Der Sponsor-Vortrag wurde von zwei Mitgliedern des Vorstands von Endress+Hauser, Klaus Endress (CEO) und Dieter Schaudel (CTO), gemeinsam gehalten. In einer eindrucksvollen Präsentation stellten sie das Unternehmen und dessen Kompetenz vor und erläuterten ihre Vorstellungen von der Entwicklung der Prozess-Sensoren vor dem Hintergrund der von Namur und ZVEI vor zwei Jahren veröffentlichten Roadmap Prozess-Sensoren. Es war der Abschlussbericht einer intensiven Projektarbeit von Fachleuten aus der Chemieindustrie, aus Herstellerfirmen und Instituten – damals ein Novum im deutschsprachigen Raum. Die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen chemischen Industrie sowie ihrer Prozesstechnik-Lieferanten zu stärken war das oberste Ziel; dazu wurde der Handlungsbedarf detailliert aufgezeigt, Lösungswege und Leittechnologien benannt, gemeinsame Forschungsaktivitäten und Standardisierungsvorhaben avisiert.
„Prozess-Sensoren und Familienunternehmen haben vieles gemeinsam“, betonte Klaus Endress. „Sie müssen kurz- und langfristig für den Anwender, den Kunden, Nutzen stiften und absolut zuverlässig und berechenbar sein. Außerdem müssen sie sich nahtlos an ihre Umgebung flexibel anpassen, sei es an die Automatisierungsarchitektur, oder, in einer globalisierten Welt, an die regionalen Bedingungen und Standards. Dazu braucht es Offenheit, offene und kommunikative Kultur, offene Standards. Und beide, Prozess-Sensoren und Familienunternehmen, müssen „Operational Excellence“ ermöglichen und praktizieren. Sie müssen Werte erhalten und schaffen.“
Der in der Technologie-Roadmap wiedergegebenen „Vision vom idealen Prozess-Sensor“ möglichst nahe zu kommen, sei eine notwendige Voraussetzung dazu, sagte Dieter Schaudel. „Besonders bei den Produktparametern, also dem Aufgabenfeld der Prozessanalysenmesstechnik, ist die Kluft zwischen Wollen und Können noch recht groß. Aber sie wird kleiner, durch neue Technologien, neue Werkstoffe, neue Messprinzipien. Die Anforderungsblätter der Roadmap zeigen den Weg, und erste Ergebnisse können sich sehen lassen. Und auch bei den klassischen Messgrößen gibt es bemerkenswerte Verbesserungen für niedrigere Cost of Ownership und für höheren Benefit of Ownership“, ergänzte er. Praktische Beispiele dazu zeigte Endress+Hauser in den Workshops.
Dem PLT-Feldgerät der Zukunft widmete sich der Plenarvortrag von Dr. Armin Brucker, BASF. Anhand von konkreten Beispielen formulierte er die Anforderungen an ein mögliches Namur-Standardgerät, das für 80 % der Appliktionen geeignet sein soll. Hierzu gehören u.a.:
eine einheitliche Bedienoberfläche,
eine zuverlässige Diagnose,
ein modularer Aufbau,




