In der automatisierten Lebensmittelproduktion herrschen extreme Anforderungen an Sauberkeit, Sicherheit und Zuverlässigkeit. Reinigungsvorschriften beinhalten sowohl hohe Temperaturen des Reinigungsmittels als auch Reinigungsdrücke bis zu 100 bar. Gerade bei optischen Inspektionssystemen muss außerdem darauf geachtet werden, dass bei einer Beschädigung keine Glassplitter in den Fertigungsprozess gelangen. Diesen Anforderungen werden die VeriSens-Modelle mit der Schutzart IP 69K gerecht. Das speziell entwickelte Edelstahlgehäuse stellt sicher, dass keine Schmutznester entstehen und die komplette Reinigungsprozedur ohne Einschränkungen durchgeführt werden kann. Die Verwendung von Sicherheitsglas vermeidet im Fall einer Beschädigung das Entstehen von Splittern. Durch den Einsatz spezieller Dichtungen ist eine Fokuseinstellung und der Anschluss einer USB2.0-Schnittstelle möglich. Die Vision-Sensoren schließen die Lücke zwischen klassischen optoelektronischen Sensoren und komplexen Bildverarbeitungssystemen. Wie ein optoelektronischer Sensor liefert auch der Vision-Sensor ein Binärsignal (OK/Nicht-OK) oder einen einfachen Datensatz. Doch anders als bei gängigen Bildverarbeitungssystemen sind Inspektionsaufgaben vorkonfiguriert. Wegen ihrer Prozessnähe und aufgrund ihres One-Box-Designs zeichnen sich die Vision-Sensoren zudem durch kompakte Bauform und einfache Montage aus. Der Einsatz optoelektronischer Sensoren ist häufig auf punktförmige Prüfungen begrenzt. Vision-Sensoren erschließen dagegen durch ihre Fähigkeit, Objekte in zwei Dimensionen zu inspizieren, ganz neue Anwendungsbereiche. Die hochintegrierten, kompakten VeriSens-Vision-Sensoren können bis zu 3000 Inspektionen in der Minute durchführen. Neben den typischen Bildverarbeitungsfunktionen wie Intensitätskontrolle, Kontrastinspektion oder einer Grauwert-Analyse bildet der Baumer-FEX-Prozessor das leistungsfähige Rückgrat der VeriSens-Familie. Der FEX-Prozessor berechnet in Echtzeit und mit hoher Genauigkeit sämtliche Konturen und Kanten innerhalb der Graubilddaten. Konturen ermöglichen auf natürliche Weise eine stabile geometrische Inspektion. Der konturbasierte Ansatz hat für den Anwender den klaren Vorteil, robust gegenüber Helligkeitsschwankungen im Umgebungslicht beziehungsweise stabil gegenüber unterschiedlichen optischen Objektoberflächeneigenschaften zu sein. Sogar Reflexionen werden toleriert.
Der Benutzer erlebt diese Eigenschaften schon während der Inbetriebnahme, da für die Erstellung einer typischen Lösung nur wenige Parameteranpassungen erforderlich sind. Die geometrische Inspektion mit dem VeriSens basiert auf der Auswertung und Kontrolle von Parametern wie Länge, Position, Winkel, Abstand oder Ausrichtung von Linien, Kreisen und frei wählbaren Formen. Die Verwendung allgemein verständlicher Begriffe vermeidet allzu technische Formulierungen und ermöglicht dem Anwender, in der Begriffswelt der Sensorik Inspektionsaufgaben und Sensoranwendungen zu lösen. Die Parametrierung erfolgt über eine intuitive PC-gestützte Benutzeroberfläche. Im Echtzeitbetrieb arbeitet das Gerät als völlig autonomes System mit digitalen Ein- und Ausgängen beziehungsweise einer seriellen Schnittstelle. Für eine einzelne Inspektion lassen sich bis zu 32 verschiedene Merkmale beliebig kombinieren. Konfiguration und Inspektionsparameter eines jeden Produkts werden in einem von 255 möglichen Jobs gespeichert, die während der Produktion über digitale Eingänge ausgewählt werden.




