Knollenbrecher dienen zur Zerkleinerung von Klumpen, Knollen und anderen Agglomeraten sowie von verkrusteten Schüttgütern, da diese den nachfolgenden Verarbeitungsprozess empfindlich stören könnten.
Die von SST Schüttguttechnik angebotenen Knollenbrecher decken bei Umfangsgeschwindigkeiten um 1 m/s einen Leistungsbereich bis etwa 15 kW ab. Das heißt: Diese Knollenbrecher liegen hinsichtlich ihrer Leistungsdaten zwischen den klassischen Brechern, beispielsweise Backenbrechern, und schnell laufenden Mühlen. Die Abgrenzung zwischen diesen beiden Gruppen von Zerkleinerungsanlagen ist jedoch fließend. Da sich Mühlen mit einer definierten, maximalen Aufgabekorngröße am wirtschaftlichsten betreiben lassen, werden ihnen häufig Knollenbrecher vorgeschaltet.
Um Zündquellen und damit Staubexplosionen zu vermeiden arbeiten die Knollenbrecher von SST-Schüttguttechnik mit Umfangsgeschwindigkeiten unter 1 m/s. Das Unternehmen bietet drei Knollenbrecherbaureihen an:
- K1-Anlagen in Einwellenausführung
- K2-Anlagen in Zweiwellenausführung
- K3-Anlagen in Dreiwellenausführung
Darüber hinaus gibt es noch Brecher in Mehrwellenausführung.
Die Knollenbrecher der Baureihe K1 sind für Aufgabekornverteilungen bis 150 mm oder größer ausgelegt. Diese sehr groben Agglomerate treten mit einem mehr oder weniger hohen Feinanteil auf. Sie entstehen bei der längeren Lagerung in Silos, Big Bags, Säcken oder sonstigen Containern, durch die Einwirkung von Feuchtigkeit oder durch Selbstverfestigung. Auch beim Trocknen, Filtern oder Zentrifugieren entstehen prozessbedingt Agglomerate dieser Größenordnung.
Die Knollenbrecher der K1-Baureihe stehen für Massendurchsätze bis 40 t/h zur Verfügung; in Ausnahmefällen sind auch Durchsätze über 100 t/h möglich. Die zu zerkleinernden Agglomerate können über Schnecken-, Trogketten- oder andere mechanischen Fördereinrichtungen den Knollenbrechern zugeführt werden. Möglich ist auch eine undosierte Stoffzufuhr (Big Bag-Entleerung). Es entstehen Produkte mit einer Korngröße von 2 bis 30 mm.
Für die Zerkleinerung der Agglomerate sorgen entweder Schlägerscheiben, die durch einen Rost mit definierter Spaltweite rotieren, oder diese Aufgabe wird von einem Balkenschlägerwerk übernommen, das sich über einem halbrunden Sieb dreht und das Produkt durch die Sieblöcher drückt. Beide Anlagenvarianten sind gegeneinander austauschbar und umrüstbar.




