Im Prototypen einer Sekundärverpackungsmaschine des Unternehmens Meypack sind Kupplungen der Baureihe Multiline E von Eisele verbaut. Diese modularen Mehrfachkupplungen fassen bis zu zwölf Anschlüsse und ermöglichen schnelle Formatwechsel. Dank eines Verriegelungsbügels dauert die Umstellung vom kleinsten auf das größte Verpackungsformat nur 25 Minuten.
Der Verpackungsspezialist Meypack entwickelt seit 1956 kundenspezifische Sonderlösungen. „Es gibt kaum eine Ware, die wir nicht verpacken können“, bekräftigt Ingenieur Christopher Nowak, der bei Meypack für die Produktentwicklung verantwortlich ist. „Unsere Maschinen sind keine Standardprodukte, und hohe Ansprüche fordern uns erst recht heraus.“ Ein internationaler Kundenstamm aus dem Food- und Non-Food-Bereich von Unilever über Hipp bis Brillux und BASF zählt deswegen auf die Maschinen aus Nottuln bei Münster. Das ca. 180 Mitarbeiter zählende Unternehmen entwickelt Maschinen zur Sekundärverpackung sowie für die Paletiertechnik. Vor allem in der Lebensmittelindustrie gilt es, neue Produkte kostengünstig und kurzfristig zu verpacken – ohne Kompromisse bei der Qualität einzugehen. Lebensmittelsicherheit, Hygiene und Effizienz zu kombinieren sind Anforderungen, die von den Lebensmittelproduzenten an die Maschinenhersteller weitergetragen werden. Meypack entwickelt weitgehend automatisierte Verpackungsanlagen, die diesen Ansprüchen gerecht werden. Zum Sortiment des Unternehmens zählt auch die Verpackungsmaschine Neo, mit der sich Beutel verkaufsfertig in Kartons verpacken lassen.
Baukasten individuell konfigurierbar
„Die erstmals zur FachPack 2019 präsentierte Neo wurde für die Sekundärverpackung von Produkten konzipiert“, erzählt Nowak. „Sie ist in erster Linie zum Verpacken von flexiblen Produkten in Trays mit eingesteckten Deckeln gedacht, es können aber auch kleine Dosen und Aluschalen verarbeitet werden.“ Mit der Verpackungsmaschine lassen sich pro Minute bis zu 360 Beutel in insgesamt 30 Kartons verpacken.
Geeignet ist die Maschine für Kartongrößen zwischen 60x70x60 mm und 200x400x250 mm. Diese Flexibilität wird durch das Austauschen der Formatteile ermöglicht, die die Verpackungsmodi vorgeben. „Insgesamt müssen drei Zylinder unabhängig voneinander geschaltet werden, eine Saugerplatte mit Vakuum versorgt und zwei Magnetschalter zurückgemeldet werden.“
Da mehrere Zylinder mit Druckluft versorgt werden müssen, kamen aus Platzgründen einfache Druckluftkupplungen nicht in Betracht. Meypack wählte für seine 1,8 mal 4,5 m große Maschine die Eisele-Mehrfachkupplungen der Baureihe Multiline E mit einem 8-fach-Dosenkörper. Jede Kupplung ist mit sechs Adaptiveinsätzen mit Absperrung und doppelter Dichtung, einem Adaptiveinsatz ohne Absperrung und einem A-codierten-M12-Rundsteckverbinder belegt, der für die Signalübertragung an die Formatteile verwendet wird. Die Mehrfach- und Mehrmedienkupplungen der Multiline-E-Serie bieten ein Baukastensystem für die Vereinigung von Druckluft, Vakuum, Gasen, Kühlwasser, Flüssigkeiten, Elektronik und Elektrik in einer Schnittstelle. Mit dem Konfigurator als Planungstool konnte Meypack die Kombinationsmöglichkeiten dieses Baukastens – Bauform, Baugröße und Adaptiveinsätze nebst Zubehör – auswählen und die individuelle Mehrfachkupplung zusammenstellen.




