Fast unbemerkt ist der Markt für Stärke und Stärkederivate in den vergangenen 25 Jahren stark gewachsen. Hintergrund ist, dass vor allem die Einsatzmöglichkeiten für modifizierte Stärke und Proteine erheblich erweitert wurden. Dadurch hat sich Stärke zum Trendsetter entwickelt und den Anlagenbau vielfältig geprägt. Zeppelin Systems ist diesem Trend gefolgt und bietet interessante Wege, um bei der Produktion von Stärke die Effizienz zu steigern.
Die Zukunft in der Stärkeindustrie gehört den veredelten Produkten. Früher endete der Herstellungsprozess meist mit der Gewinnung von Stärke. Heute eröffnen sich weitere Märkte, etwa in der Kunststoff- oder Papierindustrie. So gilt Stärke mittlerweile mengenmäßig als der wichtigste nachwachsende Rohstoff für die Herstellung von Biokunststoffen. Besonders interessant an der Stärkeverarbeitung ist, dass als Nebenprodukt pflanzliche Proteine gewonnen werden, die für die vegetarische Ernährung sowie Fleischersatz verwendet werden – ein Markt mit gewaltigem Wachstumspotenzial. So könnten diese im Jahr 2030 einen Anteil von 28 % am gesamten Fleischmarkt ausmachen, heißt es in einer Studie der Berater von A.T. Kearney. Zehn Jahre später könnte sich dieser Wert sogar auf 60 % verdoppeln. Diesen Trend spürt Zeppelin Systems bereits heute – im eigenen Technikum in Rödermark sind die Anfragen bezüglich Verarbeitungstests in den vergangenen drei Jahren sprunghaft angestiegen.
Exakte Dosierung erforderlich
Bei der Herstellung von Fleischersatzprodukte darf die Struktur der Proteintexturate nicht zerstört werden. Für eine exakte Dosierung der einzelnen Zutaten wie Gewürze und Geschmacksstoffe wird daher ein hochautomatisierter Wäge- und Dosierprozess benötigt, wie ihn Zeppelin Systems mit den Systemen Mindos oder Micdos bietet.
Bei Mindos (Minor Ingredients System) handelt es sich um ein erweiterbares System von zwei bis zu acht Dosiercontainern, die die Zutaten durch Förderschnecken in zentrale Trichter fördern. Micdos (Micro Ingredients System) erlaubt eine höhere Flexibilität bei der Anzahl der Zutaten. Beide Systeme erfüllen selbst höchste Anforderungen an Kontaminationsfreiheit.
Anpassbarer Konti-Kneter
Auch der kontinuierlich arbeitende Codos-NT-Kneter kommt bei der Herstellung von Fleischersatzprodukten zum Einsatz. Das System nimmt eine Schlüsselrolle bei der effizienten Verarbeitung ein, indem es die Rohstoffkonditionierung mit einem Knetsystem kombiniert. Untersuchungen haben gezeigt, dass die Zugabe der Rohstoffe in den Knetprozess, beispielsweise der Ort der Zuführung, die Menge, fest oder flüssig etc. das Endprodukt erheblich beeinflusst. Dies zeigt sich auch bei der Herstellung von Fleischerersatzprodukten. Das System erlaubt u. a. eine sehr gleichmäßige Flüssigkeits- und Temperaturverteilung, lässt sich schnell an unterschiedliche Leistungsanforderungen anpassen und arbeitet auch aus Hygienesicht einwandfrei, da es sehr leicht zu reinigen ist.




