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    Sporternährung wird sowohl von professionellen Athleten als auch von Freizeitsportlern genutzt. Der Zusatz von Kohlenhydraten in solchen Nahrungsmitteln
    Veröffentlicht
    20. März 2007
    Lesezeit
    5 Minuten
    Rubrik
    Technik

    Stefan Siebrecht

    2005 wurde durch die Initiative von DSM ein wissenschaftlicher Ausschuss für Sportgetränke eingerichtet, um anhand der aktuellen Datenlage herauszufinden, welches die optimale Rezeptur für Sportgetränke ist. Dies kann Herstellern bei der Entwicklung von Sportgetränken sowie anderer Ernährungsprodukte helfen. Die Mitglieder dieses Ausschusses trafen sich während der Olympischen Winterspiele in Turin, um über die optimale Zusammensetzung von Sportgetränken zu diskutieren. Unstrittig war der Zusatz von Kohlenhydraten und Mineralien. Kohlenhydrate dienen der Energiezufuhr während ausdauernder Belastungen, Mineralien helfen bei der Wasserabsorption und der Rehydrierung. Neu war jedoch, dass alle Mitglieder übereinstimmten, dass auch die Zufuhr von Eiweiß zu kohlenhydrathaltigen Sportgetränken Leistungsvorzüge bringen kann. Studien zeigen, dass die Zufuhr einer geringen Menge Eiweiß von 5 bis 10 g pro 500 ml während einer Ausdauerbelastung die Leistung steigern kann, und zwar als Folge einer reduzierten Muskelschädigung, die es dem Sportler erlaubt, länger und härtere Leistung zu erbringen. Das Eiweiß scheint auf eine noch unbekannte Weise die Muskulatur während der Belastung zu schützen. Dadurch verkürzt sich auch die Erholungszeit, da einerseits der Körper weniger Schäden reparieren muss und andererseits dem Körper nach der Belastung die notwendigen Aminosäuren für die Reparatur der beschädigten Muskulatur sofort zur Verfügung stehen.

    Früher konnten die Proteinhydrolysate aufgrund ihres schlechten Geschmacks und ihrer Textur in Sportgetränken nicht eingesetzt werden. Inzwischen sind Peptide wie PeptoPro von DSM Food Specialties erhältlich, die zudem keine Trübung bewirken und über den pH-Bereich von 1 bis 7 stabile Lösungen bilden. DSM hat für die Proteinhydrolysate PeptoPro ein Studienprogramm initiert. Zurzeit laufen weltweit 17 Studien gleichzeitig.

    PeptoPro enthält zu 80 % Protein in einer vorverdauten Form. PeptoPro Casein, das auf einem Milchprotein basiert, welches nachweislich die Erholungsphase nach intensiver sportlicher Anstrengung verkürzt, wird unter Verwendung eines Enzyms in Peptide hydrolysiert. Aufgrund seines hohen Gehalts an löslichen Di- und Tri-Peptiden, gelangt PeptoPro schneller in den Blutkreislauf und muss nicht gespalten werden, um vom Körper vollständig absorbiert zu werden. Das bedeutet, dass die Aminosäuren dem Körper erheblich schneller zur Verfügung stehen als herkömmliche Proteinquellen.

