Obwohl die Vermutung zunächst nahe liegt, basiert diese Entwicklung nicht auf einer gesetzlichen Vorgabe. Vorausschauende Produzenten planen aber jetzt schon zukunftssicher, um vorbereitet zu sein, wenn ihre Kunden die neue Kennzeichnung fordern. Da dieser 2D-Code chargenspezifische Informationen enthält, wird muss er in der Linie gedruckt werden. In diesem Prozessschritt sind heute in der Regel Drucksysteme im Einsatz, die die benötigte Auflösung nicht liefern können.
Wie Konsumgüterhersteller von 2D-Codes profitieren
Schon heute kennzeichnen viele Hersteller ihre Produkte mit Codes, um Logistik und Lagerhaltung zu koordinieren. Gerne genutzt sind auch QR-Codes, um allgemeine Informationen zu Produkt und Marke bereitzustellen. Dazu kommt der klassische Barcode als Standard für die Kasse. Mit der Einführung von chargenspezifischen 2D-Codes für den Einzelhandel braucht eine Verpackung nur noch einen Code. Wird dieser nämlich mit chargenspezifischen Informationen in der Linie generiert, kann die gesamte Lieferkette bis zum Endverbraucher auf das gleiche digitale Abbild des Produkts zugreifen.
Der Einsatz von 2D-Codes, die Mindesthaltbarkeitsdatum und Chargennummer beinhalten, wird die Lagerhaltung der Hersteller erheblich verbessern. Durch das digitale Abbild der Produkte können aktuelle Informationen über das Verfallsdatum und die verbleibende Haltbarkeit der Produkte abgerufen werden. Diese Echtzeitdaten ermöglichen es, Bestände besser zu verwalten und sicherzustellen, dass die Produkte innerhalb ihrer optimalen Haltbarkeitsdauer verkauft werden und weniger entsorgt werden muss.
Auch Rückrufe werden einfacher. Der Hersteller informiert umgehend alle relevanten Marktteilnehmer. Somit stellt er sicher, dass die betroffenen Produkte aus den Regalen genommen und die Verbraucher umgehend informiert werden. Gesperrte Produkte werden mittels Codes am nächsten Punkt in der Lieferkette aussortiert – spätestens an der Kasse. Dadurch sinkt das Risiko für die Verbraucher und das Image der Marke wird geschützt. Ist die Uhrzeit der Produktion im Code enthalten, werden solche Aktionen sogar noch präziser.
Transparenz für den Verbraucher
Über den Code können Verbraucher einfach auf detaillierte und spezifische Produktinformationen zugreifen. Diese können neben Chargennummer und Haltbarkeitsdatum auch das Produktionsdatum und Qualitätskontrolldaten umfassen. Informationen über die Herkunft der Rohstoffe einer Charge sind besonders bei Fairtrade- und Bio-Produkten interessant. Auch Inhaltsstoffe, Nährwertangaben und Allergene können online über die gesetzlichen Angaben hinaus aufgeführt und chargenspezifisch aktualisiert werden. Diese Detailtiefe ermöglicht es den Verbrauchern, fundierte Entscheidungen über das von ihnen gekaufte Produkt zu treffen, was zu einem größeren Vertrauen in die Marke des Herstellers führt.




