Die Molchtechnik bietet Lebensmittelherstellern zahlreiche Möglichkeiten, ihre Prozesse zu optimieren. So lassen sich mit Molchen sowie den dazu gehörenden Stationen und Regeleinrichtungen Reinigungszyklen verkürzen und die Produktausbeute steigern. Hygienische und aseptische Systeme tragen den besonderen Bedingungen in der Lebensmittelindustrie Rechnung.
Das Prinzip hinter der Molchtechnik ist sehr einfach. Der Molch ist in seiner Geometrie präzise auf den jeweiligen Rohrdruchmesser abgestimmt. Dadurch erfolgt eine Abdichtung im Rohr und kein Medium kann an ihm vorbeiströmen. Das sorgt für die zuverlässige Trennung der Medien. Wichtig dabei ist, dass bei unterschiedlichen Drücken vor und hinter dem Molch eine Bewegung resultiert. Versorgt mit entsprechendem Druck, kann der Molch den Rohrleitungsinhalt vor sich herschieben und auf diese Weise das System entleeren. Der Rohrleitungsinhalt ist nahezu verlustfrei
ohne Qualitätsbeeinträchtigung durch Vermischung mit Spülmedium nutzbar.
Neben der optimierten Produktausbeute werden Molche zum Schutz von Produkten eingesetzt. Das können zum Beispiel Kontamination, Oxidation oder Aufschäumen bei Kontakt mit Luft sein. Außerdem reduziert die Molchtechnik den Bedarf an Spülmedien beträchtlich. Ein konventioneller Prozess
benötigt enorme Mengen an Spülmedien.
Je nach Größe der Anlage und Eigenschaften des Produkts muss das entsprechende Volumen in ausreichendem Maß bereitgestellt werden. Nach der Nutzung ist es dann
wieder aufwendig aufzubereiten oder gar zu entsorgen. In der Gesamtbilanz verursacht das sehr große Kostenpositionen. Gerade die Kapazitäten in der Abwasserentsorgung
tragen maßgeblich zur Gesamtkapazität bei. Bei Limitierung oder Engpässen ist eine Steigerung der Produktion nur mit erheblichen Investitionen möglich. Es lohnt sich also, Lösungskonzepte zu finden, mit denen die vorhandenen Ressourcen optimal
genutzt werden. Das spart Kosten und leistet zudem einen Beitrag zur Nachhaltigkeit.
Abhängig von Produkt und Produktionsprozess liegt der größte Nutzen der Molchtechnik wohl in der Möglichkeit, Zeit einzusparen. Während die Entleerung einer Anlage durch Spülen allein häufig sehr viel Zeit in Anspruch nimmt, dauert ein Molchprozess nur wenige Minuten. Mit der notwendigen, finalen Reinigung im Anschluss gelingt es, Anlagen binnen kürzester Zeit wieder in
Betriebsbereitschaft zu versetzen und die Stillstandszeiten zu minimieren. Dadurch kann die Auslastung einer Anlage deutlich gesteigert werden. Heutzutage gehören Produktvielfalt und die damit verbundene Flexibilität zu einer immer wichtiger werdenden Anforderung in der Lebensmittelindustrie. Die Produktion von Klein- und Kleinstchargen erfordert sehr viel häufigere Reinigungszyklen als die Herstellung großer Mengen. Gerade hier spielt die Molchtechnik ihr Potenzial voll aus.