    PeptoPro wurde bisher in mehreren Studien untersucht, unter anderem am Olympiastützpunkt Rhein-Ruhr-Essen und der Abteilung für Bewegungswissenschaften an der Universität Maastricht. Die erste Studie von Dr. D. Alf (OSP Essen) war darauf ausgelegt, die Auswirkungen eines PeptoPro-Drinks auf sportliche Leistungen zu beobachten und zu messen. Dieses im Handel erhältliche Sportgetränk enthält eine Mischung von Kohlenhydraten und PeptoPro und wurde im Vergleich zu einem herkömmlichen Sportgetränk getestet, das nur Kohlenhydrate enthielt. Getestet wurden 50 Athleten (26 Männer und 24 Frauen) im Alter von 17 bis 39 Jahren. Die Testpersonen nehmen an Wettkämpfen auf höchster Ebene in den verschiedensten Sportarten teil: Leichtathletik (11), Tennis (10), Schwimmen (10), Rudern (10), Hockey (4) und Badminton (4). 24 h vor Beginn der Studie setzten die Sportler und Sportlerinnen mit ihrem harten Training aus. Während der Nacht nahmen sie nichts zu sich und führten dann ein Übungsprotokoll durch, bis eine Blutlaktatkonzentration von 4 mmol/l erreicht war. Sobald die Übung beendet war (t = 0 min), begannen die Athleten eine vierstündige Erholungsphase und blieben während dieser Zeit in der Rückenlage. Während der Erholungsphase trank jeder Athlet in regelmäßigen Abständen (t = 0, t = 30, t = 60 und t = 120 min) je einen Drink à 330 ml des kombinierten Protein-Kohlenhydratprodukts (CHO+PRO) oder die gleiche Menge eines Kohlenhydratgetränks (CHO). Jede Dosis enthielt 8,2 g CHO pro 100 ml. Der Protein-Kohlenhydratdrink enthielt zusätzlich 4,2 g leicht absorbierbares Protein (PeptoPro). Am Ende der Erholungsphase wurden alle Athleten einem zweiten, harten körperlichen Übungsprotokoll unterzogen. Der Test wurde nach einer Woche wiederholt; alle Getränke wurden entsprechend einer doppelblinden Methodik angeboten und getrunken. Die Studie entsprach damit in ihrer Methodik früheren Studien, die durchgeführt wurden, um die Steigerung der Leistung durch Kohlenhydrate erfolgreich zu belegen.

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    Die zweite, an der Universität Maastricht durchgeführte Studie war ebenfalls darauf ausgelegt, die Auswirkungen von Kohlenhydratgetränken sowohl mit als auch ohne PeptoPro auf die sportliche Leistung nach einer Erholungsphase zu prüfen. Bei dieser Studie trainierten 12 durchtrainierte Athleten bis zur Erschöpfung; im Erschöpfungszustand waren die in den Muskeln vorhandenen Glykogenvorräte verbraucht. Anschließend ruhten die Athleten 5 h lang. Während dieser Ruheperiode nahmen sie alle 30 min 350 ml des Testgetränks zu sich. Nach der Ruheperiode unterzogen sich die Athleten einem 20-minütigen Fahrrad-Time-Trial, um die Auswirkungen auf ihre Leistung zu beurteilen. Auch dieses Experiment war randomisiert und wurde doppelblind nach zwei Wochen wiederholt.

    Wie erwartet, war die Leistung bei allen Athleten am deutschen Olympiastützpunkt in der ersten Übungsphase besser als in der zweiten. Es ist praktisch unmöglich, sich in der kurzen Zeit von nur vier Stunden von einem harten Training oder Wettkampf zu erholen und die gleiche Leistung zu wiederholen. Der Vergleich der Leistungen der Athleten zeigte jedoch eine Verbesserung der Leistung für 39 der 50 Athleten, die das PeptoPro-Getränk zu sich genommen hatten, und dies unabhängig vom Geschlecht, Gewicht, Alter oder der Sportart des Athleten. Die Studie zeigte zudem eine statistisch signifikante 2,1 %ige Verbesserung der maximalen körperlichen Leistung nach der vierstündigen Erholungsphase, in der PeptoPro getrunken wurde. Die durchschnittlich erbrachte Maximalleistung während der zweiten Übung betrug 4,30 kW/kg Körpergewicht in der Placebo-Gruppe (CHO). Im Vergleich dazu betrug die Leistung in der PeptoPro-Gruppe 4,40 kW/kg Körpergewicht und war damit signifikant 2,1 % höher als in der Placebo Gruppe, wie in der Tabelle dargestellt. Der leistungssteigernde Effekt von PeptoPro in dieser Studie ist so hoch wie von Koffein, das die Leistung durchtrainierter Athleten um 1 bis 3 % steigern kann. Jedoch bietet PeptoPro darüber hinaus Vorteile vor allem im Hinblick auf die Regeneration und den Aufbau neuer Muskelmasse und seine Einnahme ist für Athleten sicherer, da es keine negativen Nebenwirkungen hat.

    In der vergleichbaren Studie der Universität Maastricht waren die Resultate sehr ähnlich. Die Leistung bei Athleten, die in der Erholungsphase das PeptoPro-Getränk zu sich genommen hatten war 2,3 % höher im Vergleich zur Placebo-Gruppe, die nur Kohlenhydratgetränke zu sich genommen hatten. Für Hersteller von Sportgetränken ist PeptoPro demnach ein guter und sicherer zugelassener Nährstoff, der die sportliche Leistung und Erholung steigern kann.

    dei 417

    Mehr zu PeptoPro

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    Universität Maastricht

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