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    Mit UVC-Strahlung
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    Technik

    Mit UVC-Strahlung

    Becher, Deckel, Verschlüsse, Folien und andere Verpackungsmaterialien für Lebensmittel lassen sich mit UVC-Strahlern in Bruchteilen von Sekunden
    Veröffentlicht
    01. September 1999
    Lesezeit
    2 Minuten
    Rubrik
    Technik

    In der Lebensmittelindustrie gewinnt die Entkeimung von Packstoffen mit UVC-Bestrahlungsanlagen zunehmend an Bedeutung. Eine Vielzahl von Verpackungen, beispielsweise Becher, Folien, Aluplatinen, Deckel, Verschlüsse und Kartons können durch Bestrahlung mit UVC in Sekundenbruchteilen an ihren Oberflächen entkeimt werden. Dadurch verlängert sich die Haltbarkeit der abgepackten Lebensmittel, da schädigende Mikroorganismen zuverlässig abgetötet werden.

    Ultraviolette (UV) Strahlung ist wie sichtbares Licht oder Radiowellen eine elektromagnetische Strahlung und kann vom menschlichen Auge nicht wahrgenommen werden. Sie umfaßt definitionsgemäß den Spektralbereich von 100 bis 380 nm und schließt sich damit unmittelbar dem blauen, sichtbaren Teil des Lichtes an (380 bis 780 nm).

    UV-Strahlung löst photochemische Reaktionen aus, die je nach Energieintensität, unterschiedliche Wirkungen hervorrufen. Je kurzwelliger die Strahlung, desto energiereicher ist sie. Mit Wellenlängenbereichen von 200 bis 280 nm ist die UVC-Strahlung sehr energiereich. Wellenlängen um die 260 nm werden vorzugsweise von den Zell-Nucleinsäuren absorbiert und führen, je nach Einwirkzeit, zur Abtötung aller Bakterien und Pilzsporen. Damit spielt die UV-Strahlung, verglichen mit der Röntgen- und Gammastrahlung, die größte Rolle bei der Entkeimung. UVC kann zur gezielten Schädigung oder Abtötung organischer Stoffe eingesetzt werden.

    Die Uvatec-Strahler sind geschlossene, luftgekühlte Systeme. Sie können mit ozonarmen Strahlungsquellen bestückt werden. Ein wesentlicher Vorteil dieser Geräte ist, daß bei sachgemäßer Anwendung keine Gase oder Strahlungen entstehen, die für das Bedienpersonal zu Gesundheitsgefährdungen führen können. Selbst im Abluftkanal liegen die Ozonkonzentrationen unterhalb der zulässigen MAK-Werte.

    Die Uvatec-Bestrahlungsanlagen sind mit einem Shutter-System ausgerüstet. Es schützt die zu entkeimenden Objekte vor strahlungsbedingter Überhitzung oder Überdosierung, wie sie beispielsweise bei Maschinenstillstand auftreten können. Das Shuttersystem erlaubt die exakte Anpassung der Belichtungszeit an den Taktzyklus der Verpackungs- oder Abfüllanlage.

    Aufgrund ihrer kompakten Bauart sind die Uvatec-Strahler in fast alle Abfüllmaschinenkonzepte implementierbar; auch in Kombination mit anderen Entkeimungsprozessen. Die Nachrüstung älterer Maschinen ist ebenfalls mit geringem Aufwand möglich. Auch bei hohen Durchlaufgeschwindigkeiten ist es nicht mehr notwendig, mehrere Strahler hintereinander zu schalten. Durch die große Leistungsdichte des UV-Bestrahlungsgerätes erzielt Uvatec optimale Entkeimungsraten in Bestrahlungszeiten von Sekundenbruchteilen. Des weiteren wird ein Spektrum im UVC-Bereich erzeugt, das sich annähernd mit der spektralen Wirkungskurve der Zellinaktivierung deckt. Untersuchungen, die von unabhängigen Forschungsinstituten und Abfüllbetrieben durchgeführt wurden, belegen die Leistungsfähigkeit der Uvatec-Geräte. In der Praxis wurden für Aspergillus niger (schwarzer Schimmelpilz) und dessen Sporen sowie für Bacillus subtilis Abtötungsraten bis 99,9999 % nachgewiesen. Die geringere Verkeimung der Produkte führt zu einer Verlängerung der Haltbarkeit (extended shelf life).

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    Auf diese Weise ergeben sich für den Anwender der Uvatec-Geräte verschiedene Vorteile, beispielsweise eine signifikante Produktivitätssteigerung und vor allem ein Rückgang der Reklamationsraten.

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