Themen wie Ressourcenmanagement und Nachhaltigkeit werden immer wichtiger, der Klimawandel und die Energiekrise sind allgegenwärtig. Auch der Wäge- und Inspektionstechnikanbieter Minebea Intec arbeitet daran, seinen ökologischen Fußabdruck zu verbessern. Dabei zahlt sich die enge Zusammenarbeit mit dem Mutterkonzern aus.
Minebea Intec rückt das Thema Umweltschutz in sämtlichen Unternehmensbereichen in den Vordergrund. Vom japanischen Mutterkonzern, Minebea Mitsumi Inc, hat der Anbieter von Wäge- und Inspektionslösungen Ziele für einen verbesserten ökologischen Fußabdruck übernommen. Ab dem neuen Fiskaljahr gelten somit verbindliche Ziele bezüglich der drei vorgegebenen Kernthemen: Reduzierung des CO2-Ausstoßes, Reduktion von Abfällen und Verringerung des Wasserverbrauchs.
Dabei zahlt sich das internationale Set-up von Minebea Intec aus: Mit 20 Standorten weltweit und dank des umfassenden Netzwerks von über 220 Partnern bietet das Unternehmen kurze Lieferwege, was wiederum hilft, Emissionen zu vermeiden. Die Lebensdauer von Produkten kann nicht nur durch die hohe Qualität der Produkte, sondern auch durch den langjährigen Ersatzteilservice erhöht werden. Zudem sorgt das Rücknahmesystem für eine fachgerechte Entsorgung der Teile. Um darüber hinaus die Kampagnen von Minebea Mitsumi zu unterstützten, hat sich Minebea Intec feste Aktionsziele gesetzt, die das Erreichen eines verbesserten ökologischen Fußabdrucks unterstützen. Besonders die drei Produktionsstandorte Hamburg, Bovenden und Aachen waren hier federführend.
Synergien nutzen
Am Standort Aachen wurde das Füllmaterial der Ersatzeilverpackungen umgestellt – von herkömmlichen Chips aus Plastik auf Chips aus komplett recycelbarem Material (EPS-Chips der Firma Flopak). Hier dienen Abfälle als Rohstoffe, was die natürlichen Rohstoffvorkommen entlastet. Zusätzlich zu diesen ökologischen Vorteilen profitiert das Unternehmen von einer finanziellen Einsparung. Das Projekt, eine Zusammenarbeit des Aachener Logistikdienstleister Green Line Logistik & Handelsgesellschaft mbH und dem Unternehmensbereich Logistics Handling & Processing, startete im Juli 2021 und ist nach einer erfolgreichen Testphase nun final implementiert.
Die Kollegen in Aachen testen aktuell auch alternative Überseeverpackungen mit Karton-Paletten anstatt Holzkisten für den Versand, was den CO2-Fußabdruck zusätzlich verringern kann und kosteneffizienter ist.
Am Standort Hamburg wird beständig daran gearbeitet, den Verpackungsmüll zu reduzieren. Vor zwei Jahren startete eine abteilungsübergreifende Zero-Waste-Initiative. Hierbei wurden sämtliche Produktverpackungen darauf überprüft, ob die verwendeten Kunststoffe wirklich notwendig sind oder ob es eine umweltverträglichere und nachhaltigere Lösung gibt. Weiterhin wurde geprüft, ob neben dem Austausch von Materialien nicht auch Verpackungsmaterial komplett entfallen kann. So konnte bei Kanisterwägezellen die Plastiktüte für die Wägezelle sowie das Plastiktütchen für die Kabelenden eingespart werden. Darüber hinaus ist das Material des Kartons dünner geworden und das zuvor verwendete Stopfmaterial „Paperplus Knüll“ wurde gegen Faserformverpackungen ausgetauscht: Hierbei handelt es sich um Faserformteile, die aus Naturfasern hergestellt sind und im Recyclingverfahren wiederverwertet werden können. Dieser plastikfreie Ansatz wird nun im nächsten Schritt auch am Produktionsstandort Bovenden verfolgt.




