Der Lebensmittelmarkt ist von starkem Wettbewerb geprägt. Hersteller, die darin bestehen wollen, müssen in immer kürzerer Zeit immer mehr Erzeugnisse produzieren. Um dabei Gefährdungen auszuschließen und die Vertrauenswürdigkeit der eigenen Marke zu stärken, gilt es erstens, nur einwandfreie Erzeugnisse an den Endkunden weiterzugeben, und zweitens, das eigene Personal optimal zu schützen. Verbraucherschutzseitig garantieren moderne und von etablierten Standards zur Lebensmittelsicherheit – etwa IFS oder BRC – zertifizierte Inspektionssysteme auch bei hohen Stückzahlen maximale Sicherheit. Dies gelingt, indem sie einzelne Produkte in hoher Geschwindigkeit überprüfen und gegebenenfalls ausschleusen. Zum Schutz des Personals, das die Inspektionslösungen bedient, formulieren Normen wie die europäische EN 12100 oder ihr US-amerikanisches Äquivalent ANSI B155–2011 allgemeine Leitsätze zur Beurteilung und Minderung von Risiken und unterstützen Konstrukteure so bei der Herstellung bediensicherer Maschinen.
Bei der Implementierung von Inspektionssystemen sollten sich Lebensmittelhersteller mit den Anforderungen vertraut machen, die von den wichtigsten Standards zur Lebensmittelsicherheit gestellt werden. Im Rahmen der Global Food Initiative (GFSI) sind weltweit zahlreiche Richtlinien zugelassen, die gängigsten sind IFS und BRC. Beide fordern generell den Einsatz von Fremdkörpererkennung, um Produktkontaminationen auszuschließen. Hierbei entscheidet nach IFS eine individuelle Gefahren- und Risikoanalyse über die Art und den Einsatz des Inspektionssystems. Der BRC-Standard empfiehlt zudem, bei der Anschaffung auf Equipment zu setzen, das den neuesten Stand der Technologie abbildet. Darüberhinaus zielen die Reglementierungskataloge der beiden Standards IFS und BRC auf folgende Bereiche ab:
- Beschaffung: Bei der Beschaffung von Inspektionssystemen werden unter anderem ein systematischer Evaluierungs- und Auswahlprozess nach vorher definierten Kriterien und eine genaue Dokumentation desselben gefordert – nicht nur bezogen auf das Produkt, sondern auch auf die Serviceleistungen des externen Partners. Hersteller müssen im Nachhinein nachweisen können, dass ein passgenau auf die vorherrschenden Anforderungen zugeschnittenes Inspektionssystem zum Einsatz kommt. Mettler-Toledo bietet daher Röntgeninspektionssysteme, Metallsuchtechnik und optische Inspektionssysteme in flexibel skalierbaren Größen und Bauformen an.
- Integration: Als sinnvollen Kontrollpunkt empfehlen IFS und BRC die Implementierung des Inspektionssystems am Abschluss der Produktionskette, der BRC-Standard idealerweise am Ende der Verpackungslinie. Potenziell gefährliche Erzeugnisse sind nach Erkennung vom weiteren Produktfluss auszuschließen. Auch hierfür werden klar definierte Prozesse und das Führen einer genauen Dokumentation über jeden Fall verlangt.
- Kalibrierung: Inspektionssysteme sollen präzise und verlässlich messen, folglich legen sowohl IFS als auch BRC Wert auf regelmäßige Kontrollen und sorgfältige Kalibrierung. Hierzu sind Lebensmittelhersteller angehalten, ein Monitoring-System einzusetzen und alle Messergebnisse sowie etwaige Maßnahmen zu dokumentieren. Diese Maßnahmen ersetzen jedoch nicht die gesetzlichen Eich- und Prüftermine, deren Einhaltung von beiden Standards explizit gefordert wird. Mettler-Toledo kümmert sich im Rahmen seiner optionalen Service-Dienstleistungen beispielsweise um die Terminierung und Einhaltung aller vorgeschriebenen Eichungen.




