Die Kontrolle von Pseudomonas aeruginosa und den durch diese Bakterien gebildeten Biofilmen stellt eine Herausforderung in der industriellen Wasseraufbereitung dar. Die Frequenztechnologie hat sich als eine vielversprechende, chemiefreie Alternative zur Kontrolle der Bakterien und Biofilme herausgestellt. Die Wirksamkeit des Verfahrens wurde nun in einer Studie bestätigt.
Die physikalische und kontinuierliche Wasserbehandlung von Aquaenergy entfernt Ablagerungen wie Biofilm oder Korrosion in offenen und geschlossenen Wasserkreisläufen. Dazu wird eine Frequenzimpulstechnologie genutzt, die in Kooperationen mit Universitäten und Instituten beständig weiterentwickelt wird. Durch den Verzicht auf schädliche Chemikalien schützt die Aquaenergy-Technologie sowohl die Umwelt als auch die Gesundheit der Mitarbeiter, reduziert den Wartungsaufwand der Anlagen und sorgt für den uneingeschränkten Flow im Produktionsprozess. Mehr als 100 erfolgreiche Installationen in Europa bestätigen die Wirksamkeit des Verfahrens. Das aktuell größte behandelte Wasservolumen in einer Anlage beträgt 2500 m3.
P. aeruginosa – ein Biofilm-Spezialist
Ein besonders hartnäckiger Keim in Wasserkreisläufen ist Pseudomonas aeruginosa. Als in der Umwelt weitverbreitetes Stäbchenbakterium besiedelt er Gewässer und Böden. Er benötigt zum Überleben nicht viel mehr als ein wenig Feuchtigkeit und kann sogar in Desinfektionsmitteln überdauern. Mithilfe einer selbstproduzierten, dicken Schleimschicht, die die Keime umschließt, schirmen sich die Bakterien nicht nur gegen Antibiotika ab, auch das Aufspüren der Erreger durch Zellen des menschlichen Immunsystems wird durch diesen sogenannten Biofilm verhindert.
In industriellen Anwendungen stellt Pseudomonas aeruginosa eine erhebliche Gefahr dar, insbesondere in Prozess- und Trinkwassersystemen. Die Fähigkeit, Biofilme zu bilden, erhöht die Widerstandsfähigkeit der Bakterien gegenüber Reinigungs- und Desinfektionsmaßnahmen und macht sie schwer zu kontrollieren. Nicht nur das Infektionsrisiko für Menschen stellt ein Problem dar, die Bildung von Biofilmen kann auch die Integrität von wasserführenden Systemen beeinträchtigen. Sie verringern die Effizienz von Wärmeaustauschprozessen und verstärken die Korrosion von Metalloberflächen. In der Lebensmittel- und Pharmaindustrie kann die Anwesenheit von P. aeruginosa zudem zu erheblichen Qualitätsproblemen führen, was Rückrufe und Imageschäden nach sich ziehen kann.
Effiziente Frequenztechnologie
Die Kontrolle von Pseudomonas aeruginosa und den durch diese Bakterien gebildeten Biofilmen stellt also eine bedeutende Herausforderung in der industriellen Wasseraufbereitung dar. In diesem Kontext hat sich die Frequenztechnologie als eine vielversprechende, chemiefreie Alternative zur Kontrolle von Bakterien und Biofilmen herausgestellt. Durch speziell programmierte elektrische Wechselfelder, die in das Wasser eingeführt werden, entstehen elektromagnetischen Impulse, die in die bakterielle Struktur und Kommunikation eingreifen. Ein wesentlicher Mechanismus ist die Beeinflussung des Quorum Sensing, des Prozesses, den Bakterien nutzen, um ihre Populationsdichte zu messen und die Bildung von Biofilmen zu koordinieren. Durch die Störung dieses Prozesses wird die Fähigkeit von Pseudomonas, Biofilme zu bilden und sich zu vermehren, signifikant eingeschränkt. Zudem wirken die Impulse destabilisierend auf bestehende Biofilme, was ihre Entfernung erleichtert.




