Bisher wurde der Pegasus hauptsächlich für das Mischen und Coaten von Rohstoffen zu chemischen Pulvern, Pellets und extrudierten Rohstoffen verwendet. Während des Mischprozesses werden die hinzugegebenen Substanzen in das jeweilige Basismaterial eingearbeitet. Das Mischprinzip des Pegasus sorgt dabei innerhalb kürzester Zeit für eine homogene Mischung. Dabei ist es beim Coating sogar möglich, mehrere Schichten auf Pellets oder extrudierte Produkte aufzubringen.
Durch Ein- und Ausschalten des Vakuums wird gesteuert, wie tief die Flüssigkeit in das Pellet eindringt. In der Praxis hat sich herausgestellt, dass mit dem Pegasus-Vakuumcoater/-mischer wesentlich höhere Flüssigkeitsanteile zu Pulvern, Körnern oder Pellets hinzugegeben werden können als mit bisherigen Produktionsmethoden. Ebenso hat sich das Gerät als sehr flexibel erwiesen. Dadurch kann der Pegasus innerhalb einer einzigen Produktionslinie für die Produktion vieler verschiedener Produkte verwendet werden, wobei schnell und einfach von einem Rezept auf ein anderes umgestellt werden kann. Dies gilt auch für kleinere Batches.
Vor Kurzem stellte Dinnissen eine weitere Anwendung für den Pegasus vor: als Vakuumtrockner. Flüssigkeiten besitzen im Vakuum einen niedrigeren Siedepunkt. Aus diesem Grund kann im Pegasus bei sehr niedrigen Temperaturen Feuchtigkeit aus Produkten entfernt werden. In der Funktion als Vakuumtrockner eignet sich der Pegasus unter anderem für das Trocknen von entzündlichen und explosiven chemischen Produkten und Rohstoffen. Mit ihm lassen sich Kunststoff-Filterkuchen aufwerten, Wirkstoffe und Metalle aus Restströmen abscheiden sowie ungewünschte chemische Reaktionen und der Ausstoß von schädlichen Gasen vermeiden. Der große Vorteil: Die zusätzliche Trocknungsfunktion kann in einem einzigen Prozessschritt mit den anderen Funktionen des Pegasus kombiniert werden.
Im D-Innocenter-Technikum können Betriebe ihre eigene oder die gewünschte Prozesssituation in die Praxis umsetzen, Tests und Kontrollen durchführen und so ihre Investition im Vorfeld absichern.
Für die Beschickung von Multifunktionsgeräten wie dem Pegasus gibt es bei Dinnissen jetzt auch ein neues Förderkonzept, die Slow-Flow-Förderung, bei dem die optimale Balance zwischen Energieverbrauch und dem praxisorientierten Einsatz erreicht wird. Das Fördersystem eignet sich besonders gut für den Transport von brüchigen, klebrigen und schleißenden Produkten. Es zeichnet sich durch niedrige Luftgeschwindigkeiten, hohe Beladung und weniger Luftverbrauch aus.
Die Slow-Flow-Förderung arbeitet nach dem Prinzip der Saug- oder Blasförderung. Pulver, Körner und Granulate werden durch einen kontrollierten Luft-/Gasstrom gefördert. Produkte können dabei aus einem oder mehreren Einlässen zu einer Receiver- oder Empfangseinheit gefördert werden, oder genau umgekehrt von einem Ausgangspunkt zu mehreren Empfangsbehältern. Da das Verhältnis zwischen Förderluft bzw. Gas und der Beladung mittelgroß ist, entstehen relativ geringe Fördergeschwindigkeiten und damit eine geringe Reibung der Rohstoffteile untereinander.




