Im Jahr 2022 wird die Verpackungsindustrie weiter verstärkt auf Nachhaltigkeit setzen müssen. Das ist das Ergebnis der zweiten Henkel Sustainability Days. Die virtuelle Konferenz brachte Vertreter von über 900 Unternehmen aus rund 90 Nationen zusammen, darunter Experten und Insider aus der gesamten Branche. Zu den Teilnehmern gehörten Rohstofflieferanten, Verpackungshersteller und OEMs, Verbände, Einzelhändler und Recycler. Sie diskutierten intensiv über die Chancen und Herausforderungen, die mit ambitionierten Nachhaltigkeitszielen verbunden sind.
„Als einzigartiges Forum für die gesamte Branche haben unsere Sustainability Days dazu beigetragen, den Fokus auf einige der Schlüsselthemen zu lenken, mit denen die Industrie im Jahr 2022 konfrontiert sein wird – und die Agenda dafür festzulegen, wie wir als Branche zusammenarbeiten können, um echte Veränderungen zu bewirken“, erklärt Brandi Schuster, Leiterin der Abteilung Markt- und Kundenaktivierung für Verpackungsklebstoffe bei Henkel.
Der neue Standard
Im Jahr 2022 leben wir bereits in einer neuen Welt: Die Gesetzgebungen weltweit werden zunehmend verschärft, während viele Einzelhändler ihre Geschäftsstrategien ändern, um ihre eigenen Recycler einzubeziehen und daran zu arbeiten, die Nachfrage nach mehr Nachhaltigkeit mit der wachsenden Nachfrage nach Verpackungen in Einklang zu bringen.
Tilo Quink, Global Head of Packaging Adhesives bei Henkel, erklärt, dass diese Trends einen Paradigmenwechsel bedeuten: „Unsere Sustainability Days haben gezeigt, dass der ‚neue Standard‘ für Verpackungen bereits eingetreten ist. Es liegt in unserer Verantwortung als führende Akteure in der Wertschöpfungskette, nicht nur die heutigen Herausforderungen im Verpackungsbereich zu sehen, sondern auch nachhaltige Lösungen zu liefern, die es allen nachgelagerten Akteuren – nicht nur unseren direkten Kunden – ermöglichen, auch in Zukunft wettbewerbsfähig zu bleiben.“
Ganzheitliche Ansätze erforderlich
Im Jahr 2022 wird die Branche eine ganzheitliche Perspektive einnehmen müssen. Der Fokus auf die Kreislaufwirtschaft und das Design für Recycling muss jetzt als ‚business as usual‘ betrachtet werden. Genauso wichtig sind jedoch Aspekte, die sich mit der CO2-Reduzierung und der Dematerialisierung befassen. Auch Tilo Quink warnt davor, sich zu sehr auf einen einzigen Bereich zu konzentrieren: „Wir sehen, dass in der gesamten Verpackungsindustrie eine enorme Energie in Richtung Nachhaltigkeit gerichtet wird, aber es ist wichtig, einen Tunnelblick zu vermeiden und eine einzelne Technologie nicht als die ultimative Antwort zu sehen. Auf dem europäischen Markt liegt der Schwerpunkt beispielsweise stark auf der Wiederverwertung, während man sich in den USA mehr auf Kompostierbarkeit und biologische Abbaubarkeit konzentriert. Keine der beiden Methoden bietet jedoch eine allumfassende Lösung, und beide schließen sich nicht gegenseitig aus. Eine faktenbasierte Bewertung aller Methoden und ihrer jeweiligen Umweltauswirkungen ist von entscheidender Bedeutung.“




