschen die potenziell tödlich verlaufende Krankheit Listeriose auslösen. Sie kommen vor allem auf rohen Lebensmitteln wie Fisch, Fleisch und Geflügel vor und vermehren sich in einem breiten Temperaturbereich von -0,4 bis +45 °C. Erst beim Erhitzen auf über 70 °C werden sie sicher abgetötet. In der Lebensmittelproduktion verbreiten sie sich gerne an schwer zugänglichen Stellen von Containern, Transportboxen, Paletten und Förderbändern. Deshalb müssen diese äußerst sorgfältig und hygienisch gereinigt werden. Hierbei sind insbesondere ältere und beschädigte Transportbehälter problematisch, da sich in Rissen und im Isolationsschaum Wasser sammeln kann, in dem sich Listerien ungehindert vermehren können. Bei den Transportbändern sind die Scharniere schwer zugänglich, sodass ein Biofilm entstehen kann. Chemische Reinigungsverfahren oder UV-Licht-Desinfektion scheitern an den oben beschriebenen Stellen.
Thermische Mikrowellenbehandlung
Im Pilotprojekt wurde zunächst untersucht, ob und wie effizient Mikrowellen zum Schutz vor Listerien eingesetzt werden können. Hierzu wurden die in der Regel mikrowellen-transparenten Kunststoffboxen und Transportbänder aus der Produktion in einer industriellen Mikrowellen-Desinfektionskammer thermisch behandelt. Dabei durchdringen Mikrowellen den Kunststoff und erhitzen das Wasser in den noch nassen, frisch gewaschenen Containern und Bändern innerhalb eines kurzen Zeitraums. Die Versuchsergebnisse zeigten deutlich, dass die Listerien dabei nahezu vollständig abgetötet werden. Bei Transportbändern liegt die nachgewiesene Reduktionsrate bei 99,9 %, bei Transportcontainern sogar bei 99,99 % (log-Reduktionsfaktor RF 3 und 4), wie die Untersuchungen des unabhängigen Sintef-Instituts in Norwegen bestätigen. Darüber hinaus wurde nachgewiesen, dass die Wirkung auch an nicht oder nur schwer zugänglichen Stellen, beispielsweise in der Isolierung der Container oder in den Gelenken der Bänder, stattfindet.




