Der Trend in der Getränke-Industrie geht eindeutig zu den PET-Flaschen, weil sie leichter, bruchsicherer und druckbeständiger als Glas sind. Sie sind geruchs- und geschmacksneutral – und wiederverwendbar. Was aber genau so wichtig ist: PET kann mit Druckluft in beliebig viele Formen gebracht werden. Dazu benötigt man PET-Blasmaschinen. Diese wiederum verlangen Druckluft mit einem sehr hohen Druck von ca. 40 bar, daneben aber auch Steuerluft für die Betätigung von Steuerzylindern mit einem maximalen Druck von nur 10 bar. Außerdem muss die Druckluft trocken und technisch ölfrei sein. Das sind die Anforderungen an die Drucklufterzeuger. Darüber hinaus sind die Druckluftmengen nicht konstant, denn abhängig von der stündlichen Flaschenproduktion und der verlangten Flaschengröße wird entsprechend viel Druckluft mit einer hohen Verfügbarkeit benötigt.
Zunächst einmal die Forderung nach unterschiedlichen Druckluftmengen. Hier gibt es das Boge-Flexpet-Baukastenkonzept, das 11 Modelle zur Auswahl hat und Liefermengen von 93 bis 1076 m³/h Druckluft zur Verfügung stellt. Der Betreiber kann also die Drucklufterzeugung passend zu seiner Blasmaschine auswählen.
Bei der Erzeugung der Blasluft von 40 bar wird Wert auf höchste Sicherheit gelegt. Flexpet erzeugt das Volumen daher nicht nur mit einem Kompressor, sondern – wie der Name schon sagt – flexibel mit mehreren Kompressoren. Das ist wichtig für den Betreiber, denn bei der Wartung oder Reparatur eines Kompressors steht ihm immer noch genügend Druckluft zur Verfügung, um den Betrieb aufrecht zu erhalten. Diese Redundanz ist bei der Getränke-Flaschenproduktion gerade während der Hauptsaison unerlässlich.
Zum Erzeugen der Steuerluft von 10 bar gibt es zwei Möglichkeiten. Einmal kann die Druckluft direkt ohne Umwege mit dem benötigten Steuerdruck von 10 bar bereit gestellt werden. Die zweite Möglichkeit besteht darin, dass von der bereits auf 40 bar verdichteten Blasluft die Steuerluft durch Druckreduzierung abgezweigt wird. Die erste Möglichkeit der direkten Steuerluft-Erzeugung ist der wirtschaftlichere Weg, denn das unnötige Höherverdichten auf 40 bar mit anschließendem Reduzieren auf 10 bar bedeutet sehr viel mehr Energieverbrauch und ist damit unwirtschaftlich.
Flexpet erzeugt die Steuerluft direkt mit einem Schraubenkompressor. Die Größe des Schraubenkompressors ist individuell festzulegen, abhängig von der Steuerluftmenge plus der später benötigten Blasluft. Der Schraubenkompressor ist stufenlos leis-tungsgeregelt. Das bedeutet, dass bei schwankendem Druckluftbedarf der Kompressor nicht in den kostenträchtigen Leerlaufbetrieb schaltet, sondern immer nur so viel Druckluft liefert, wie im Augenblick benötigt wird. Der Betriebsdruck bleibt dabei konstant ohne unnötige Höherverdichtung.




