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    Multivac für Klimaengagement gewürdigt
    Bildquelle nicht angegeben
    Technik

    Multivac für Klimaengagement gewürdigt

    Die Bayerische Staatsregierung hat Multivac für sein Engagement im Kampf gegen den Klimawandel gewürdigt. Das Unternehmen erhielt eine Urkunde für die
    Veröffentlicht
    28. April 2021
    Lesezeit
    2 Minuten
    Rubrik
    Technik

    Um den Ausstoß von Treibhausgasen bis 2030 gegenüber 1990 um 55 % zu verringern, hat die Bundesregierung im Rahmen des Klimaschutzprogramms 2030 unter anderem eine neue CO2-Bepreisung für Verkehr und Gebäudewärme auf den Weg gebracht. Doch das allein reicht nicht, ist Christian Traumann, Geschäftsführender Direktor von Multivac, überzeugt: „Es ist wichtig, dass Unternehmen nicht nur auf neue Gesetze reagieren. Sie sollten proaktiv handeln, eigenständig Klimaschutzideen verwirklichen und sich gegenseitig inspirieren und motivieren.“

    Blockheizkraftwerk erzeugt aus Biogas Strom und Wärme

    Wolfertschwenden ist der größte Standort der Unternehmensgruppe. Somit beeinflussen alle dort durchgeführten Nachhaltigkeitsmaßnahmen die gesamte Umweltbilanz besonders stark. „Das ist Ansporn und Verpflichtung zugleich“, erklärt Traumann. „Deshalb investieren wir kontinuierlich in die Infrastruktur des Standorts, bauen permanent das Umweltmanagement aus und dokumentieren es nach der internationalen Umweltmanagementnorm EN ISO 14001.“ So hat das Unternehmen beispielsweise ein eigenes 140-kW-Blockheizkraftwerk (BHKW) in Betrieb genommen. Das Kraftwerk treibt mit einem Biogas-Verbrennungsmotor einen Generator an und erzeugt Strom. Bei dieser lokalen Stromerzeugung geht die Wärme – anders als bei einem Braunkohlekraftwerk – nicht verloren, sondern fließt direkt in die Heizung. Somit entsteht ein hoher Wirkungsgrad, der CO2-Emissionen reduziert.

    Brunnenwasser kühlt Druckerräume und Maschinen

    Neben dem Bau des BHKW hat Multivac in den vergangenen Jahren weitere Klimaschutzmaßnahmen umgesetzt. Um die Treibhausgasemission weiter zu verringern, verzichtet das Unternehmen wo immer möglich auf den Einsatz klassischer Klimaanlagen. Für die Temperatursenkung in Hallen und Druckerräumen kommt seit 2017 stattdessen kaltes Grundwasser aus einem Brunnen zum Einsatz. Das Wasser kühlt zudem Bearbeitungsmaschinen. 2019 installierte das Unternehmen eine 560-kW-Photovoltaikanlage, die den Anteil der umweltfreundlichen Stromeigenversorgung weiter erhöhte. Seit 2020 existieren Blühstreifen im Außenbereich als Lebensraum für Kleinstlebewesen. Nicht zuletzt unterstützt das Unternehmen seine Mitarbeiter beim Umstieg auf Elektromobilität. Auf dem Firmengelände entstehen sukzessive Ladestationen für E-Autos. Reste von Rohmaterialien wie Edelstahl und Aluminium gibt das Unternehmen zum Recycling an Lieferanten zurück, damit geschlossene Rohstoffkreisläufe entstehen.

    „Wir bemühen uns, so viele Maßnahmen wie möglich umzusetzen, um den Klimawandel abzubremsen und unseren Kindern eine möglichst intakte Umwelt zu hinterlassen“, resümiert Traumann. „Wir werden diesen Weg in den nächsten Jahren konsequent weiter gehen und hoffen, dass sich uns viele Unternehmen anschließen.“

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