Rolf D. Quade
Seit Jahren sind sie in den USA und Asien üblich und etablieren sich nun auch in den eher konservativen Märkten des alten Kontinents: Kunststoffflaschen aus PET und PEHD für die Verpackung von Milch und Milchgetränken. Allmählich gewöhnen sich auch deutsche Verbraucher an diese sogenannten „Convenience“-Verpackungen.
Das südlich von Augsburg gelegene Unternehmen Ampack Ammann stellt seit 28 Jahren mit großem Erfolg Verpackungsmaschinen für die Molkereien her. In mehr als 25 Ländern der Welt arbeiten sie zur vollen Zufriedenheit der Kunden. Neu entwickelt wurde jetzt eine Baureihe von Füllmaschinen, die sensible Produkte in steriler Atmosphäre in Flaschen füllt. Die als Taktmaschinen arbeitenden, modular aufgebauten Füller eignen sich nicht nur zur Verarbeitung von Milch, sondern auch zum Abfüllen von Trinkjogurt oder Fruchtsaft. Die einzelnen Arbeitsstationen sind durch mechanische Koppelglieder verbunden, zur Förderung des Packmittels bzw. des fertigen Produkts ist nur ein Antrieb erforderlich.
Obwohl als Taktmaschine konzipiert, kann der Füller mit einer geringen Pufferstrecke in der Leerflaschenzuführung als kontinuierlich laufende Anlage gesehen werden (Abb. 1). Als Schnittstelle wird auf der Einlaufseite der Artikeltransporteur für die leeren PET- oder PEHD-Behälter, auf der Abgabeseite der Förderer zum Einpacker definiert. Der Austausch der Steuersignale funktioniert problemlos, da der nachfolgende Einpacker meist ebenfalls von Ampack Ammann geliefert wird und daher mit den passenden Signalen ausgestattet ist.
Die leeren Flaschen werden in geschlossenem Zustand mit Ausgleichsloch geliefert. Dieses verhindert den Aufbau von Über- oder Unterdruck und die Entstehung grober Verunreinigungen, die Keimfreiheit ist allerdings nicht mehr gegeben. In einer der Gruppierung vorgeschalteten Einheit werden die Flaschenköpfe abgeschnitten und die Behälter auf Dichtigkeit geprüft.
Seriell, d.h. hintereinander, laufen die Flaschen in die Abfüllmaschine, werden dort fixiert und in Gruppen von 16 Stück pro Zyklus rechtwinklig zur Einlaufrichtung in eine Taktkette übernommen.
In der ersten Station nach der Gruppierung erfolgt die Sterilisierung der Flaschen, dann die aseptische Befüllung.
Die Befüllung der sterilisierten Behälter wird in einem abgeschotteten Segment der Abfüllmaschine vorgenommen. Hier wird mit steriler Luft ein Überdruck erzeugt, so dass von außen keine Keime eindringen können. Auf diese Weise wird auch der Übergang von der Sterilisierstation zur Füllabteilung keimfrei gehalten.




